Konzept

FlexNet Manager Suite 2019 R2 (On-Premises Edition)

Inventarisierungsstationen fungieren in etwa als Relaisstationen. Sie erfassen Inventardaten aus der Stagingdatenbank auf dem SAP-Verwaltungsmodul oder von unabhängigen SAP-Systemen, indem Sie den SAP-Inventarisierungsagenten ausführen und diese Daten an den Verarbeitungsserver von FlexNet Manager Suite zur Analyse und Optimierung übertragen.

Der Arbeitsablauf umfasst üblicherweise folgende Schritte:

  1. Sie registrieren die Inventarisierungsstation, damit sie mit FlexNet Manager Suite kommunizieren kann. Weitere Informationen finden Sie unter Registrieren einer Inventarisierungsstation.
  2. Sie erstellen auf der Inventarisierungsstation eine Verbindung zu einem SAP-Verwaltungsmodulsystem oder einem unabhängigen SAP-System für die Sammlung von SAP-Inventar.
  3. Sie legen auf der Inventarisierungsstation den Zeitplan für das Erfassen von SAP-Daten fest. Sie können den Import auch manuell starten. Daraufhin wird der SAP-Inventarisierungsagent ausgeführt, der SAP-Daten sammelt. Informationen zum Festlegen eines Zeitplans für Verbindungen finden Sie unter Seite „Scheduling“ (Planung).
    Anmerkung: Es wird empfohlen, das SAP-Inventar (Benutzer- und Verbrauchsdaten) einmal pro Monat zu importieren. Zudem sollte die geplante Aufgabe zur Erfassung von SAP-Inventar so geplant sein, dass sie auf verschiedenen SAP-Verwaltungsmodulsystemen und unabhängigen SAP-Systemen jeweils zu unterschiedlichen Zeitpunkten ausgeführt wird.
  4. Die extrahierten Daten werden in einem Zwischenformat, einer sogenannten Paketdatei, gespeichert. Die Pakete befinden sich unter %AppData%\Flexera Software\Beacon\IntermediateData\ (auf Windows Server 2008 R2 ist %AppData% beispielsweise ProgramData). Dateien werden nach folgendem Schema benannt: S[T=Mandanten-ID][S=SAP-System-IDSAP-Mandanten-ID]_Inventarisierungszeitstempel.zip.
  5. Wenn die Inventarisierungsstation online ist, werden die Inventarpakete sofort nach der Datenerfassung auf den Verarbeitungsserver von FlexNet Manager Suite hochgeladen. Der Upload wird von der geplanten Aufgabe Upload third-party inventory data über den Microsoft-Aufgabenplaner ausgelöst.
  6. Auf dem Verarbeitungsserver von FlexNet Manager Suite löst die geplante Aufgabe Import SAP inventories die Datenpakete in die Betriebsdatenbank auf. Die Daten können jetzt in FlexNet Manager for SAP Applications analysiert werden.
  7. Nach der Analyse und Optimierung der Lizenzdaten geben Sie Lizenzempfehlungen an das SAP-Verwaltungsmodul oder das unabhängige SAP-System frei. Diese Empfehlungen werden automatisch von FlexNet Manager Suite auf die Inventarisierungsstation hochgeladen. Das SAP-Verwaltungsmodul oder das unabhängige SAP-System stellt über einen Webdienst eine Verbindung zur Inventarisierungsstation her, um die Empfehlungen abzurufen. Sie können nun die Empfehlungen im SAP-Verwaltungsmodul oder dem unabhängigen SAP-System verarbeiten (d. h., die Benutzer- bzw. Lizenzdaten wie erforderlich ändern und die Benutzerstammdaten aktualisieren).

Üblicherweise werden folgende Daten gesammelt: Benutzernamen, die in Benutzerrollen enthaltenen Transaktionscodes, Benutzerverbräuche (CPU-Zeiten), Modulnamen, Transaktionscodes des Systems, die Lizenztyphierarchie und Nachweise für indirekten Zugriff.

Packagevermessungsdaten enthalten den Packagenamen, die Package-ID und Angaben zum Packageverbrauch.

Weitere Informationen zu den vom SAP-Inventarisierungsagenten gesammelten Daten finden Sie unter Tables Read and Data Collected by the SAP Inventory Agent in der PDF-Datei FlexNet Manager for SAP Applications Benutzerhandbuch. Ausführliche Informationen zu den geplanten Aufgaben auf der Inventarisierungsstation finden Sie unter Geplante Aufgaben für Inventarisierungsstationen.

Wichtig: Daten aus Packagevermessungen und Aktivitätsprüfungen können erst gesammelt werden, nachdem auf dem entsprechenden SAP-System eine Packagevermessung bzw. Analyse der Aktivitätsprüfungen durchgeführt wurde. In der Stagingdatenbank auf dem SAP-Verwaltungsmodul werden Packagevermessungs- oder Aktivitätsprüfungsdaten vorgehalten, nachdem die Stagingdatenbank-Überwachung die USMM remote ausgeführt hat oder nachdem die Package-Auswertung und Aktivitätsprüfungen ausgeführt wurden.