Registerkarte „Nachweise“

IT-Asset-Management (Cloud)

IT-Asset-Management erfasst Inventarnachweise von verschiedenen Systemen und importiert diese Nachweise in Form von Rohdaten in eine Zwischendatenbank. Dort werden die Daten getestet, um festzustellen, ob sie mit Einträgen in der Bibliothek für die Anwendungserkennung übereinstimmen. Daten, die erfolgreich mit einer Regel aus der Bibliothek für die Anwendungserkennung abgeglichen werden können, werden mit dem erkannten ARL-Eintrag verknüpft. Daten, für die keine Entsprechung gefunden werden kann, werden in der Compliance-Datenbank gespeichert und für eine mögliche spätere Übereinstimmung nach Aktualisierung und Erweiterung der Bibliothek für die Anwendungserkennung aufbewahrt.

Auf der Registerkarte Nachweise können Sie Probleme mit der Anwendungserkennung untersuchen. Beginnen Sie hier mit der Überprüfung der Rohnachweise, die von diesem inventarisierten Gerät importiert wurden.

  • Um herauszufinden, warum eine Anwendung unerwarteterweise erkannt wurde, suchen Sie diese in der Spalte Zugewiesene Anwendung und Sie können den entsprechenden Nachweis sehen, der auf dem inventarisierten Gerät gefunden wurde.
  • Um herauszufinden, warum eine erwartete Anwendung nicht erkannt wird, suchen Sie auf dieser Registerkarte den entsprechenden Nachweis mit einem Wert für Zugewiesen von Nein. Gehen Sie dann in die Anwendungseigenschaften. Auf der Registerkarte „Nachweise“ dort finden Sie die Regel aus der Bibliothek für die Anwendungserkennung. Wenn die Regel nicht mit dem importierten Nachweis übereinstimmt, kann die Anwendung nicht erkannt werden.

Im Folgenden finden Sie weitere Beispiele dafür, wann und wie Sie diese Nachweise verwenden können:

  • Für einen Server, auf dem SQL Server 2014 Standard installiert ist, werden von IT-Asset-Management zwei verschiedene Editionen von SQL Server als installiert gemeldet. Sie können dies untersuchen, indem Sie die Nachweise prüfen, die zur Erkennung der zweiten Edition geführt haben. Verwenden Sie auf der entsprechenden Unterregisterkarte des von Ihnen gewählten Nachweistyps den Namen der fälschlicherweise erkannten Edition als Filter im Feld Anwendungsname, um die Nachweise auf diesem Gerät abzufragen, die zu dem unerwarteten Bericht geführt haben.
  • Eine auf einem Server installierte Anwendung wird in IT-Asset-Management nicht als installiert erkannt. Untersuchen Sie diese Sache, indem Sie versuchen, alle Nachweise zu finden, die mit der Anwendung verbunden sein könnten. Wenn zum Nachweis ein Eintrag für Zugewiesene Anwendung gehört, ist bereits eine Übereinstimmung mit der Regel in der Bibliothek für die Anwendungserkennung gefunden worden, was laut Definition bereits als ausreichender Nachweis gilt. Sie können auch nach einem Nachweis vom Herausgeber suchen, für den es in der Spalte Zugewiesene Anwendung keinen Wert gibt, und diesen Nachweis an einen vorhandenen Bibliothek für die Anwendungserkennung-Datensatz anhängen, wenn es einen gibt („Flexera erweitert“). Oder Sie erstellen Ihren eigenen Anwendungsdatensatz und Nachweis („Lokal“) und fordern optional eine neue Bibliothek für die Anwendungserkennung-Nachweisregel (in der Regel mit Platzhalterzeichen) an, die mit dem importierten Nachweisdatensatz übereinstimmt. Sie erhalten so eine sofortige Lösung, während Sie auf das entsprechende Update der Bibliothek für die Anwendungserkennung warten.

Doppelte Nachweiszeilen

Doppelte Zeilen können für importierte Nachweise aus folgenden Gründen auftreten:

  1. Mehrere Quellen: Ein einzelner Nachweis aus mehreren Quellen, die mit der gleichen Regel übereinstimmen:
    • Die ist die häufigste Ursache für doppelte Nachweiszeilen. Dieses Verhalten ist Absicht, damit Sie die Unterschiede der Nachweise vergleichen können, die von unterschiedlichen Inventardatenquellen zurückgemeldet werden.
    • Erforderliche Maßnahme: Keine. Dies ist gewolltes und normales Verhalten.
  2. Mehrere Regeln: Ein einzelner Nachweis aus einer Quelle stimmt mit mehr als einer Nachweisregel überein:
    • Angenommen es gäbe zwei Nachweisregeln:

      Herausgeber; "Flex%", Name: "%", Version: "%"

      Herausgeber: "Flexera", Name: "%", Version: "%"

    • Erforderliche Maßnahme: Sie sollten überprüfen, ob wirklich beide Regeln benötigt werden. Wenn beide mit derselben Anwendung verknüpft sind, hat das keine Auswirkung auf die Erkennung und sollte daher kein Problem darstellen. Wenn es irgendwelche Bedenken gibt und beide als Quelle „Flexera“ aufweisen, können Sie dies mit dem Content-Team besprechen.
  3. Mehrere Produkte: Auf einem einzigen inventarisierten Gerät wird ein Nachweis verwendet, um SQL Server (Unbekannte Komponente) 2012 zu erkennen, und ein anderer Nachweis identifiziert darüber hinaus die Anwendungen SQL Server Management Tools 2012 und SQL Server 2012 Standard. Die Rangfolgeregeln in der Bibliothek für Anwendungserkennung legen fest, dass es sich bei der „unbekannten Komponente“ um eine der beiden erkannten Anwendungen handeln könnte, daher müssen auf der Registerkarte Nachweise zwei verschiedene Zeilen ausgewiesen werden, damit beide Anwendungen identifiziert werden:
    • In der ersten Zeile wird in der Spalte Zugewiesene Anwendung SQL Server (Unbekannte Komponente) 2012 angezeigt und in der Spalte Erkannte Anwendung SQL Server Management Tools 2012.
    • Auch in der zweiten Zeile zeigt die Spalte Zugewiesene Anwendung SQL Server (Unbekannte Komponente) 2012, während die Spalte Erkannte Anwendung hier SQL Server 2012 Standard anzeigt.
    • Erforderliche Maßnahme: Keine Maßnahme erforderlich. Lassen Sie sich nicht davon verwirren, dass in der Spalte Zugewiesene Anwendung in beiden Zeilen der gleiche Wert angezeigt wird, sondern verwenden Sie die Werte in der Spalte Erkannte Anwendung, um die Anwendungen besser zu verstehen, deren Anzeige Sie in den Eigenschaften für dieses inventarisierte Gerät auf der Registerkarte Anwendungen erwarten.
  4. Doppelte Nachweise: Datensätze, die auf den ersten Blick gleich erscheinen, können bei näherer Betrachtung doch unterschiedlich sein. Nachweise beispielsweise, die von Microsoft SCCM erfasst wurden, können unterschiedliche Produktcodes wie 6.01, 6.02, 6.03 usw. enthalten.
    • IT-Asset-Management zeigt diese Datensätze separat an, auch wenn die feinen Unterschiede nicht sichtbar sein können. Dies ist jedoch kein Grund zur Sorge, weil die Nachweise zum Erkennen einer einzigen Anwendung zusammengefasst werden.
    • Erforderliche Maßnahme: Keine Maßnahme erforderlich, da die Nachweise zur Übereinstimmung mit einer einzigen Anwendung vereinigt werden.
In dieser Registerkarte sind folgende Typen von Nachweisen verfügbar, die über die untergeordneten Registerkarten oben auf der Seite ausgewählt werden können:
Jeder Datensatz enthält Details der Inventardatenquelle für diesen Nachweises, egal, ob der Nachweis durch die Bibliothek für die Anwendungserkennung erkannt wurde und ob er einer Anwendung zugewiesen ist oder nicht.
Hinweis: Zu jeder Anwendungsinstallation können mehrere Nachweisdatensätze gehören, daher sollten Sie auf allen Unterregisterkarten nachsehen und jeden gefundenen Nachweis überprüfen.
Einschränkung: Die Schaltfläche Nachweise ist nicht verfügbar, wenn eine der folgenden Bedingungen zutrifft:
  • Sie erstellen manuell einen neuen Datensatz für ein inventarisiertes Gerät.
  • Das inventarisierte Gerät ist eine VDI-Vorlage oder ein mobiles Gerät.
  • Es gibt keine Inventardatenquelle, die dieses inventarisierte Gerät meldet (oder die Inventardatenquelle ist Manuell).

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