Dublettenregel

IT-Asset-Management (Cloud)

Die Dublettenregel unterstützt Sie dabei, mögliche doppelte Benutzer auf einem System oder über mehrere Systeme hinweg zu identifizieren. Dabei wird nicht zwischen SAP- und Nicht-SAP-Systemen unterschieden.

In folgenden Fällen könnte ein Benutzer bei einer Systemvermessung mehrfach gezählt werden:

  • Der Benutzer verwendet mehrere Systeme, verfügt jedoch auf allen Systemen jeweils über eine unterschiedliche Benutzer-ID.
  • Der Benutzer verwendet nur ein System, hat jedoch auf diesem System mehrere Benutzerkonten.

Mithilfe der Dublettenregel können Sie Benutzerprimärdaten von Benutzern identifizieren, die bei der Benutzerkonsolidierung nicht konsolidiert werden, obwohl es sich jeweils um die gleiche Person handelt.

Hinweis: Da die Dublettenregel die Benutzerkonsolidierung auf besondere Weise ergänzt, sollten Sie für die Dublettenregel jeweils andere Kriterien verwenden als für die Benutzerkonsolidierung.

Beispiel: Ein Benutzer hat zwei Benutzerkonten auf zwei SAP-Systemen, wobei in einem Konto keine E-Mail-Adresse angegeben ist. Falls die Benutzerkonsolidierung auf Grundlage des Felds für die E-Mail-Adresse durchgeführt wird, würden diese beiden Konten nicht ordnungsgemäß konsolidiert. In der Folge wären für diesen einen Benutzer zwei Namenslizenzen erforderlich. Eine Dublettenregel, die auf Grundlage des Felds Nachname, Vorname durchgeführt wird, könnte feststellen, dass diese Konten dem gleichen Benutzer gehören. Der SAP-Administrator könnte dann die fehlende E-Mail-Adresse in den Benutzerprimärdaten nachtragen, und die Benutzerkonsolidierung würde beide Konten korrekt konsolidieren.

Sie geben die Auswahlkriterien (Felder in den Benutzerprimärdaten, beispielsweise die Benutzer-ID, der Benutzername, die E-Mail-Adresse oder die Abrechnungsnummer) an, die übereinstimmen müssen, damit diese Regel mögliche doppelt vorhandene Benutzer erkennt. Bei Bedarf können Sie weitere Bedingungen festlegen, um die Analyse zu verfeinern. Die Dublettenregel analysiert die Benutzerprimärdaten, um doppelte Benutzer zu identifizieren. Sie erhalten eine Liste mit potentiell doppelt vorkommenden Benutzern, die jeweils in Gruppen angeordnet sind.

Bei der Ermittlung des optimalen Lizenzstatus werden Optimierungen berücksichtigt, die durch das Anwenden von Dublettenregeln erzielt werden. Die Ergebnisse können in IT-Asset-Management auf der Seite Aktueller Status (Lizenzen > SAP-Optimierung > Aktueller Status) eingesehen werden. Dies gilt gleichermaßen für SAP-Systeme und Nicht-SAP-Systeme.

Die folgenden Schritte jedoch sind für SAP-Systeme und Nicht-SAP-Systeme jeweils unterschiedlich:

  • Auf der Seite Aktueller Status können die Ergebnisse für SAP-Systembenutzerdubletten an das SAP-Verwaltungsmodul freigegeben werden. Im SAP-Verwaltungsmodul kann ein SAP-Administrator die Benutzerdaten in den betroffenen SAP-Systemen ändern, sodass die Benutzer später erfolgreich konsolidiert werden können.
  • Ergebnisse für Dubletten auf Nicht-SAP-Systemen können nicht an ihre Remotesysteme zur Remediation gesendet werden. Stattdessen muss ein Operator mit ausreichenden Zugriffsrechten die Benutzerdaten in den Remotesystemen manuell ändern. Nachdem die Benutzerdaten geändert wurden, sollten die aktualisierten Benutzerstammdaten in die IT-Asset-Management-Datenbank importiert werden, damit die Änderungen in die Benutzerliste des Nicht-SAP-Systems übernommen werden.

Die Dublettenregel wird standardmäßig für alle verfügbaren Systeme (SAP- und Nicht-SAP-Systeme) in der Landschaft ausgeführt.

Die Dublettenregel ist in zwei Bereiche unterteilt, Allgemeine Kriterien und Benutzerdefinierte Kriterien, die jeweils ein unterschiedliches Ausmaß an Benutzerfreundlichkeit und Flexibilität bieten. Sie können bei der Konfiguration einer Regel nur allgemeine oder nur benutzerdefinierte Kriterien verwenden oder eine Kombination aus beiden.

Mit dem Flag Aktivieren (im Dialogfeld Benutzerdefinierte Kriterien) lassen sich benutzerdefinierte Kriterien ein- und ausschalten. Die allgemeinen Kriterien sind immer aktiviert und müssen nicht eingeschaltet werden.

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