Anpassen des Webservers auf der Inventarisierungsstation

IT-Asset-Management (Cloud)

Die Konfigurationsdatei für den Webserver auf der Inventarisierungsstation bietet einige Optionen, die in der Benutzeroberfläche der Inventarisierungsstation nicht angezeigt werden.

Der lokale Webserver (entweder IIS oder selbst gehostet) ist das Instrument, über das Agenten Daten an die Inventarisierungsstation übertragen. Die meisten Einstellungen für den Webserver auf der Inventarisierungsstation können auf der Benutzeroberfläche für die Inventarisierungsstation angepasst werden (siehe Seite „Lokaler Webserver“). Allerdings steht eine begrenzte Anzahl zusätzlicher Einstellungen zur Verfügung, die sich nicht über die Benutzeroberfläche festlegen lassen und die unter bestimmten Bedingungen nützlich sein können.

Einzelheiten zur Konfigurationsdatei:
  • Dateiname: BeaconEngine.config
  • Dateiformat: XML
  • Standardspeicherort: C:\Program Files (x86)\Flexera Software\Inventory Beacon\DotNet\conf\BeaconEngine.config
    Hinweis: Achten Sie besonders genau auf den Speicherort. An einem weiteren Speicherort gibt es eine zweite Datei mit identischem Namen, die zum Konfigurieren der Protokollierung dient (siehe Dateipfade für Inventarisierungsstationen).

Alle folgenden Einstellungen sind Attribute des beaconCommonSettings-Elements.

Einstellung Beispielwert Details
allowedExtensions   Eine kommagetrennte Liste der Dateinamen-Erweiterungen, die der Webserver der Inventarisierungsstation von den (auf verwalteten Geräten installierten oder per Inventarerfassung ohne Fußabdruck ausgeführten) Inventarisierungsclients akzeptiert.
authenticationType anonymous, basic Diese Einstellung gibt die Option wieder, die in der Oberfläche der Inventarisierungsstation in der Registerkarte Local Web Server (lokaler Webserver) für das Kontrollkästchen Use Basic Authentication (Standardauthentifizierung) festgelegt wird.
maxDownloadMessageSizekB 30720 (Standard) Die Obergrenze für die Größe der Dateien (in Kilobyte), die downstream an Inventarisierungsagenten übertragen werden. Diese Einstellung ist in der Oberfläche der Inventarisierungsstation nicht verfügbar.
networkname Hostname des Computers[:Port], vollständig qualifizierter Domänenname (FQDN) oder IPv4-Adresse

Standardmäßig wird der Name des lokalen Computers der Inventarisierungsstation von Downstream-FlexNet-Inventarisierungsagenten für sämtliche Uploads auf die betreffende Inventarisierungsstation verwendet. Als Portnummer wird standardmäßig 80 für HTTP bzw. 443 für HTTPS eingestellt. Alternativ kann ein benutzerdefinierter Port angegeben werden (im Format Host:Port). Unter besonderen Umständen, etwa wenn der Remote-FlexNet-Inventarisierungsagent nicht auf ein zuverlässiges DNS (Domain Name System) zugreifen kann, können Sie das Standardverhalten mit einer IPv4-Adresse, einem vollständig qualifizierten Domänennamen (FQDN) oder einem alternativen Computernamen nebst Port außer Kraft setzen. Diese Einstellung ist in der Oberfläche der Inventarisierungsstation nicht verfügbar.

Diese Einstellung dient ausschließlich zum Außerkraftsetzen (zum Ändern), nicht zum Festlegen von optionalen Alternativen. Wird dieses Attribut festgelegt, müssen alle Geräte, die Daten an diese Inventarisierungsstation übertragen, den neuen Wert, der den alten außer Kraft setzt, verwenden.

Hinweis: Dieser Wert wird automatisch auf den zentralen Anwendungsserver hochgeladen. Wenn ein Unternehmen über mehrere Inventarisierungsstationen verfügt, wird der Wert auch an alle übrigen Inventarisierungsstationen übermittelt. Daraufhin werden für sämtliche Inventarisierungsstationen des Unternehmens Failover-Einstellungen für die Geräte festgelegt, auf denen FlexNet-Inventarisierungsagenten installiert sind. Ein FlexNet-Inventarisierungsagent, der keine Verbindung zur standardmäßig festgelegten Inventarisierungsstation herstellen kann, hat dann die Möglichkeit, den Aufbau einer Datenkommunikation mit einer anderen Inventarisierungsstation der Failover-Liste zu versuchen. Dieser Wert wird an alle FlexNet-Inventarisierungsagenten verteilt, die Richtlinienupdates erhalten. Bei einigen kann es sich um ältere Versionen handeln, daher darf der Wert nicht aus der IPv6-Adressfamilie stammen, denn ältere Versionen unterstützten und unterstützen nur die IPv4-Adressfamilie. Folglich muss es sich bei diesem Wert in einem reinen IPv6-Netzwerk entweder um den Hostnamen oder den vollständig qualifizierten Domänennamen(FQDN) der Inventarisierungsstation handeln.
password Das verschlüsselte Kennwort Diese Einstellung entspricht der Festlegung, die in der Oberfläche der Inventarisierungsstation in der Registerkarte Local Web Server im Feld Password (Kennwort) bei der Standardauthentifizierung für IIS verwendet wird.
Wichtig: Seien Sie äußerst vorsichtig beim Ändern von Konten oder Kennwörtern. Sie laufen sonst Gefahr, „verwaiste“ Geräte zu erstellen, die keine Inventardaten mehr melden können. Weitere Informationen finden Sie unter Ändern von IIS-Kennwörtern auf der Inventarisierungsstation.
protocol http, https Dies entspricht der Option, die in der Oberfläche der Inventarisierungsstation in der Registerkarte Local Web Server für das Kontrollkästchen HTTPS festgelegt wird (siehe Konfiguration der Inventarisierung). Wenn dieses Kontrollkästchen deaktiviert ist, lautet die Einstellung http. Wenn das Kontrollkästchen aktiviert ist, werden verwaltete Geräte durch die protocol-Einstellung angewiesen, https zu verwenden (wird nur unterstützt, wenn auf der Inventarisierungsstation IIS verwendet wird und in der Konfiguration die Nutzung des HTTPS-Protokolls festgelegt ist).
selfHostedFirewallManageEnabled true, false Diese Einstellung gibt die Option wieder, die in der Oberfläche der Inventarisierungsstation in der Registerkarte Local Web Server für das Kontrollkästchen Configure Windows Firewall (Windows-Firewall konfigurieren) festgelegt ist. Wenn dieser Wert auf „True“ (wahr) festgelegt ist, wird von der Inventarisierungsstation versucht, die Windows-Firewall so zu konfigurieren, dass der Zugriff über den Port mit der Nummer zugelassen wird, die bei selfHostedPort angegeben ist.
selfHostedMaxUploadMessageSizekB 30720 (Standard) Die Obergrenze für die Größe der Dateien (in Kilobyte), die upstream von der Inventarisierungsstation auf den zentralen Anwendungsserver übertragen werden. Diese Einstellung ist in der Oberfläche der Inventarisierungsstation nicht verfügbar. Diese Einstellung ist ausschließlich für selbst gehostete Webserver möglich: Wenn für webServiceHost die Einstellung IIS (oder None) festgelegt ist, wird dieser Wert ignoriert.
selfHostedPort 8080 (Standard) Die Nummer des Ports, über den der selbst gehostete Webserver Daten von Downstream-Inventarisierungsagenten empfängt. Diese Einstellung entspricht dem Wert, der in der Oberfläche der Inventarisierungsstation in der Registerkarte Local Web Server im Feld Port festgelegt ist. Dieser Wert wird ignoriert, wenn für webServiceHost die Einstellung IIS (oder None) festgelegt wird oder wenn selfHostedFirewallManageEnabled auf false eingestellt ist.
username   Diese Einstellung entspricht dem Eintrag, der in der Oberfläche der Inventarisierungsstation in der Registerkarte Local Web Server im Feld Username (Benutzername) festgelegt wird.
Wichtig: Seien Sie äußerst vorsichtig beim Ändern von Konten oder Kennwörtern. Sie laufen sonst Gefahr, „verwaiste“ Geräte zu erstellen, die keine Inventardaten mehr melden können. Weitere Informationen finden Sie unter Ändern von IIS-Kennwörtern auf der Inventarisierungsstation.
webServiceHost IIS, None, SelfHost In der Oberfläche der Inventarisierungsstation in der Registerkarte Local Web Server (lokaler Webserver) entspricht dies der Einstellung der drei Optionen No local web server, <codeph>Self-hosted web server und IIS web server.

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