Aktionen nur zur Ermittlung

IT-Asset-Management (Cloud)

Wenn Sie keine Inventarisierung durchführen, sondern Geräte oder Dienste (oder beides) im Zielnetzwerk und im Umfang der Inventarisierungsstationen lediglich ermitteln möchten, müssen Sie eine Aktion Nur Ermittlung erstellen. Mit der Inventarisierung zusammenhängende Aufgaben werden aus dieser Ansicht ausgeblendet. In der folgenden Tabelle finden Sie Einzelheiten zu den verfügbaren Ermittlungsoptionen.

Zu den beispielhaften Nutzungsfällen für Aktionen der Art Nur Ermittlung gehören die folgenden:
  • Sie müssen Computer ermitteln, die den Computersuchdienst von Microsoft verwenden, und feststellen, ob auf diesen Computern Microsoft SQL Server ausgeführt wird. Sie können das gesamte Netzwerk als Ziel festlegen (oder ein untergeordnetes Subnetz, wenn Sie vorher wissen welches) und die folgenden Ermittlungsoptionen auswählen:
    • Computersuchdienst von Microsoft
    • Microsoft SQL Server ermitteln
  • Sie müssen in einem bestimmten Subnetz ausgeführte VMware-Infrastrukturen ermitteln. Sie können das gewünschte Subnetz als Ziel festlegen und die folgenden Ermittlungsoptionen auswählen:
    • Netzwerkscan
    • VMware-Infrastruktur ermitteln
  • Sie müssen virtuelle Computer in einem Subnetz namens VSrvr ermitteln. In der Option Alle Computer mit Namen wie... in der Zieldefinition können Sie VSrvr angeben. In der Aktion Nur Ermittlung müssen Sie die Aufgabe(n) auswählen, die mit der entsprechenden Art der Virtualisierungstechnik zusammenhängen.
Tipp: Sie können keine Übernahme von Computern auslösen (also eine automatische Installation des FlexNet-Inventarisierungsagenten auf dem Zielgerät), wenn Sie Aktionen des Typs Nur Ermittlung verwenden. Für die Übernahme ist eine Aktion des Typs Ermittlung und Inventarisierung erforderlich, bei der (zum Beispiel) die Aufgabe Hardware- und Software-Inventar von allen Zielgeräten erfassen ausgewählt ist. Außerdem muss an beliebiger Stelle (nicht notwendigerweise in derselben Regel) eine Zieldefinition vorhanden sein, in der die Geräte mit der Einstellung Diese Ziele dürfen übernommen werden. benannt werden. Bei dieser Kombination sondiert die entsprechende Inventarisierungsstation jedes Zielgerät einzeln (dabei kann es sich um zuvor ermittelte Geräte oder um Geräte handeln, die gerade im Rahmen der aktuellen Aktion ermittelt wurden, oder um eine Mischung aus beidem).
  • Wenn die Inventarisierungsstation erkennt, dass der FlexNet-Inventarisierungsagent bereits lokal installiert ist, geht sie zum nächsten Zielgerät weiter und überlässt es dem installierten FlexNet-Inventarisierungsagenten, die Inventarisierung nach eigenem Zeitplan (der als Teil der Geräterichtlinie übermittelt wird) abzuschließen.
  • Wenn sie erkennt, dass der FlexNet-Inventarisierungsagent noch nicht vorhanden ist, installiert sie ihn per Fernausführung. Die verwendete Konfiguration verweist auf dieselbe Inventarisierungsstation als Bootstrap-Server, von dem der neu installierte FlexNet-Inventarisierungsagent seine Richtlinie anfordert. Anschließend wird es dem installierten Agenten überlassen, die Inventarisierung nach dem heruntergeladenen Zeitplan abzuschließen.
  • Wenn ein aktuelles Zielgerät gefunden wird, für das die Einstellung Diese Ziele dürfen übernommen werden auf keinem Ziel irgendwo aktiviert ist (oder umgekehrt, für das die Einstellung Diese Ziele dürfen nicht übernommen werden auf einem beliebigen Gerät aktiviert ist, da ein „Verweigern“ in jedem Fall ein „Zulassen“ überschreibt), verwendet die Inventarisierungsstation die Inventarerfassung ohne Fußabdruck, um allgemeines Inventar vom Zielgerät zu erfassen (weitere Einzelheiten zu diesem Ansatz finden Sie in der PDF-Datei Erfassen von FlexNet-Inventar, die über die Startseite der Onlinehilfe verfügbar ist).

Abschnitt „Ermittlung von Geräten“

Dieser Abschnitt regelt Vorgänge für die Ermittlung von Geräten (physischen und virtuellen Computern) in Ihrem Netzwerk. (Es gibt eigene Steuerelemente in späteren Abschnitten dieser Seite, um die Ermittlung von Diensten zu steuern, die möglicherweise auf solchen Geräten ausgeführt werden.)

Steuerelement Beschreibung
Netzwerkscan
Ermöglicht es IT-Asset-Management, durch die zugrunde liegenden Ziele festgelegte Geräte zu ermitteln. Wenn diese Option ausgewählt ist, verwendet jede Inventarisierungsstation ein ICMP-Echo (Ping), um zum Ziel erklärte Geräte in ihrem Subnetz zu ermitteln, und verbindet sich dann mithilfe der angegebenen Ports (darunter auch die in späteren Abschnitten dieser Seite angegebenen Ports) mit den Geräten. Beispiel: Wenn das definierte Ziel zwei verschiedene Subnetze mit insgesamt 5.000 Geräten hat, läuft der Ermittlungsvorgang folgendermaßen ab:
  1. Das Netzwerk wird gescannt, um eine Verbindung mit den Zielgeräten herzustellen, die sich in den Subnetzen befinden, die der/den Inventarisierungsstation(en) zugeordnet sind.
  2. Mithilfe der angegebenen Ports werden auf allen ermittelten Geräten die in der zugrunde liegenden Aktion festgelegten Dienste ermittelt.
  3. Von den ermittelten Geräten, die durch das angegebene Ziel definiert werden und sich in einem der Inventarisierungsstation zugeordneten Subnetz befinden, wird Hardware- und Software-Inventar erfasst, und zwar gemäß den in der zugrunde liegenden Aktion festgelegten Inventarisierungsoptionen.
Wenn Sie diese Option aktivieren, fügt IT-Asset-Management Standardports hinzu.
  • Sie können die vorhandenen Einträge an die Erfordernisse Ihrer Umgebung anpassen.
  • Mit dem +-Zeichen können Sie ein weiteres Feld zum Eingeben eines zusätzlichen Ports oder Portbereichs hinzufügen.
  • Um in ein einziges Feld einen Portbereich einzugeben, trennen Sie den ersten und den letzten Wert durch einen Bindestrich (z. B. 2483-2485).
  • Um eines der Felder zu löschen, verwenden Sie das x-Zeichen rechts neben dem Feld.
Hinweis: Um alle Dienste ermitteln zu können, die in der Aktion der Regel festgelegt sind, müssen Sie mindestens einen Port festlegen,
Computersuchdienst von Microsoft
Ermöglicht IT-Asset-Management, Geräte in Ihrem Netzwerk mithilfe des Computersuchdiensts von Microsoft Windows zu erfassen. Wenn diese Option ausgewählt ist, ermittelt IT-Asset-Management alle verfügbaren Geräte und führt nur auf den Geräten, die zum Umfang des zugrundeliegenden Ziels und der Inventarisierungsstation(en) gehören, eine Dienstermittlung und Inventarisierung (falls ausgewählt) durch. Der Computersuchdienst von Microsoft meldet die Namen der ermittelten Geräte zurück und jede Inventarisierungsstation führt eine umgekehrte DNS-Suche durch, um die IP-Adressen der Geräte abzurufen, die sich in dem ihr zugewiesenen Subnetz befinden. Sie können diese Option einzeln oder zusammen mit anderen Ermittlungsoptionen auswählen. Durch Auswahl dieser Option wird der Ermittlungs- und Inventarisierungsprozess verlängert.
Hinweis: Wenn Sie Zielcomputer über die Option Computersuchdienst von Microsoft ermitteln lassen, werden alle Geräte in Ihrem Netzwerk (auch die, die nicht zum Umfang der zugrundeliegenden Ziele gehören) ermittelt und ihre Daten werden auf der Seite Alle ermittelten Geräte eingetragen. Die Dienstermittlung und Inventarisierung (falls ausgewählt) erfolgt nur auf den Geräten, die zum Umfang des zugrundeliegenden Ziels und der Inventarisierungsstation(en) gehören.
TNSNames-Datei für Oracle-Datenbanken

Ermöglicht IT-Asset-Management, über die Konfigurationsdatei TNSNames.ora eine Verbindung zu Oracle Database-Servern herzustellen. Wenn diese Option ausgewählt ist, erfasst IT-Asset-Management Ermittlungsdaten für alle Oracle-Server, die in der Datei TNSNames.ora enthalten sind (darunter auch Geräte, die sich außerhalb des Umfangs des/der darunterliegenden Ziels/Ziele befinden), die Inventarerfassung/Inventarisierung erfolgt jedoch nur für Geräte, die sich innerhalb des Umfangs des/der darunterliegenden Ziels/Ziele befinden. Die Datei TNSNames.ora befindet sich im TNSNames-Repository-Ordner auf der Inventarisierungsstation. Der Standardpfad für dieses Repository ist C:\ProgramData\Flexera Software\Repository\TNSNames. Diese Datei wurde möglicherweise von einer Oracle-Ausgabe kopiert oder von einem OEM-Adapter generiert.

Bereits ermittelte Geräte verwenden
Ermöglicht Ihnen, Dienstinformationen von den Geräten zu erheben, die bereits ermittelt wurden, ohne das gesamte Netzwerk erneut scannen zu müssen. Diese Option ist hilfreich, um aktuelle Daten über die auf bereits ermittelten Geräten ausgeführten Dienste zu erhalten. Zum Beispiel um herauszufinden, ob Microsoft Hyper-V oder Oracle Database auf Computern ausgeführt wird, die zuvor bereits in einem bestimmten Subnetz des Netzwerks ermittelt wurden.
Hinweis: Wenn dies die einzig ausgewählte Ermittlungsoption ist und noch keine Geräte zuvor ermittelt wurden, gibt die Regel keine Ergebnisse zurück.

Ermittlungsaufgaben

Die ausklappbaren Bereiche (manchmal auch Strukturansichtsbereiche genannt) in diesem Abschnitt enthalten zusätzliche Steuerelemente, um die Ermittlung von Diensten zu handhaben, die unter den Datentypen gruppiert werden, die erfasst werden können.

Ausklappen Option Beschreibung
VMware-Infrastruktur VMware-Infrastruktur ermitteln
Ermöglicht es IT-Asset-Management, VMware-Hypervisoren zu ermitteln und die virtuellen Computer zu erkennen, die sie steuern. Wenn Sie diese Option aktivieren, fügt IT-Asset-Management die Ports 80 und 443 als Standardports zum Herstellen einer Verbindung mit der VMware-Infrastruktur hinzu.
  • Sie können die vorhandenen Einträge an die Erfordernisse Ihrer Umgebung anpassen.
  • Mit dem +-Zeichen können Sie ein weiteres Feld zum Eingeben eines zusätzlichen Ports oder Portbereichs hinzufügen.
  • Um in ein einziges Feld einen Portbereich einzugeben, trennen Sie den ersten und den letzten Wert durch einen Bindestrich (z. B. 2483-2485).
  • Um eines der Felder zu löschen, verwenden Sie das x-Zeichen rechts neben dem Feld.
Hinweis: Die VMware-Ermittlung kann nur ausgeführt werden, wenn Sie die in Ihrer VMware-Infrastruktur verwendeten Portnummern angeben.Für diese Ermittlung ist eine Lizenzierung des Produkts FlexNet Manager for Datacenters nicht erforderlich. Beachten Sie jedoch, dass die Erkennung von VMware-Anwendungen (Anwendungsname, Version und Edition) nur funktioniert, wenn Sie dieses Produkt lizenziert haben.
Oracle VM-Infrastruktur Oracle VM-Infrastruktur ermitteln
Ermöglicht IT-Asset-Management das Erfassen der Oracle VM-Infrastruktur. Zur Verwendung dieser Funktion benötigen Sie eine Lizenz für die Option FlexNet Manager for Datacenters. Wenn Sie diese Option aktivieren, fügt IT-Asset-Management die Ports 7002 und 7001 als Standardports zum Herstellen der Verbindung mit der Oracle VM-Infrastruktur hinzu. Sie können die Standardports ändern oder weitere hinzufügen, sofern Ihre Umgebung dies erfordert.
  • Sie können die vorhandenen Einträge an die Erfordernisse Ihrer Umgebung anpassen.
  • Mit dem +-Zeichen können Sie ein weiteres Feld zum Eingeben eines zusätzlichen Ports oder Portbereichs hinzufügen.
  • Um in ein einziges Feld einen Portbereich einzugeben, trennen Sie den ersten und den letzten Wert durch einen Bindestrich (z. B. 2483-2485).
  • Um eines der Felder zu löschen, verwenden Sie das x-Zeichen rechts neben dem Feld.
Microsoft Hyper-V Microsoft Hyper-V ermitteln

Ermöglicht die Ermittlung von Hyper-V-Servern durch IT-Asset-Management mithilfe der ausgewählten Ermittlungsmethode(n). Zur Verwendung dieser Funktion benötigen Sie eine Lizenz für die Option FlexNet Manager for Datacenters.

Citrix Xen Desktop-Umgebungen Citrix XenDesktop-Umgebungen ermitteln

Ermöglicht IT-Asset-Management die Ermittlung von Virtual Desktops-Umgebungen mithilfe der ausgewählten Ermittlungsmethode(n).

Oracle-Datenbankumgebungen Oracle-Datenbankumgebungen ermitteln
Ermöglicht Inventarisierungsstationen die Ermittlung von Oracle-Datenbanken durch eine der folgenden Ermittlungsmethoden:
  • Portscan: Ermöglicht FlexNet Beacon, über die angegebenen Ports eine Verbindung zu Oracle Database herzustellen. IT-Asset-Management fügt die Ports 1521 und 2483 als Standardports hinzu. Damit die Ermittlung durchgeführt werden kann, muss mindestens ein Port angegeben sein.
    • Sie können die vorhandenen Einträge an die Erfordernisse Ihrer Umgebung anpassen.
    • Mit dem +-Zeichen können Sie ein weiteres Feld zum Eingeben eines zusätzlichen Ports oder Portbereichs hinzufügen.
    • Um in ein einziges Feld einen Portbereich einzugeben, trennen Sie den ersten und den letzten Wert durch einen Bindestrich (z. B. 2483-2485).
    • Um eines der Felder zu löschen, verwenden Sie das x-Zeichen rechts neben dem Feld.
  • SNMP-Scan: Ermöglicht IT-Asset-Management das Herstellen einer Verbindung mit Oracle Database über SNMP (Simple Network Management Protocol).
Hinweis: Die Oracle-Ermittlung kann nur durchgeführt werden, wenn Sie über eine Lizenz für die Option FlexNet Manager for Datacenters verfügen.
Ermittlung und Inventarisierung für Microsoft SQL Server Microsoft SQL Server ermitteln
Ermöglicht die Erfassung von SQL Server-Installationen. Zur Verwendung dieser Funktion benötigen Sie eine Lizenz für die Option FlexNet Manager for Datacenters. Sie müssen mindestens eine der folgenden Optionen auswählen:
  • Portscan: Ermöglicht IT-Asset-Management, über die angegebenen Ports eine Verbindung mit einer SQL Server-Datenbank herzustellen. IT-Asset-Management fügt den Port 1433 als Standardport hinzu.
    • Sie können die vorhandenen Einträge an die Erfordernisse Ihrer Umgebung anpassen.
    • Mit dem +-Zeichen können Sie ein weiteres Feld zum Eingeben eines zusätzlichen Ports oder Portbereichs hinzufügen.
    • Um in ein einziges Feld einen Portbereich einzugeben, trennen Sie den ersten und den letzten Wert durch einen Bindestrich (z. B. 2483-2485).
    • Um eines der Felder zu löschen, verwenden Sie das x-Zeichen rechts neben dem Feld.
  • SQL-Browser: Ermöglicht IT-Asset-Management, mithilfe des SQL Server-Browserdiensts eine Verbindung mit einem SQL Server herzustellen. Mit diesem Dienst können Sie SQL Server-Instanzen durchsuchen und eine Verbindung mit ihnen herstellen. Um SQL Server-Installationen über diese Option zu ermitteln, muss der SQL-Browserdienst auf den angesteuerten SQL Servern ausgeführt werden.
  • WMI-Abfrage: Ermöglicht IT-Asset-Management, mithilfe von WQL (WMI Query Language) eine Verbindung mit einer SQL Server-Datenbank herzustellen.

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