Lizenzmobilitätsrechte

IT-Asset-Management (Cloud)

Lizenzmobilität kann Folgendes bedeuten:

  • Das Recht, eine lizenzierte Installation von einem Computer auf einen anderen zu übertragen, vor allem bei virtuellen Computern, bei denen eine Lizenz das Migrieren eines virtuellen Computers von einem physischen Host auf einen anderen innerhalb eines bestimmten Zeitraums erlaubt. In der Regel beinhaltet dies das Transferieren der Software auf andere Server innerhalb einer Serverfarm (wobei Serverfarmen Ihres Unternehmens sich von ausgelagerten Servern in der Cloud unterscheiden).
  • Das Recht, lizenzierte Software mit einem Deployment für externe Dienstanbieter verfügbar zu machen, z. B. Anbieter von Public- oder Private-Cloud-Diensten. (Dies wird manchmal als „Bring your own license“ bezeichnet.)
Hinweis: Alle Steuerelemente in diesem Bereich dienen nur zur Information und haben keinen Einfluss auf die Compliance-Berechnungen. Unter Umständen werden von Bibliotheken für Produktnutzungsrechte (Product Use Rights Library, PURL) Standardwerte für bestimmte Lizenztypen festgelegt, die jedoch nur die Erstellung neuer Lizenzen betreffen.

Unterstützte Lizenztypen

Dieses Recht ist für folgende Lizenztypen verfügbar:
  • Device
  • IBM PVU
  • Microsoft Server Core
  • Microsoft Server/Management Core
  • Microsoft Server Processor
  • Named User
  • Oracle Database Processor
  • User.

Wählen Sie Dieser Vertrag gewährt verknüpften Lizenzen Lizenzmobilitätsrechte und anschließend eine oder mehrere der folgenden Optionen:

Steuerelemente

Steuerelemente Details
Zu dieser Lizenz gehören keine Verträge mit geltenden Lizenzmobilitätsrechten Dieser Schriftzug weist darauf hin, dass mit dieser Lizenz kein Vertrag verknüpft ist, in dem geltende Lizenzmobilitätsrechte enthalten sind. Lizenzmobilitätsrechte können von einem Vertrag geerbt oder in diesem Abschnitt festgelegt werden. Dieser Schriftzug wird angezeigt, wenn der mit der Lizenz verbundene Vertrag keine Lizenzmobilitätsrechte enthält. Siehe Registerkarte „Verträge“.
Lizenzmobilitätsrechte aus Vertrag erben
Zeigt den Namen des verknüpften Vertrags an, von dem diese Lizenz Regeln und Berechtigungen für den Lizenzverbrauch erben kann. Durch Aktivieren dieses Kontrollkästchens legen Sie fest,IT-Asset-Management dass Lizenznutzungsrechte und -regeln dynamisch von einem automatisch ausgewählten verknüpften Vertrag geerbt werden. Wenn eine Lizenz mit mehreren Verträgen verknüpft ist, erbt die Lizenz gemäß den folgenden Bedingungen Nutzungsrechte und -regeln von einem der verknüpften Verträge:
  • Wenn bei einem der verknüpften Verträge im Feld Permanent der Wert Ja angegeben ist, werden seine Nutzungsrechte und Regeln von der Lizenz geerbt.
  • Wenn bei keinem der verknüpften Verträge im Feld Permanent der Wert Ja angegeben ist, erbt die Lizenz die Nutzungsrechte und -regeln vom Vertrag, der im Feld Ablaufdatumden höheren Wert aufweist.
  • Wenn bei keinem der verknüpften Verträge im Feld Permanent der Wert Ja angegeben ist und alle verknüpften Verträge denselben Wert im Feld Ablaufdatum aufweisen, erbt die Lizenz die Nutzungsrechte und -regeln von dem Vertrag, der in der Datenbankreihenfolge an erster Stelle steht (in der Regel, der Vertrag, der zuerst angelegt wurde).
  • Wenn bei allen verknüpften Verträgen im Feld Permanent der Wert Ja angegeben ist oder alle verknüpften Verträge das gleiche Ablaufdatum aufweisen, erbt die Lizenz die Nutzungsrechte und -regeln von dem Vertrag, der in der Reihenfolge der Datenbank an erster Stelle steht.
    Hinweis: Sie können keine anderen Optionen für Rechte verwenden, wenn Sie dieses Kontrollkästchen aktivieren.
Lizenzen können erst nach einem festgelegten Zeitraum einem anderen Gerät neu zugewiesen werden (oder bei benutzerbasierten Lizenzen einem anderen Benutzer).

Aktivieren sie dieses Kontrollkästchen, wenn eine Lizenz erfordert, dass eine Softwareinstallation eine Berechtigung für eine gewisse Mindestdauer verbrauchen muss, bevor die Lizenz einem anderen Computer (oder Benutzer bei benutzerbasierten Lizenzen) zugewiesen werden kann Wenn dieses Kontrollkästchen aktiviert ist, wird das nachfolgende Steuerelement zur Auswahl des Zeitraums verfügbar. Ein typisches Beispiel für einen solchen Zeitraum ist die 90-Tage-Regel von Microsoft.

Deaktivieren Sie das Kontrollkästchen, wenn keine Bestimmung in der Lizenz die Neuzuweisung von Lizenzen zeitlich einschränkt.

Mindestanzahl Tage vor Neuzuweisung

Dieses Steuerelement ist nur verfügbar, wenn das Kontrollkästchen darüber aktiviert ist. Geben Sie die Anzahl der Tage für den von der Lizenz geforderten Zeitraum manuell oder über das Drehfeld ein. Der Standardwert lautet 90 Tage.

Zur Nutzung mit Clouddienstanbietern zugelassen

Wenn diese Lizenz die Nutzung der Software über einen externen oder ausgelagerten Hostingdienst (Clouddienstanbieter) zulässt, aktivieren Sie dieses Kontrollkästchen. Diese Vereinbarung wird auch als „BYO license“ bezeichnet, bei der Sie einen Vertrag für IaaS-Leistungen (IaaS = Infrastructure as a Service) abgeschlossen haben, aber dennoch dafür verantwortlich sind, (mindestens) diese Lizenz für auf ausgelagerten Servern installierte Software bereitzustellen.

Unter Umständen haben Software-Herausgeber besondere Bestimmungen für in der Cloud verbrauchte Lizenzen. Unter Umständen tritt diese Bestimmung für Lizenzmobilität nur bei einigen bestimmten Cloud-Anbietern in Kraft. Zur Gewährleistung einer vollständigen Compliance müssen Sie sicherstellen, dass die Installation von einem dafür zugelassenen Cloud-Anbieter gehostet wird.

Die Lizenzvereinbarung erfordert möglicherweise auch aktuelle Wartungsverträge (im Falle von Microsoft aktuelle Software Assurance, die alle benötigten Lizenzen abdeckt, einschließlich CAL- und Konnektoren-Lizenzen). Bei Microsoft heißt das Recht zur Bereitstellung von Software für Clouddienstanbieter „Lizenzmobilität durch Software Assurance“.

Softwareherausgeber können auch fordern, dass eine zulässige Lizenz unter einem bestimmten Kaufvertrag erworben wurde. Bei IBM-Produkten müssen Lizenzen beispielsweise unter der Passport Advantage-Vereinbarung gekauft werden, um für ein Deployment in der Cloud zugelassen zu sein.

Tipp: Verwenden Sie diese Einstellung für die Lizenz in Verbindung mit Befindet sich im Rechenzentrum eines Dienstanbieters (Cloud) in den Eigenschaften der virtuellen Computer, auf denen Software unter dieser Lizenz ausgeführt wird, auf der Registerkarte Allgemeine Angaben.
Höchstanzahl virtuelle Prozessoren pro Lizenz

Dieses Feld wird für Lizenzen des Typs „Microsoft Server Processor“ angezeigt und betrifft berechtigte und von der Software Assurance abgedeckte Produkte. Prüfen Sie Ihre Lizenzbedingungen sorgfältig.

Dieses Feld ist nur verfügbar, wenn das Kontrollkästchen darüber aktiviert ist. Dies ist die maximale Anzahl an virtuellen Prozessoren, die eine Betriebssystemumgebung (Operating System Environment, OSE) unterstützen und von einer einzigen Lizenz abgedeckt werden können. Der Standardwert ist 0, andere Werte (z. B. 4 ) können aber von der PURL über Vorlagen festgelegt werden. Wie üblich muss Software in jeder OSE separat lizenziert werden. Der Wert in diesem Feld erhöht die finanziellen Lizenzverbindlichkeiten bei leistungsfähigeren virtuellen Computern. Beispiel:

PVU-Limit gilt

Dieses Kontrollkästchen wird nur für IBM PVU-Lizenzen angezeigt und ist nur verfügbar, wenn das darüber liegende Kontrollkästchen Verwendung mit Cloud-Dienstanbietern ist zulässig aktiviert wurde.

Einige Produktlizenzen geben eine PVU-Obergrenze für jede virtuelle Instanz an. Ist dies bei Ihrer Lizenz der Fall, aktivieren Sie dieses Kontrollkästchen, und füllen Sie das nachfolgende Feld aus.

PVU-Berechtigungslimit

Dieses Steuerelement ist nur bei IBM PVU-Lizenzen und nur dann verfügbar, wenn das darüber liegende Kontrollkästchen PVU-Limit gilt aktiviert ist.

Wenn Ihre Lizenz eine PVU-Obergrenze für jede EC2-Instanz vorsieht, geben Sie den Wert manuell oder über das Drehfeld hier ein.

Tipp: Der Wert dient nur zur Information und wird aktuell nicht in Compliance-Berechnungen verwendet.

Höchstanzahl virtuelle Kerne pro Instanz

Wird nur für Lizenzen des Typs „Oracle Processor“ angezeigt. Wird die Software in der Cloud ausgeführt, ist die Lizenzierungsmetrik die Zahl der virtuellen Kerne, die dem virtuellen Computer zugewiesen sind. Diese darf die von der Lizenz zugelassene Höchstzahl nicht überschreiten und ist hier angegeben. Der angezeigte Wert kann von Ihrer heruntergeladenen PURL initialisiert werden. Sie können den entsprechenden Wert manuell oder über das Drehfeld eingeben.

Anzahl der Kerne pro Sockellizenz

Wird nur für Lizenzen des Typs „Oracle Processor“ angezeigt. Bei Produkten, die normalerweise nach Sockelanzahl lizenziert werden, müssen die virtuellen Kerne für ein Deployment in der Cloud in eine entsprechende Sockelanzahl konvertiert werden. Bei den Editionen Oracle Database Standard und Standard One etwa werden jeweils vier Kerne in einen entsprechenden Sockel konvertiert (und aufgerundet). Der angezeigte Wert kann von Ihrer heruntergeladenen PURL initialisiert werden. Sie können den korrekten Wert für Ihre Lizenz manuell oder über das Drehfeld eingeben.

Drittanbieter dürfen verknüpfte Anwendungen nutzen

Einige Lizenzen erlauben die Nutzung von Software durch Berater, Auftragnehmer oder Mitarbeiter, die von zu Hause (z. B. auf ihren eigenen Computern) arbeiten und in der Regel virtuelle Geräte verwenden. Ein Beispiel ist die Lizenz Microsoft Virtual Device Access, eine Abonnement-Lizenz mit einer Gültigkeitsdauer von einem Jahr. Die 90-Tage-Regel gilt bei der Neuzuweisung dieser Lizenz.

Aktivieren Sie für solche Lizenzen dieses Kontrollkästchen. Es ist für alle Lizenztypen verfügbar.

Hinweis: Dieses Steuerelement dient nur zur Information und wird derzeit nicht bei Compliance-Berechnungen berücksichtigt.

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