Oracle-Optionen: Optimale virtuelle Architektur

IT-Asset-Management (Cloud)

Der Bericht Optimale Virtualisierungsarchitektur für Oracle-Optionen verfolgt die Lizenzierung von Oracle-Optionen in VMware-Umgebungen unter der Annahme, dass die Regel für die weiche Partitionierung auf Ebene des einzelnen Clusters angewendet wird (also gemäß der ursprünglichen Regel von Oracle für die weiche Partitionierung, die bis VMware 5.0 galt; wenn Sie eine neuere Version von VMware verwenden, müssen Sie jetzt mit Oracle verhandeln, damit Oracle diese Regel in Ihrer Umgebung weiterhin akzeptiert). Gemäß dieser Regel löst die Installation einer lizenzierten Option auf einer beliebigen VM auf einem beliebigen Host im Cluster Lizenzierungsbedarf für alle Kerne auf allen Hosts im Cluster aus.

Die vorgeschlagenen Optimierungen stützen sich darauf, dass der Cluster die Grenze für diese weiche Partition bildet. Diese Regel ermöglicht ein geradliniges Szenario zur Optimierung Ihrer virtuellen Architektur. Dieses sieht vor, dass VMs mit einem konsistenten Satz an installierten und verwendeten Oracle-Optionen zu einem einzigen Cluster (pro Satz an Optionen) zusammengefasst werden. Die vorgeschlagene Gesamtanzahl an Kernen für jeden Cluster entspricht der Summe der Kerne, die den VMs zugewiesen sind, auf denen die lizenzierten Produkte installiert sind. Natürlich obliegt es Ihrem IT-Team, die virtuellen Hosts und ihre Gast-VMs entsprechend zu organisieren, aber im Prinzip geht es darum, jeden speziellen Cluster konsistent zu halten und VMs mit unterschiedlichen Installationsmustern in andere, separate Cluster zu verschieben. Genauso wird vorausgesetzt, dass Hosts ohne die entsprechenden Installationen ebenfalls aus den speziellen Clustern entfernt werden, um die Anzahl Kerne eines Clusters mit einem bestimmten Satz an Oracle-Optionen möglichst gering zu halten.

Anhand dieses Berichts können Sie diese idealen Cluster optional auch in kleinere „lokale“ Cluster unterteilen, indem Sie VMs zusammenfassen, die Standorten der Unternehmensgruppe zugewiesen wurden. Sie können selbst entscheiden, welche Ebene der Standorthierarchie zur Unterteilung dieser lokalen Cluster herangezogen werden soll. Beispiel: Angenommen zwei VMs sind den folgenden Standorthierarchien zugewiesen:
  • Europa/Deutschland/Hamburg
  • Europa/Deutschland/Frankfurt.
Wenn Sie zur Zusammenfassung Ihrer VMs und Hosts Ebene 2 verwenden würden, blieben beide VMs im selben Cluster, da ihre Pfade bis zur 2. Ebene identisch sind. Wenn Sie jedoch Ebene 3 für Ihre Standortgruppierung festlegten, würden diese beiden VMs unterschiedlichen Hosts in verschiedenen Clustern zugewiesen werden.
Tipp: Da Software-Installationen in Containern (egal ob Docker-Container oder Kubernetes-Cluster) derzeit bei der Berechnung des Lizenzverbrauchs in IT-Asset-Management nicht berücksichtigt werden, gehören in Containern installierte Anwendungen nicht zum Umfang dieses Berichts.

Generieren des Berichts

Hinweis: Der Umfang dieses Berichts ist auf die Daten begrenzt, die der entsprechende Operator gemäß seinen Zugriffsrechten einsehen darf. Während ein Administrator alle verfügbaren Lizenzen, Cluster, Verbrauchswerte und Optimierungen sehen kann, sieht ein anderer Operator, dessen Zugriffsrechte sich auf die Region EMEA beschränken, nur die Elemente, die mit dem Standort EMEA und seinen Unterstandorten verknüpft sind.
  1. Wechseln Sie auf die Seite Optimale Virtualisierungsarchitektur für Oracle-Optionen.
  2. Wählen Sie optional die gewünschte Einstellung für die Standortgruppierung aus. Dabei kann es sich um eine Ebene der Standorthierarchie handeln, die Sie als Unternehmensgruppen angelegt haben, oder um einen der beiden folgenden Werte:
    • Über alle Standorte hinweg bedeutet, dass keine Gruppierung angewendet wird, sodass die vorgeschlagenen Cluster maximalen Umfang haben und nur durch übereinstimmende Sätze installierter Oracle-Optionen begrenzt werden.
      Tipp: Diese Einstellung verwenden Sie auch, wenn Sie Ihre VMs nicht bestimmten Standorten zugewiesen haben, die in Ihrer Unternehmensgruppenstruktur hinterlegt sind.
    • Genauen Standort verwenden bedeutet, dass jeder vorgeschlagene Cluster auf das Hosten von VMs beschränkt ist, die identischen Standorten zugewiesen sind.
  3. Klicken Sie auf Bericht ausführen, um die Ergebnisse für alle lizenzierten Installationen von Oracle-Optionen anzuzeigen, die in vCenter-Clustern ausgeführt werden.

Lesen des Berichts

Die folgenden Spalten sind verfügbar.

Spaltenname Beschreibung
Clusterkerne

Die Gesamtanzahl der Prozessorkerne in allen Hosts innerhalb des Clusters, zu dem diese VM gehört.

Clusterkerne mit gleichen Optionen
Die Summe der Prozessorkerne in Hosts (aller Cluster), auf denen die gehosteten VMs (oder der Host-Server selbst) einen identischen Satz an installierten und aktivierten Oracle-Optionen aufweisen. Nehmen wir zum Beispiel an, dass:
  • VM1 zu Cluster A gehört, der 50 zugewiesene Kerne beinhaltet,
  • VM2 zu Cluster B gehört, der 20 zugewiesene Kerne beinhaltet,
  • VM3, VM4 und VM5 zu Cluster C mit 100 zugewiesenen Kernen gehören.
  • Alle diese VMs führen das gleiche Muster installierter Optionen aus (sagen wir Advanced Compression und Advanced Analytics).
Unter Clusterkerne mit gleichen Optionen finden Sie dann die Summe dieser Kernanzahlen, nämlich 170.

Nachdem die optimierte Clusterbildung implementiert wurde, sodass all diese Cluster nur noch VMs enthalten, die dasselbe Muster an Oracle-Optionen ausführen, entspricht diese Zahl der „Anzahl der Kerne, die für diesen Optionssatz verbraucht werden“.

Clustername

Der Pfad zum Cluster in der Virtualisierungshierarchie (in Form von Domäne/Clustername). Clusternamen müssen nicht zwingend eindeutig sein, es hat sich aber bewährt, eindeutige Namen zu vergeben. Wenn Sie (beispielsweise) zwischen zwei Clustern mit identischen Namen unterscheiden müssen, sehen Sie sich die Hosts und Instanzen an.

Kerne

Die Anzahl der Prozessorkerne, die dem aktuellen virtuellen Computer (unter VM-Name identifiziert) zugewiesen wurden.

Standort des Geräts
Der Standort des in dieser Zeile angezeigten virtuellen Computers.
Zur Erinnerung: Wenn Ihre Systemeinstellung Standort des virtuellen Computers aktualisieren, damit er mit Hoststandort übereinstimmt auf „wahr“ gesetzt ist, kann dieser Standort vom Host übernommen werden, auf dem die VM der Gast-Computer ist.
Standort der Gruppierung
Der Pfad zum Standort aus der Hierarchie, die den Standort des Geräts definiert. Dieser wird verwendet, um Hosts zu optimierten Clustern zusammenzufassen. Der Pfad basiert auf dem Steuerelement Standortgruppierung, das Sie ausgewählt haben, bevor Sie auf Bericht ausführen geklickt haben. Beispiel:
  • Angenommen der Standort des Geräts ist USA/Illinois/Itasca
  • und weiter angenommen, Sie setzen die Standortgruppierung auf Ebene 2 (und wählen dann Bericht ausführen).
  • Der sich daraus ergebende Standort der Gruppierung besteht dann aus den ersten beiden Elementen des dem Gerät zugewiesenen Standorts, also USA/Illinois.
Hostname

Der Name des virtuellen Hosts, auf dem der virtuelle Computer in dieser Zeile Gast ist. Hostnamen müssen nicht zwingend eindeutig sein, es hat sich aber bewährt, eindeutige Namen zu vergeben.

Instanzen mit allen Optionen

Die Namen von Oracle-Datenbankinstanzen, bei denen alle Oracle-Optionen in Verwendung für diese Zeile aktiviert sind. Auf den Instanznamen folgt die Anzahl der aktivierten Optionen (in Klammern). Wenn mehrere Datenbankinstanzen aufgenommen werden müssen, werden diese durch Kommata getrennt.

Instanzen mit weniger Optionen Die Namen von Oracle-Datenbankinstanzen, bei denen einige (aber nicht alle) Oracle-Optionen in Verwendung für diese Zeile aktiviert sind. Auf den Instanznamen folgt die Anzahl der mit dieser Instanz verbundenen, aktivierten Optionen (in Klammern). Wenn mehrere Datenbankinstanzen aufgenommen werden müssen, werden diese durch Kommata getrennt.
Tipp: Diesem Bericht kann nicht entnommen werden, welche der möglichen Optionssätze für diese Instanz verwendet werden und welche nicht. Um diese Details einzusehen, wechseln Sie in die Management-Ansicht.
Oracle-Optionen in Verwendung

Eine durch Kommata getrennte Werteliste aller lizenzierbaren Oracle-Optionen, die auf dem virtuellen Computer in dieser Zeile (erkennbar in der Spalte VM-Name) installiert und aktiviert sind.

Empfohlene Clusterkerne

Eine vorgeschlagene Anzahl an Kernen von virtuellen Hosts, die in einen neu organisierten Cluster aufgenommen werden sollten, der nur die Server enthält, die VM(s) mit einem einheitlichen Satz an Oracle-Optionen hosten. Falls nur eine einzige verbrauchsgenerierende VM in den Cluster aufgenommen werden soll, entspricht die Anzahl der Kerne für die VM der empfohlenen maximalen Anzahl der Kerne für den Cluster.

Empfohlener Cluster
Ein Name, der für den empfohlenen neuen Cluster vorgeschlagen wird und sich aus den folgenden Elementen zusammensetzt:
  • der wörtlichen Zeichenfolge Cluster -,
  • den durch Kommata getrennten Namen aus der Spalte Oracle-Optionen in Verwendung gefolgt von einem weiteren Bindestrich,
  • dem Pfad in der Spalte Standort der Gruppierung.
Empfohlene Optimierung
Eine Anleitung für die Optimierung der Konfiguration, sodass der Lizenzverbrauch (und die damit verbundenen Kosten) minimiert werden können. Zu den möglichen Werten gehören:
  • Einsparungen könnten durch Zusammenfassung von VMs mit gleichen installierten und genutzten Optionen erzielt werden. Die Lizenzierung könnte reduziert werden um nn Kerne.
  • Bei manchen Instanzen sind inkonsistente Oracle-Optionen aktiviert. Einsparungen könnten durch Zusammenfassung von VMs mit gleichen installierten und genutzten Optionen erzielt werden. Die Lizenzierung könnte reduziert werden um nn Kerne.
VM-Name

Der Name des virtuellen Computers, auf den sich die Daten in dieser Berichtszeile beziehen.

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