Nach Oracle Fusion Middleware scannen

IT-Asset-Management (Cloud)

Bei Oracle Fusion Middleware handelt es sich um eine große Familie von Softwareprodukten, die nicht zum Kernangebot von Oracle für Datenbanken und Anwendungen gehören und die zur Entwicklung, Bereitstellung und Verwaltung von Softwareservices (in einer serviceorientierten Architektur) verwendet werden. Naturgemäß muss die Nutzung jeglichen Produkts aus dieser Familie lizenziert werden.

Der FlexNet-Inventarisierungsagent ist in der Lage, das entsprechende Inventar zusammen mit bestimmten hochgeladenen Dateien, die Oracle für ein Audit verlangt, zu erfassen. Unterstützt wird dabei entweder:
  • der lokal auf dem Oracle-Server, auf dem die Fusion-Middleware-Produkte laufen, installierte FlexNet-Inventarisierungsagent
  • die Inventarerfassung ohne Fußabdruck, bei der der Hauptbestandteil des FlexNet-Inventarisierungsagenten (ndtrack) vorübergehend von einer nahe gelegenen Inventarisierungsstation heruntergeladen, ausgeführt und anschließend wieder entfernt wird
(Weitere Informationen zu den verschiedenen Methoden der Erfassung von FlexNet-Inventar erhalten Sie in der PDF-Datei Erfassen von FlexNet-Inventar, die über die Startseite der Onlinehilfe verfügbar ist.
Tipp: IT-Asset-Management wurde von Oracle für die Erfassung und Meldung von Inventar für Oracle Fusion Middleware verifiziert.
Es gibt zwei getrennte Steuerelemente die sich auf die Inventarisierung von Fusion Middleware auswirken:
  1. Das Kontrollkästchen Erfassung von Auditdaten zu Oracle Fusion Middleware aktivieren auf dieser Seite autorisiert den FlexNet-Inventarisierungsagenten, das entsprechende Inventar und die Dateien zum Hochladen zu erfassen.
  2. Das Kontrollkästchen Oracle Fusion Middleware einschließen (auf der Registerkarte Inventar der Seite IT-Asset-Management - Einstellungen Allgemeine Angaben) lässt zu, dass die hochgeladenen Daten und Dateien in das Archiv OracleGLASEvidence.zip aufgenommen werden und zur Vorlage bereitstehen, wenn ein Audit erforderlich ist. Sie können im Auditarchiv auch das Unkenntlichmachen von Daten steuern (siehe Systemeinstellungen: Registerkarte „Inventar“).
Im Normalbetrieb sollten beide Kontrollkästchen markiert werden und immer aktiviert bleiben, wenn Sie ein Fusion-Middleware-Produkt verwenden. Es kann jedoch sein, dass Sie beim Ausliefern dieser Funktionen die Datenerfassung zum Testen und Prüfen aktivieren und die Ergebnisse erst in das Auditarchiv aufnehmen möchten, wenn die entsprechenden Server durch geeignete Agenten abgedeckt sind und Sie alle erforderlichen Lizenzen konfiguriert haben.
Tipp: Für diese Datenerfassung ist ein FlexNet-Inventarisierungsagent ab Version 16.1.0 erforderlich und zur Archivaufnahme der Ergebnisse für das Audit ist Voraussetzung, dass Sie Version 56 oder eine spätere Version der Datei InventorySettings.xml heruntergeladen haben, die die aktualisierten Oracle-GLAS-Skripte enthält. Frühere Versionen des FlexNet-Inventarisierungsagenten ignorieren die Einstellungen einfach und können weiterhin in Umgebungen verwendet werden, in denen Fusion Middleware keine Rolle spielt.

So autorisieren Sie die Erfassung von Fusion-Middleware-Inventar:

  1. Vergewissern Sie sich, dass der FlexNet-Inventarisierungsagent, der auf den entsprechenden Oracle-Servern installiert ist, mindestens auf Version 16.1.0 aktualisiert wurde. Für die Inventarerfassung ohne Fußabdruck ist es am einfachsten, die entsprechende(n) Inventarisierungsstation(en) auf eine Version ab 16.1.0 umzustellen, da dies auch die eingebettete Version des FlexNet-Inventarisierungsagenten aktualisiert.
  2. Wechseln Sie auf die Seite Inventarisierungseinstellungen (Datenerfassung > IT-Assets – Inventarisierungstasks > Inventarisierungseinstellungen).
  3. Blättern Sie nach unten und stellen Sie sicher, dass der Seitenbereich Scannen von Oracle-Auditdaten ausgeklappt ist (klicken Sie bei Bedarf auf die Schaltfläche zum Ausklappen ganz rechts neben der Bereichsüberschrift).
  4. Markieren Sie das Kontrollkästchen Erfassung von Auditdaten zu Oracle Fusion Middleware aktivieren.
  5. Blättern Sie auf der Seite ganz nach unten und klicken Sie auf Speichern, um Ihre Änderungen zu übernehmen.
  6. Warten Sie ein oder zwei Tage.
    Diese Zeit wird benötigt, um die neuen Einstellungen im Rahmen einer Aktualisierung der Stationsrichtlinien an alle Inventarisierungsstationen auszuliefern (per Voreinstellung werden diese Updates jeden Morgen angefordert und ausgeliefert). Anschließend erhält jeder installierte FlexNet-Inventarisierungsagent die neuen Einstellungen, wenn er ein Update der Geräterichtlinie von seiner bevorzugten Inventarisierungsstation anfordert. Danach muss genügend Zeit vorhanden sein, um eine Inventarisierung durchzuführen und die Ergebnisse hochzuladen, woraufhin über Nacht der Inventarimport und die Berechnungen des Lizenzverbrauchs erfolgen.
  7. Halten Sie in der Fusion-Middleware-Sammlung Ausschau nach neu hochgeladenen Nachweisen. Beispiel:
    1. Wechseln Sie auf die Seite Alle Nachweise.
    2. Vergewissern Sie sich, dass die Standardregisterkarte Installationsprogramm-Nachweise ausgewählt ist.
    3. Klicken Sie über der Liste auf Filter hinzufügen, wählen Sie die Spalte Typ, dann den Wert Oracle FMW und klicken Sie anschließend auf das blaue Häkchen/Schaltfläche zum Abhaken, um die Filtereinstellung zu übernehmen.
    Es werden die Ergebnisse für alle Nachweise aufgeführt, die auf Ihren Geräten zu Oracle Fusion Middleware erfasst wurden, wie:
    • Oracle WebLogic Server (inklusive der WebLogic Suite, WebLogic Server Basic, Enterprise Edition, Standard Edition oder nicht spezifizierter Edtionen)
    • Oracle Forms
    • Oracle Reports
    Das Vorhandensein eines Nachweises des Typs OracleFMW bestätigt, dass Sie die Oracle-Erfassung von Fusion-Middleware-Inventar korrekt autorisiert haben.
    Tipp: Sie könnten auch in den Eigenschaften des inventarisierten Geräts eines beliebigen Oracle-Servers nachsehen, auf dem Fusion-Middleware-Produkte ausgeführt werden. Suchen Sie auf der Registerkarte Nachweise in der Spalte Nachweistyp Rohdaten nach dem Wert OracleFMW.
  8. Vergewissern Sie sich, dass jedes identifizierte Oracle-Fusion-Middleware-Produkt mit einer geeigneten Softwarelizenz und den Kaufdatensätzen verknüpft ist, die Ihre Berechtigungen rechtfertigen.
Wenn Inventardaten für die entsprechenden Oracle-Server verlässlich hochgeladen werden und Lizenzen ordnungsgemäß konfiguriert und verknüpft wurden, denken Sie daran, auf die Seite IT-Asset-Management - Einstellungen Allgemeine Angaben zurückzukehren und das Kontrollkästchen Oracle Fusion Middleware einschließen zu markieren, damit die Inventardaten auf Verlangen für ein Audit verfügbar sind. Das Auditarchiv wird jede Nacht im Rahmen der Inventarimporte und Lizenz-Compliance-Berechnungen automatisch aktualisiert.

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