Was ist eine Inventarisierungsstation?

IT-Asset-Management (Cloud)

Eine Inventarisierungsstation ist ein Computer in Ihrem Unternehmen, mit dem Softwareinventar und andere von Ihnen festgelegte Informationen erfasst und die entsprechenden Daten in IT-Asset-Management hochgeladen werden.

Die auf dem Server einer Inventarisierungsstation zu installierende Software wird über IT-Asset-Management heruntergeladen und FlexNet Beacon genannt. Nach der Installation verwenden Sie die Software FlexNet Beacon, um eine Konfigurationsdatei herunterzuladen und zu installieren, die für die betreffende Inventarisierungsstation angepasst wurde (verwenden Sie diese Dateien nicht gemeinsam auf mehreren Inventarisierungsstationen).

Eine Inventarisierungsstation ermöglicht es Ihnen, Verbindungen für die Datenerfassung innerhalb Ihrer eigenen Umgebung sicher zu verwalten. Die entstehenden Dateien werden dann auf Ihre gewählte Cloud-Instanz von IT-Asset-Management geschoben.

Auf der Inventarisierungsstation werden verschiedene Arten von Funktionen kombiniert:

  • Drittanbieterinventar: Mit einer Inventarisierungsstation können Daten von Drittanbietersystemen erfasst werden, u. a. von Microsoft SCCM, IBM ILMT und anderen mehr. Bei diesen Tools werden Inventardaten in eigenen Datenbanken erfasst. Über die Oberfläche der Inventarisierungsstation können Sie Verbindungen zu diesen Datenbanken von Drittanbietern festlegen, um Inventardaten zu extrahieren und hochzuladen. Da die Inventarisierungssysteme von Drittanbietern verschiedene Formate aufweisen können, werden in IT-Asset-Management Inventaradapter verwendet, um eine Verbindung zu diesen Datenbanken herzustellen und die Daten aus diesen Systemen für den Import in Ihre zentrale Betriebsdatenbanken zu verarbeiten. Es werden mehrere Inventaradapter als Komponenten des Systems bereitgestellt, und Sie können zusätzliche Inventaradapter für andere Inventarisierungsquellen schreiben. Die Inventaradapter werden über die Inventarisierungsstation bearbeitet, verwaltet und geplant.
  • Ermittlung: Für eine Inventarisierungsstation kann die Anweisung festgelegt werden, Ihr Netzwerk zu scannen und Computer zu identifizieren, die als Ziel der Inventarerfassung infrage kommen. Diese Vorgänge werden durch Regeln gesteuert, die Sie in der Weboberfläche bearbeiten und verwalten können.
  • FlexNet-Inventar: Auch eine Inventarisierungsstation kann die Erfassung von Inventardaten für Hardware und Software von den Zielsystemen veranlassen. Wie die Ermittlung werden auch diese Methoden der Inventarisierung überwiegend von Regeln gesteuert, die Sie in der Weboberfläche erstellen. Die Inventarisierungsstation kann die Inventarisierung auf drei mögliche Arten einrichten:
    • Sie kann ein anvisiertes inventarisiertes Gerät „übernehmen“, indem sie den FlexNet-Inventarisierungsagenten darauf installiert. Wie die Inventarisierungsstation auch verwaltet sich der installierte FlexNet-Inventarisierungsagent selbst, sodass er nach der Übernahme nicht länger durch Inventarisierungsregeln gesteuert wird, die in der Weboberfläche definiert wurden. Stattdessen führt er die Inventarisierung nach einem generellen Zeitplan durch.
    • Die Inventarisierungsstation kann die Inventarerfassung ohne Fußabdruck nutzen, bei der auf dem Zielgerät keine permanente Installation hinterlassen wird.
    • Insbesondere bei Oracle-Datenbank-Servern kann sich die Inventarisierungsstation direkt mit dem Listener für eine Oracle-Datenbank verbinden und Inventar direkt erfassen (weshalb diese Methode auch als direkte Inventarisierung bezeichnet wird).
  • Geschäftsdaten: Mit einer Inventarisierungsstation können auch ergänzende Informationen aus Ihren Geschäftssystemen gesammelt werden. Diese Informationen gehören nicht unmittelbar zum Software- oder Hardwareinventar, können jedoch bei der Berechnung des Compliance-Status oder von bestimmten Verpflichtungen sehr wichtig sein. Diese Informationen beziehen sich beispielsweise auf Einzelheiten zu Käufen oder die Struktur Ihres Unternehmens.
  • Infrastrukturdaten: Mit der Inventarisierungsstation können Informationen aus Active Directory gesammelt werden, damit die Verwaltung von Standorten, Subnetzen, Benutzern und Computern unterstützt und eine Automatisierung einer anderenfalls enorm umfangreichen Dateneingabe ermöglicht wird.
  • Uploadmanagement: Mit einer Inventarisierungsstation wird das Hochladen aller erfassten Daten in die zentrale Betriebsdatenbanken verwaltet. Mithilfe von separaten Importvorgängen wird anschließend der Datenimport abgeschlossen.
  • Selbstverwaltung: Inventarisierungsstationen bieten intelligente Funktionen, mit denen nach der Konfiguration die zugehörigen Regeln und selbst die zugehörige Software eigenständig aktualisiert werden.

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