Was sind Regelsätze für Lizenzpunkte?

IT-Asset-Management (Cloud)

Punkteregeln

Punkteregeln sind eine weitere Methode, wie Softwareherausgeber den Lizenzverbrauch messen.

Bei bestimmten Lizenztypen werden für verschiedene Arten der Nutzung von zugeordneter Software Punkte zugeteilt. Sie erwerben eine bestimmte Anzahl von Punkten, und diese Lizenzpunkte werden nach einem Satz von Regeln verbraucht. Beispiel:
  • Bei manchen Lizenzen werden Punkte verschiedenen Typen von Prozessoren zugeordnet, auf denen die Software ausgeführt wird.
  • Bei anderen Lizenzen werden Punkte verschiedenen Klassen von Benutzern zugewiesen, von denen die Software ausgeführt wird.
  • Bei wieder anderen werden Punkte für verschiedene, messbare Objekte wie Vermögenswerte oder jährliche Web-Sitzungen usw. zugewiesen.

Regelsätze für Lizenzpunkte

Punkteregeln werden in Sätzen zusammengefasst, die in enger Beziehung zueinander stehen. So werden für eine Lizenz möglicherweise 0,5 Punkte für Prozessor A und 30 Punkte für Prozessor B zugeordnet. Die diesbezüglichen Regeln gehören zu einem Satz, in dem alle Aufschlüsselungen von Lizenzpunkten enthalten sind, die der Softwareherausgeber für die Lizenz festgelegt hat.

Regelsätze für Lizenzpunkte sind speziell für einen bestimmten Lizenztyp festgelegt. Innerhalb desselben Lizenztyps können Sie die Regelsätze für Lizenzpunkte nach Bedarf für mehrere separate Lizenzen wiederverwenden, auch wenn diese Lizenzen Produkte von anderen Herausgebern repräsentieren. Damit diese Wiederverwendung möglich ist, werden die Regelsätze für Lizenzpunkte über eine zugehörige Seite verwaltet (siehe Punkteregelsatz).

Jedes Mal, wenn Sie einen Regelsatz für Lizenzpunkte ändern, wirken sich diese Änderungen auf alle Lizenzen aus, die mit diesem Regelsatz verknüpft sind.

Tipp: Ein Regelsatz muss zunächst angelegt sein, bevor er mit Lizenzen verknüpft werden kann. Erstellen Sie deshalb als Erstes die benötigten Regelsätze für Lizenzpunkte.

Quellen

In IT-Asset-Management werden Sätze von Regeln mit der Bibliothek für die Anwendungserkennung heruntergeladen.

Sie können auch eigene Regelsätze hinzufügen oder einen bestehenden Regelsatz mit zusätzlichen eigenen Punkteregeln erweitern.

Beispiel:
  • Alle auf Punkten basierende Lizenzen können Punkteregeln haben, die mit der Eigenschaft Gehostet in/von jedes inventarisierten Gerätes abgeglichen werden können.
  • Ein für Lizenzen vom Typ „IBM PVU“ geltender Standardregelsatz wird über die Bibliothek für die Anwendungserkennung bereitgestellt, und Sie können diesem Regeln hinzufügen. Oder Sie erstellen Ihren eigenen Punkteregelsatz, der die Lizenzbedingungen für andere Lizenztypen wiedergibt.
Tipp: Wenn Sie einen Standardregelsatz erweitern und eine überlappende Regel erstellen, erhält die von Ihnen erstellte lokale Regel Vorrang bei Compliance-Berechnungen.

Aufrechterhaltung bei Updates

Wenn Sie eine benutzerdefinierte Punkteregel einem Regelsatz für Lizenzpunkte hinzufügen und der Regelsatz von der Bibliothek für die Anwendungserkennung aktualisiert wird, bleibt Ihre benutzerdefinierte Regel erhalten.

Wenn Sie zum Beispiel einen Regelsatz für Lizenzpunkte erstellen und dafür den Namen PRS00123 vergeben und von der Bibliothek für die Anwendungserkennung (ARL) später ein neuer Regelsatz für Lizenzpunkte mit der identischen Benennung PRS00123 für denselben Lizenztyp hinzugefügt wird, wird der Regelsatz von der ARL übernommen, und die ursprünglich in Ihrem Unternehmen erstellten Regeln werden als Erweiterung den vom Anbieter festgelegten Regeln hinzugefügt. Wie bereits erläutert, erhalten die lokal erstellten Regeln dabei Vorrang. Der Typ des kombinierten Punkteregelsatzes wird als Flexera (erweitert) angegeben.

Eigenschaften von Punkteregeln und Regelsätzen für Lizenzpunkte

Da Softwareherausgeber viele verschiedene Faktoren messen, variieren die in einer Punkteregel verfügbaren Eigenschaften je nach Regelsatz (d. h. je nach Lizenztyp). In der folgenden Tabelle sind die Lizenztypen aufgeführt, bei denen der Verbrauch nach Punkteregeln gemessen wird, sowie die für jeden Typ verfügbaren Eigenschaften:
Tipp: Bei Lizenzen des Typs Microsoft Server/Management Core handelt es sich um punktebasierte Lizenzen, die jedoch keine sichtbare Punktetabelle aufweisen. Kerne werden paarweise lizenziert (ein Punkt für je zwei Kerne). Außerdem gelten für jeden Prozessor und jedes Gerät Mindestanzahlen. Einzelheiten finden Sie unter Microsoft Server/Management Core (Lizenztyp).
Tabelle 1. Eigenschaften von Punkteregeln nach Lizenztyp
Eigenschaft/Name Core Points IBM PVU IBM RVU IBM UVU Microsoft Server Core Oracle Processor Processor Points
Gilt für Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
BYOL         Y    
Computermodell-Nr. Ja Ja       Ja Ja
Frühester Kauf           Ja  
Spätester Kauf           Ja  
Max. Taktgeschwindigkeit           Ja (oder Oracle Named User Plus)  
Höchstanzahl Kerne Ja Ja       Ja  
Höchstanzahl Kerne pro Sockel Ja Ja     Ja Ja  
Höchstanzahl Prozessoren           Ja Ja
Höchstanzahl Ressourcen     Ja        
Höchstanzahl Sockel Ja Ja       Ja  
Höchstanzahl Benutzer       Ja      
Minimum Taktgeschwindigkeit           Ja (oder Oracle Named User Plus)  
Mindestanzahl Kerne Ja Ja       Ja  
Mindestanzahl Kerne pro Sockel Ja Ja     Ja Ja  
Mindestanzahl Prozessoren           Ja Ja
Mindestanzahl Ressourcen     Ja        
Mindestanzahl Sockel Ja Ja       Ja  
Mindestanzahl Benutzer       Ja      
Name der Punkteregel Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Punkte Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Prozessortyp Ja Ja     Ja Ja Ja
Quelle Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja

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