„Oracle Processor“-Lizenzen: Übersicht über den Verbrauch je nach Regel

IT-Asset-Management (Cloud)
Der Bericht Zusammenfassung des Oracle-Verbrauchs nach Partitionierungsregel listet alle „Oracle Processor“-Lizenzen auf und berechnet für jede Lizenz vier unterschiedliche aktuelle Verbrauchszahlen und geschätzte Lizenzierungskosten auf Basis von vier möglichen Partitionierungsregeln, auf die Sie sich in Ihren Verhandlungen mit Oracle einigen können. Er konzentriert sich auf VMware-vCenter-Cluster/Netzwerke, auf die Oracle seine verschiedenen „weichen“ Partitionierungsregeln anwendet. Die Vergleichszahlen zeigen die globalen Auswirkungen der verschiedenen Regeln unter Berücksichtigung, wie die mögliche Migration von VMs zwischen Hosts eingeschränkt sein könnte (im Folgenden vom geringsten Umfang zum größten Umfang aufgeführt):
  • Partition auf Ebene des ESX-Hosts: Dieses Konzept, bei dem Administratoren die Host-Affinität und ähnliche Regeln nutzen, um eine VM auf einen einzelnen Server zu beschränken, gehört nicht zu den Regeln von Oracle für die „weiche“ Partitionierung, kann aber trotzdem ausgehandelt werden.
  • Partition auf Clusterebene: Die ursprüngliche Regel von Oracle für die „weiche“ Partitionierung, die verlangt, dass alle Hosts im Cluster lizenziert werden müssen, wenn ein lizenzierbares Produkt auf einer der VMs im Cluster installiert ist.
    Tipp: Diese Position ist ein übliches Ergebnis der Verhandlungen und bildet die Basis für „Oracle Processor“-Berechnungen in den Management-Ansichten in IT-Asset-Management.
  • Partition auf vCenter-Ebene: Als vCenter 5.1 vMotion in mehreren Clustern unterstützte, die von einem einzigen vCenter verwaltet wurden, verlangte die Regel von Oracle, dass alle vom vCenter verwalteten Hosts zu lizenzieren seien.
  • Partition um alle vCenter herum: Als vCenter 6.0 vMotion zwischen vCentern unterstützte, verlangte die Regel von Oracle, dass alle Hosts in allen vCentern in Ihrem Rechenzentrum zu lizenzieren seien.
Tipp: Da Software-Installationen in Containern (egal ob Docker-Container oder Kubernetes-Cluster) derzeit bei der Berechnung des Lizenzverbrauchs in IT-Asset-Management nicht berücksichtigt werden, gehören in Containern installierte Anwendungen nicht zum Umfang dieses Berichts. Ansonsten enthält der Bericht alle Arten von Installationen, die mit „Oracle Processor“-Lizenzen verknüpft sind, egal ob auf virtuellen Hosts (und ihren Gast-Computern), eigenständigen Geräten oder verwaisten VMs, für die der Host nicht ermittelt werden kann.

Generieren des Berichts

Hinweis: Der Umfang dieses Berichts ist auf die Daten begrenzt, die der entsprechende Operator gemäß seinen Zugriffsrechten einsehen darf. Während ein Administrator alle verfügbaren Lizenzen, Cluster, Verbrauchswerte und Optimierungen sehen kann, sieht ein anderer Operator, dessen Zugriffsrechte sich beispielsweise auf die Region EMEA beschränken, nur die Elemente, die mit dem Standort EMEA und seinen Unterstandorten verknüpft sind.
  1. Wechseln Sie auf die Seite Übersicht über den Oracle-Lizenzverbrauch nach Partitionierungsregel.
  2. Klicken Sie auf Bericht ausführen, um die Ergebnisse für alle „Oracle Processor“-Lizenzen anzuzeigen, die Software abdecken, die in vCenter-Clustern oder auf eigenständigen virtuellen Hosts ausgeführt wird.

Lesen des Berichts

Die folgenden Spalten sind verfügbar.

Spaltenname Beschreibung
Kosten pro Berechtigung (Währung)
Die Stückkosten pro Prozessorpunkt (oder für eine andere einzelne Berechtigung) für die aktuelle Lizenz; dabei handelt es sich um den ersten verfügbaren der folgenden Preise:
  • Angepasster Stückpreis in den Lizenzeigenschaften auf der Registerkarte Käufe
  • dem jüngsten Stückpreis in den mit dieser Lizenz verbundenen Software-Käufen
Diese Kosten werden mit den Oracle-Punkten multipliziert, die wiederum abgeleitet werden von der Anzahl der Prozessorkerne jedes Servers multipliziert mit dem Eintrag für die entsprechende Marke/das Modell des virtuellen Hosts in der Punktwertetabelle.
Erhöhung Cluster zu vCenter (Währung)

Die Kostendifferenz (Ihr zusätzlicher Kostenaufwand) für die Umstellung von der ursprünglichen Regel von Oracle für die weiche Partitionierung (an die Clusterebene gebunden) auf die Regel, die für VMware 5.0 (an die Ebene des vCenter-Servers gebunden) eingeführt wurde.. In der Regel werden diese Zusatzkosten durch ESX-Hosts in einem Cluster ausgelöst, deren VMs keinen Verbrauch für die Lizenz generieren. Die ESX-Hosts werden aber von einem vCenter verwaltet, das auch andere Hosts verwaltet, auf denen Verbrauch generierende VMs installiert sind. Nehmen wir beispielsweise die folgende Architektur:

vCenter Cluster des Hosts Verbrauch generierender Gast
vCenter A      
  Cluster 1    
    ESX1  
    ESX2  
    ESX3  
      VM1 (Adv Compr)
  Cluster 2    
    ESX4  
    ESX5  
Wenn die Regel die Grenze um den Cluster herum zieht, müssen Sie alle Kerne in Cluster 1 unter der Lizenz lizenzieren, die Oracle Advanced Compression abdeckt, weil dies auf der VM1 installiert ist. In Cluster 2 jedoch gibt es keine Verbrauch generierenden Installationen und somit keine Zusatzkosten. Wenn die Regel geändert und die Grenze um den vCenter-Server herum gezogen wird, müssen Sie wegen einer einzigen, Verbrauch generierenden Installation auf VM1 alle Kerne in den Hosts ESX1 bis ESX5 lizenzieren. Hier stellen die Kosten für ESX4 und ESX5 die Kostenerhöhung dar, die sich bei der Umstellung von der Cluster-Regel auf die vCenter-Regel ergibt.
Erhöhung ESX-Host zu Cluster (Währung)

Die Differenz zwischen den nominellen Kosten zur Lizenzierung nur der virtuellen Hosts, auf denen VMs das lizenzierte Produkte ausführen, und den Kosten, die durch die ursprüngliche Regel von Oracle zur weichen Partitionierung (an den entsprechenden Cluster gebunden) anfallen. Der Kostenunterschied entsteht durch die Anzahl der Hosts, die zwar zum Cluster gehören, die die lizenzierte Software auf den von ihnen gehosteten VMs aber nicht ausführen.

Erhöhung „vCenter“ zu „Alle vCenter“ (Währung)

Die Kostenerhöhung (der zusätzliche Aufwand) durch den Umstieg von der Regel für die weiche Partitionierung für VMware 5.0 (Grenze auf Ebene des vCenter-Servers) zur Regel für VMware 6.0 (die all Ihre vCenter-Server einschließt). Dieser Kostenanstieg wird typischerweise durch (mindestens einen) ESX-Server ausgelöst, auf denen die Gast-VMs keinen Verbrauch für die Lizenz generieren (sagen wir gesteuert durch vCenter B, während ein anderes vCenter, vCenter A, eine oder mehrere VMs verwaltet, die Verbrauch für eben diese Lizenz generieren). Nehmen wir beispielsweise die folgende Architektur:

vCenter Cluster des Hosts Verbrauch generierender Gast
vCenter A      
  Cluster 1    
    ESX1  
    ESX2  
    ESX3  
      VM1 (Adv Compr)
  Cluster 2    
    ESX4  
    ESX5  
vCenter B      
  Cluster 3    
    ESX6  
    ESX7  
Wenn die Regel die Grenze auf Ebene des vCenter-Servers zieht, müssen Sie aufgrund der Installation auf VM1 alle Kerne in vCenter A unter der Lizenz lizenzieren, die Oracle Advanced Compression abdeckt. In vCenter B jedoch gibt es keine Verbrauch generierenden Installationen und somit keine Zusatzkosten. Wenn die Regel geändert und die Grenze um alle vCenter gezogen wird, müssen Sie wegen einer einzigen, Verbrauch generierenden Installation auf VM1 alle Kerne in allen sieben Hosts von ESX1 bis ESX7 lizenzieren. Hier stellen die Kosten für ESX6 und ESX7 die Kostenerhöhung dar, die sich bei der Umstellung von der vCenter-Regel auf die Regel „Alle vCenter“ ergibt.
Lizenzname

Die Lizenz, für die die Geräte in dieser Zeile Verbrauch aufgrund der auf ihnen installierten Oracle-Software generieren. Der Lizenzname kann in den Lizenzeigenschaften auf der Registerkarte Identifizierung geändert werden.

Lizenztyp

Die Art der Lizenz, auf die in dieser Zeile Bezug genommen wird. Dieser Bericht ist auf Lizenzen des Typs „Oracle Processor“ beschränkt.

Punkte (Partition „Alle vCenters“) Der berechnete Verbrauch für dieselben installierten Produkte, wenn die weiche Partition alle vCenter-Server in Ihrem Unternehmen einschließt (die Regel für die weiche Partitionierung, die Oracle für VMware 6.0 eingeführt hat).
Punkte (Clusterpartition)

Dies ist der berechnete Lizenzverbrauch, wenn man sich auf eine weiche Partition einigt, deren Grenze auf Clusterebene gezogen wird (die ursprüngliche Regel von Oracle für die weiche Partitionierung). Da dies die Regel ist, die in den Management-Ansichten von IT-Asset-Management zugrunde gelegt wird, kennen Sie diese Verbrauchsangabe bereits aus Ihren Management-Ansichten dieser Lizenz.

Punkte (ESX-Partition)

Der berechnete Verbrauch für nur die virtuellen Hosts, deren VMs die installierte Software auch tatsächlich ausführen. Dies entspricht der Situation, bei der Sie eine harte Partition auf Ebene des virtuellen Hosts durchgesetzt haben (auch wenn Oracle diese Regel für die Verbrauchsberechnung bei „Oracle Processor“-Lizenzen bisher nicht verwendet hat). Nehmen Sie diese als Ausgangspunkt für den Vergleich der Kosten, die bei Ihnen anfallen, zu den Kosten, die entstünden, wenn Sie nur die Hosts mit VMs lizenzieren müssten, auf denen die Software installiert ist und tatsächlich ausgeführt wird.

Punkte (vCenter-Partition) Der berechnete Lizenzverbrauch, wenn man sich darauf einigt, die Grenze für die weiche Partition um einen vCenter-Server herum zu ziehen (die Regel für die weiche Partitionierung, die Oracle für VMware 5.0 eingeführt hat).
Herausgeber

Der Name des Softwareherausgebers (der für die Entwicklung und den Vertrieb verantwortlich ist), der in den Lizenzeigenschaften angezeigt wird.

Erworben

Die Anzahl der insgesamt für diese Lizenz erfassten Lizenzberechtigungen. Dies entspricht der Summe der Werte für Berechtigungen aus Kauf und Zusätzliche Berechtigungen, die in den Lizenzeigenschaften gespeichert sind. Dies entspricht der Anzahl der Lizenzberechtigungen, die Ihr Unternehmen verbrauchen darf.

IT-Asset-Management (Cloud)

Current