Bestand aus Oracle-Datenbankumgebung erfassen

IT-Asset-Management (Cloud)
Die Option Bestand aus Oracle-Datenbankumgebung erfassen ermöglicht eine direkte Verbindung von der FlexNet Beacon-Engine auf einer Inventarisierungsstation, um Inventar von allen Oracle-Datenbanken innerhalb der „Verwaltungssphäre“ der Inventarisierungsstation (also entweder dem ihr zugewiesenen Subnetz oder ihrer AWS-Region) zu erfassen. Diese direkte Verbindung ist in folgenden Fällen hilfreich:
  • Sie können den FlexNet-Inventarisierungsagenten nicht auf jedem Oracle-Server installieren. (Bei einer lokalen Installation erfasst der FlexNet-Inventarisierungsagent Oracle-Inventar automatisch.)
  • Ihre Oracle Database wird in RDS (Amazon Relational Database Service) ausgeführt, wo eine lokale Inventarisierung nicht möglich und die direkte Inventarisierung die einzige Option ist.
  • Zugriffsbeschränkungen hindern Inventarisierungsstationen daran, sich mit allen Geräten in ihrem jeweils zugewiesenen Subnetz zu verbinden, um Oracle-Datenbankinstallationen zu ermitteln.
Die Einstellung Bestand aus Oracle-Datenbankumgebung erfassen schreibt keine Methode zur Ermittlung von Oracle-Datenbankinstallationen vor. Das Herstellen einer direkten Verbindung erfordert Details des Oracle-Listeners und der Services für jede Installation, aber diese Details können auf vielerlei Art und Weise bereitgestellt werden:
  • Sie können IT-Asset-Management die Listener- und Service-Details auf der Registerkarte Datenbanken der Seite mit den Eigenschaften des ermittelten Geräts manuell hinzufügen. Weitere Informationen finden Sie unter Erstellen von Listenern und Diensten.
  • Sie können eine TNSNames.ora-Datei verwenden, die vom OEM-Adapter generiert oder von einer Oracle-Datenausgabe kopiert werden kann und die standardmäßig unter C:\ProgramData\Flexera Software\Repository\TNSNames\ auf der Inventarisierungsstation hinterlegt wird.
  • Auf der Registerkarte Aktion Ihrer Einstellungen für die Ermittlungs- und Inventarisierungsregeln können Sie Oracle-Datenbankumgebungen ermitteln zusammen mit Netzwerkscan auswählen, um die Oracle-Datenbankinstanzen dort zu ermitteln, wo der Ermittlung keine Zugriffsbeschränkungen entgegenstehen. Wenn Sie diese Einstellungen beide aktivieren, achten Sie darauf, die Werte für die Ports wie für Ihre Umgebung nötig anzupassen.
  • Für die Instanzen von Oracle Database, die im Amazon Relational Database Service (RDS) ausgeführt werden, können Sie den Amazon-Connector verwenden, um die erforderlichen Details zu ermitteln, mit denen sich die von Ihnen ausgewählte Inventarisierungsstation direkt mit der jeweiligen aktiven Instanz verbinden kann (Details dazu finden Sie unter Konfigurieren von Verbindungen zu AWS mithilfe von IAM-Rollen). Jede Inventarisierungsstation kann dann einer bestimmten AWS-Region zugewiesen werden, um den Umfang der Inventarisierung im gemeinsamen Zeitplan zu begrenzen (Einzelheiten dazu finden Sie unter Registerkarte „Cloud regions“ (Cloud-Regionen)).
    Tipp: Wenn Sie den weniger üblichen Weg der Installation von Oracle Database auf einer AWS-EC2-Instanz wählen, beachten Sie, dass es auf EC2 keine Automatisierung weder für die Ermittlung noch für die direkte Inventarisierung von Oracle-Datenbankinstallationen gibt. Diese Funktionen gelten nur für Amazon RDS.
  • Ihre Inventarisierungsregel kann vorsehen, zuvor ermittelte Geräte zu verwenden. Vielfach (zum Beispiel in Ihrem standortgebundenen Datennetz) können für diese Ermittlung alle möglichen verfügbaren Ermittlungsmethoden verwendet worden sein. Für Oracle Database in Amazon RDS muss die Ermittlung durch den Amazon-Connector oder (schlimmstenfalls) mithilfe manuell erfasster Details erfolgen.

So konfigurieren Sie die direkte Oracle-Inventarisierung durch eine Inventarisierungsstation:

  1. Konfigurieren Sie die Aktion Ermittlung und Inventarisierung (oder Nur Inventarisierung) in Ihrer Regeldeklaration.
    Beide Aktionstypen setzen voraus, dass Sie auch eine der oben beschriebenen Ermittlungsmethoden auswählen. Die Auswahl richtet sich danach, wo Ihre Oracle Database ausgeführt wird. Wenn Sie die Aktion Nur Inventarisierung auswählen und eine Ermittlungsmethode wählen, die normalerweise mit Bereits ermittelte Geräte verwenden verknüpft ist, besteht keine Notwendigkeit, auch diese Option auszuwählen, das sie standardmäßig verwendet wird.
    Tipp: Für eine in der Amazon-Cloud ausgeführte Oracle-Datenbank nutzen Sie zuerst den Amazon-Connector für die Ermittlungsarbeit. Während dieser Connector EC2-Geräte ermittelt, ermittelt er daneben auch Oracle-Datenbankinstanzen, die in RDS (Amazon Relational Database Service) ausgeführt werden (Details zur Verbindung finden Sie unter Konfigurieren von Verbindungen zu AWS mithilfe von IAM-Rollen). Wenn die resultierenden RDS-Daten importiert werden, wird dadurch automatisch ein Datensatz für ein ermitteltes Gerät erstellt, der zur Inventarisierung durch eine direkte Verbindung zur installierten Oracle-Datenbank genutzt wird. Außerdem wird ein Datensatz für ein inventarisiertes Gerät erstellt, der das Gerät repräsentiert, auf dem die Datenbank installiert ist. Als Nächstes können Sie in den Eigenschaften der von Ihnen gewählten Inventarisierungsstation auf der Registerkarte Cloud-Regionen festlegen, welche Amazon-RDS-Region angesprochen werden soll (siehe Registerkarte „Cloud regions“ (Cloud-Regionen)). Stellen Sie bei der Arbeit mit der Inventarisierungsstation sicher, dass die Anmeldeinformationen für die entsprechenden Oracle-Datenbankinstanzen im Kennwortspeicher hinterlegt werden. Da die gesamte Ermittlung und Vorbereitung ohne die Seite Ermittlungs- und Inventarisierungsregeln stattfindet, aktivieren Sie entweder Bereits ermittelte Geräte verwenden in Ihrer Aktion zur Ermittlung und Inventarisierung oder wählen Sie die Aktion Nur Inventarisierung, bei der diese zuvor ermittelten Geräte automatisch verwendet werden.
  2. Erweitern Sie auf der Registerkarte Aktionen den Bereich Oracle-Datenbankumgebungen, aktivieren Sie in der Aktionsdefinition die Option Bestand aus Oracle-Datenbankumgebung erfassen und nehmen Sie diese Aktion in die Regeldefinition auf.
  3. Wenn die Regel ausgeführt wird, verbindet sich die FlexNet Beacon-Engine auf jeder Inventarisierungsstation mit jeder aktiven Oracle-Datenbank, die auf dem Ziel vorhanden ist, und erfasst nur Oracle-Datenbankinventar.
    Tipp: Mit dieser Methode der direkten Verbindung von der Inventarisierungsstation sind nur Verbindungen zu aktiven Datenbankinstanzen möglich. Wenn Sie in Ihrer lokalen Umgebung Inventar von Datenbankinstanzen im Standby-Betrieb erfassen müssen, verwenden Sie einen lokal installierten FlexNet-Inventarisierungsagenten. (Inventarisierung von Instanzen im Standby-Betrieb ist nur in Amazon RDS möglich.)
  4. Jede Inventarisierungsstation lädt Oracle-Datenbankinventar in IT-Asset-Management hoch.
    Tipp: Manche Oracle-Lizenzen basieren auf der Hardwarekonfiguration, beispielsweise der Anzahl der Prozessorkerne. Dieses generelle Inventar ist normalerweise nicht durch direkten Zugriff auf die Oracle-Datenbank verfügbar. Um genaue Informationen über verbrauchte Lizenzen zu erhalten, empfiehlt Ihnen Flexera, wenn möglich (zusätzlich oder stattdessen) den FlexNet-Inventarisierungsagenten lokal auf dem Oracle-Server zu installieren und dann die Option Hardware- und Software-Inventar von allen Zielgeräten erfassen im Bereich Allgemeine Hardware- und Software-Inventarisierung der Aktionsdefinition auszuwählen. (Dies ist beispielsweise nicht für Amazon RDS möglich; in diesem Fall erfasst IT-Asset-Management automatisch die Anzahl der Threads – oder, wie Oracle es nennt, vCPUs – durch eine direkte Verbindung zur Oracle-Datenbank, die in Amazon RDS ausgeführt wird. Diese speziellen Funktionen ermöglichen es IT-Asset-Management zum Beispiel, in den Geräteeigenschaften auf der Registerkarte Hardware einen Datensatz für ein inventarisiertes Gerät anzulegen, der die Anzahl der Threads (oder vCPUs) enthält. Diese Anzahl kann das als Faktor bei der Berechnung des Lizenzverbrauchs verwendet werden.