Inventarisierungsagent für automatische Bereitstellung

IT-Asset-Management (Cloud)
Dieser Abschnitt steuert zwei Ergebnisse:
  • Die Version des für alle Übernahmen eingesetzten FlexNet-Inventarisierungsagenten (oder automatische Bereitstellung des FlexNet-Inventarisierungsagenten auf neu ermittelten Geräten), unabhängig von der Plattform
  • Upgrades (oder Downgrades) „richtliniengesteuerter“ Installationen des FlexNet-Inventarisierungsagenten für jede Art von Betriebssystemplattform (Installationen des FlexNet-Inventarisierungsagenten, die Inventar automatisch auf eine Inventarisierungsstation hochladen, werden durch eine Geräterichtlinie gesteuert. Dabei handelt es sich um eine Datei, in der der gewünschte Status und die Prozesse festgelegt sind.)
    Hinweis: Für auf Richtlinien basierende Upgrades spielt die Methode der ursprünglichen Bereitstellung des FlexNet-Inventarisierungsagenten, ob durch Übernommen oder durch Agentenbreitstellung durch Fremdanbieter, keine Rolle. Wenn der Agent das Inventar auf eine verbundene Inventarisierungsstation hochlädt, wird er durch eine Richtlinie gesteuert und von dieser Seite verwaltet. Wenn die Inventarisierungsstation nicht verbunden ist, oder wenn Sie anstelle des vollständigen FlexNet-Inventarisierungsagenten Kernkomponenten separat bereitgestellt haben, müssen Sie deren Upgrade getrennt verwalten. Weitere Informationen finden Sie in der PDF-Datei Erfassen von FlexNet-Inventar, die über die Startseite der Onlinehilfe verfügbar ist.
Tipp: Die Inventarisierungseinstellung gibt (über Richtlinien) den FlexNet-Inventarisierungsagenten die Berechtigung, selbstständig Upgrades (oder Downgrades) auf die angegebene Version durchzuführen. Diese Einstellung kann daher nur auf solchen Plattformen zur Anwendung kommen, auf denen der FlexNet-Inventarisierungsagent Funktionen für selbstständige Updates enthält. Derzeit enthalten FlexNet-Inventarisierungsagenten auf Debian oder Ubuntu Linux keine Funktionen für selbstständige Updates. Auf diesen Plattformen haben Sie folgende Möglichkeiten:
  • Stellen Sie neue Versionen des FlexNet-Inventarisierungsagenten manuell bereit.
  • Verwenden Sie Ihr bevorzugtes Fremdanbietertool für die Bereitstellung, um Updates an FlexNet-Inventarisierungsagenten freizugeben.
  • Deinstallieren Sie die alten Versionen des FlexNet-Inventarisierungsagenten und richten Sie die Geräte einmal mehr als Ziel für die Übernahme durch IT-Asset-Management ein.
In diesem Abschnitt können Sie festlegen, welche Plattformen die Berechtigung haben, sich selbst zu aktualisieren. Die nicht ausgewählten Plattformen unterliegen dann Ihrer Verwaltung durch ein Fremdanbietertool. Sie können dort auch den Zeitpunkt der Einführung neuer Versionen steuern, indem Sie festlegen, ab wann die neue Version zur Verwendung in Ihrer Produktionsumgebung zugelassen ist (ob für selbstständige Upgrades oder für die Übernahme).
Tipp: Wenn auf einem inventarisierten Gerät bereits eine Version des FlexNet-Inventarisierungsagenten ausgeführt wird, die nach der von Ihnen hier angegebenen Version freigegeben wurde, wird bei der nächsten Aktualisierung der Richtlinie für den FlexNet-Inventarisierungsagenten automatisch ein Downgrade auf die von Ihnen angegebene Version durchgeführt. Mithilfe dieser Methode können auf ausgewählten Plattformen Versionen des FlexNet-Inventarisierungsagenten zurückgesetzt werden. Die von Ihnen in diesem Steuerelement angegebene Version ist die einzige Version, die auf den von Ihnen ausgewählten Plattformen zugelassen ist, und der installierte FlexNet-Inventarisierungsagent funktioniert gemäß Ihrer Spezifikation, die er durch die Geräterichtlinie erhält.
Hinweis: Informationen zu Situationen, in denen automatische Upgrades nicht empfehlenswert sind, finden Sie unter Vorsichtsmaßnahmen bei der automatischen Bereitstellung des Inventarisierungsagenten.

So verwalten Sie Übernahme und selbstständige Upgrades des FlexNet-Inventarisierungsagenten:

  1. Wählen Sie einen Wert aus der Dropdownliste Bereitzustellende Version, um die Zielversion für den FlexNet-Inventarisierungsagenten festzulegen, die für die Übernahme und für Upgrades auf den Plattformen verwendet werden soll, die Sie auswählen:
    • nn.nn.nn (latest): Die jüngste auf dem Anwendungsserver verfügbare Version ist durch (latest) in Klammern gekennzeichnet. Nur auf den Plattformen, die Sie im nächsten Steuerelement auswählen, aktualisiert sich der FlexNet-Inventarisierungsagent eigenständig auf die neueste Version, sobald diese auf eine zugängliche Inventarisierungsstation heruntergeladen wurde.
    • nn.nn.nn: Es werden alle, derzeit auf dem Anwendungsserver verfügbaren Upgrade-Pakete aufgelistet. Standardmäßig enthalten neue Implementierungen nur die aktuelle Version des FlexNet-Inventarisierungsagenten. Aufgerüstete Systeme beginnen per Voreinstellung bei Version 13.1.1. Wenn Sie zuvor jedoch automatische Upgrades angefordert haben, die für eine Version vor 13.1.1 aktiviert waren, wird auch diese ausgewählte Version in der Dropdownliste Bereitzustellende Version angezeigt. Sie können eine beliebige Version auswählen. Diese kann eine Nachfolger- oder Vorgängerversion der Version sein, die derzeit auf den anvisierten inventarisierten Geräten eingesetzt wird, auf denen das Betriebssystem ausgeführt wird, das Sie unter Plattformoptionen angeben.
      Tipp: In seltenen Fällen kann die von Ihnen ausgewählte Version auch mit einer Warnung versehen sein, dass sie veraltet ist. Das ist dann der Fall, wenn in dieser Version ein schwerwiegender Fehler festgestellt wurde. Dann empfiehlt es sich, eine andere Version auszuwählen. Wenn die veraltete Version nicht länger ausgewählt ist, wird sie auch aus der Liste gelöscht.
  2. Wählen Sie eine der folgenden Werte aus der Dropdownliste Upgrade-Modus.
    • Kein automatischer Upgrade: FlexNet-Inventarisierungsagenten führen auf keiner Plattform automatisch eigenständige Upgrades durch. Sie übernehmen dann selbst die Verantwortung für Upgrades mithilfe separater Technik oder eigenen Methoden. Weiter mit Schritt 3.
    • Upgrade für ausgewählte Plattformen durchführen: Wählen Sie diese Option, um die Plattformen festzulegen, auf denen der FlexNet-Inventarisierungsagent bei der nächsten Aktualisierung der Richtlinie automatisch auf die neue Version umstellen soll. Upgrade-Pakete werden automatisch an die Inventarisierungsstationen verteilt, sobald sie auf dem zentralen Anwendungsserver verfügbar sind, in der Regel nach jedem Upgrade des Produkts. Zur Auswahl wird die Liste mit den Plattformoptionen angezeigt. Markieren Sie in der Liste Plattformoptionen das Kontrollkästchen für mindestens eine Plattform. Die Auswahl aller Plattformen ist dann sinnvoll, wenn Sie die eingesetzten Versionen des FlexNet-Inventarisierungsagenten global auf eine beliebige Vorgängerversion der neuesten Version beschränken möchten.
      Tipp: Instanzen des FlexNet-Inventarisierungsagenten, die auf Plattformen installiert sind, die Sie nicht auswählen, werden durch die Richtlinie nicht geändert und behalten die derzeit installierte Version bei (es erfolgt weder ein Upgrade noch ein Downgrade). Da nicht ausgewählte Plattformen von den aktuellen Einstellungen nicht berührt werden, können Sie diese Steuerelemente verwenden (und wiederverwenden), um ein Szenario wie im folgenden Beispiel umzusetzen: Version X für Windows-Geräte freigeben, sobald das für Windows zuständige Team seine Tests beendet hat. Wochen später, wenn z. B. das Linux-Team seine Tests beendet hat, geben neue Einstellungen auf dieser Seite Version X für die Linux-Plattform frei, während andere Plattformen davon nicht beeinflusst werden.
    • Upgrade für ausgewählte Plattformen in ausgewählten Zielen durchführen: Wählen Sie diese Option, um die Ziele festzulegen, auf denen der FlexNet-Inventarisierungsagent (in Bezug auf die ausgewählten Plattformen) bei der nächsten Aktualisierung der Richtlinie automatisch auf die neue Version umstellen soll. Wenn beispielsweise Windows und Mac OS X die einzigen ausgewählten Plattformoptionen und A, B und C die einzigen ausgewählten Ziele sind, aktualisiert sich der FlexNet-Inventarisierungsagent bei der nächsten Aktualisierung der Richtlinie automatisch unter Windows und Mac OS X auf den Zielen A, B und C. Auf Plattformen und Zielen, die Sie nicht auswählen, bleiben sich im Betrieb befindende FlexNet-Inventarisierungsagenten völlig unberührt von der aktuellen Einstellung, und verwenden vorerst weiterhin die bereits vorhandene Version des FlexNet-Inventarisierungsagenten. Upgrade-Pakete werden automatisch an die Inventarisierungsstation verteilt, sobald sie auf dem zentralen Anwendungsserver verfügbar sind. Wenn Sie Upgrade für ausgewählte Plattformen in ausgewählten Zielen durchführen auswählen, wird eine Liste aller derzeit ausgewählten Ziele zusammen mit dem Feld Suchen angezeigt. Hier können Sie nach Zielen suchen, ein oder mehrere Ziele aus der Liste mit den Suchergebnissen auswählen und auf die Schaltfläche Ziele hinzufügen klicken, um die Ziele den bereits ausgewählten Zielen hinzuzufügen. Um aktuell ausgewählte Ziele aus der zweiten Liste zu entfernen, markieren Sie die Kontrollkästchen neben den zu entfernenden Zielen und klicken Sie auf die Schaltfläche Entfernen.
      Wichtig: Um diese Funktion zu verwenden, müssen Sie Ihre FlexNet Beacon-Installationen auf die Version installieren, die mit 2019 R1.3 (FlexNet Beacon Version 13.5.x) oder einer späteren Version ausgeliefert wurde.
      Hinweis: Wenn als Upgrade-Modus Upgrade für ausgewählte Plattformen in ausgewählten Zielen durchführen eingerichtet ist, müssen mindestens eine Plattform und mindestens ein Ziel ausgewählt werden. Nur die eine Version, die in der Dropdownliste Bereitzustellende Version ausgewählt wird, kann auf den ausgewählten Plattformen in den ausgewählten Zielen bereitgestellt werden.
      Hinweis: Ziele werden auf der Registerkarte Ziele der Seite Ermittlungs- und Inventarisierungsregeln erstellt und verwaltet.
      Tipp: Instanzen des FlexNet-Inventarisierungsagenten, die auf Plattformen installiert sind, die Sie nicht auswählen, werden durch die Richtlinie nicht geändert und behalten die derzeit installierte Version bei (es erfolgt weder ein Upgrade noch ein Downgrade). Da nicht ausgewählte Plattformen von der aktuellen Einstellung nicht berührt werden, können Sie diese Steuerelemente verwenden (und wiederverwenden), um ein Szenario umzusetzen wie etwa die Freigabe einer bestimmten Version des FlexNet-Inventarisierungsagenten für einen Satz an Plattformen und Zielen, dann die Freigabe einer weiteren Version an andere Geräte usw. Wenn Sie zum Beispiel ein Ziel haben, das Ihre Testgeräte identifiziert, können Sie dort automatische Upgrades auf eine neue Version des FlexNet-Inventarisierungsagenten zulassen, während Sie in Ihrer Produktivumgebung die zuvor genehmigte Version beibehalten.
  3. Klicken Sie auf Speichern.

Ihre Änderungen werden in der Compliance-Datenbank gespeichert und überschreiben die vorherigen Einstellungen. Bei der nächsten Richtlinienabfrage bei einer Inventarisierungsstation (per Voreinstellung prüfen Inventarisierungsstationen alle 15 Minuten, ob Updates vorliegen) werden die neuesten Einstellungen zusammen mit neuen Update-Paketen übernommen. Wenn ein inventarisiertes Gerät nach einer aktualisierten Richtlinie fragt (was bei Agenten, die sich im Betrieb befinden, zu einem zufälligen Zeitpunkt zwischen 5:00 und 6:00 Uhr Ortszeit einmal täglich geschieht), erhalten betroffene Plattformen anschließend die geänderte Richtlinie und laden erforderliche neue Upgrade-Pakete herunter. Sobald dem FlexNet-Inventarisierungsagenten sowohl die aktualisierte Richtlinie als auch das erforderliche Paket zur Verfügung steht, wartet er auf Beendigung seiner aktuellen Prozesse und beginnt dann mit der Installation des angegebenen Pakets, was zu einem Up- oder Downgrade seiner aktuellen Version führt. Nach erfolgreichem Abschluss des Vorgangs, nimmt der FlexNet-Inventarisierungsagent seinen normalen Betrieb wieder auf, um sicherzustellen, dass er die in seiner Geräterichtlinie festgelegten Anforderungen erfüllt. Wenn er das nächste Mal Inventar hochlädt, enthält der Bericht auch die neu installierte Version seiner selbst.

Diesem Zyklus können Sie entnehmen, dass Sie bei Szenarien, bei denen diese Einstellungen mehrere Male hintereinander geändert werden müssen, einen Zeitraum von mindestens 48 Stunden zwischen den einzelnen Änderungsdurchgängen einhalten sollten. Zur Sicherheit können Sie die eingesetzten Versionen des FlexNet-Inventarisierungsagenten auf der Seite Status des FlexNet-Inventarisierungsagenten überwachen. Siehe Status des FlexNet-Inventarisierungsagenten.

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