Rechte auf virtuellen Computern und Hosts

IT-Asset-Management (Cloud)

In diesem Bereich können Sie spezielle Rechte für die Softwareinstallation auf virtuellen Computern (und ihren Hosts) verfolgen. Diese Rechte können sich durch feine und komplexe Details auszeichnen; daher empfiehlt es sich beim Erstellen neuer Lizenzen, die Lizenzmodelle/Vorlagen zu nutzen, die durch die PURL (Product Use Rights Library, Bibliothek für Produktnutzungsrechte) aktualisiert werden.

Unterstützte Lizenztypen

Dieser Bereich wird (in einer von mehreren Varianten) für folgende Lizenztypen angezeigt:

  • Core Points
  • Custom Metric
  • Device
  • Device (Core-Limited)
  • Device (Processor-Limited)
  • IBM PVU
  • IBM VPC
  • Microsoft Server Core
  • Microsoft Server/Management Core
  • Microsoft Server Processor
  • OEM
  • Processor
  • Processor Points.

Einschränkungen

  • Bei den Lizenztypen Custom Metric, IBM Concurrent User und IBM Floating User dienen diese Felder nur der Dokumentation und haben keinen Einfluss auf Berechnungen. Bei anderen Lizenztypen können einzelne Felder wie unten beschrieben ebenfalls ausschließlich der Dokumentation dienen.
  • Bei IBM PVU-Lizenzen haben diese Eigenschaften keinen Einfluss auf die aus ILMT importierten PVU-Zahlen. Wenn ein Computer jedoch im Inventar aus einer anderen Quelle gemeldet wird und ihm kein aus ILMT importierter Datensatz entspricht, führt IT-Asset-Management eigene Berechnungen zum Lizenzverbrauch dieses Computers durch. Im letzteren Fall werden folgende Steuerelemente berücksichtigt.
  • Für Lizenzen des Typs IBM VPU werden vom ILMT keine Verbrauchsdaten und kein Lizenzstatus importiert. Daher wirken sich die folgenden Steuerelemente auf die Verbrauchsberechnungen in IT-Asset-Management aus.
Hinweis: Für das Sub-Capacity-Reporting akzeptiert IBM Daten von IT-Asset-Management anstelle der Daten der von IBM angebotenen Tools wie IBM License Metric Tool (ILMT), Tivoli Asset Discovery for Distributed (TAD4D) oder IBM Software Usage Analysis (SUA). In diesem Fall macht IBM die Inventarisierung durch den FlexNet-Inventarisierungsagenten zur Bedingung (Quellen von Drittanbietern sind nicht zulässig). Ihre Entscheidung, ob die Sub-Capacity-Lizenzierung mit ILMT oder mit den Daten des FlexNet-Inventarisierungsagenten erfolgen soll, die in IT-Asset-Management hochgeladen werden, kann durch die Steuerelemente auf dieser Seite beeinflusst werden.

Gemeinsame Deckung von Hosts und VMs

Manche Lizenzvereinbarungen besagen, dass durch die Lizenzierung eines virtuellen Hosts gleichzeitig eine, mehrere oder alle virtuellen Computer lizenziert werden, die auf diesem Host ausgeführt werden. Bezüglich der Berechnung dieser gemeinsamen Lizenzierung können die Lizenzbestimmungen jedoch variieren:
  • Die Vereinbarung kann festlegen, dass durch die vollständige Lizenzierung des Host, die Gesamtlizenzierung des Host die Deckung einer Reihe von VMs einschließt. In Bezug auf die VMs wird der Host hier als eine Einheit betrachtet. Außerdem wird jede VM ohne Berücksichtigung der Anzahl der ihr zugewiesenen Prozessoren als Einheit angesehen. Dieses Modell könnte typischerweise für Microsoft SQL Server 2008 gelten und ist abhängig von der gewählten Edition und dem Lizenzierungsansatz (bei späteren Editionen begann der Übergang zur kernbasierten Lizenzierung). Bei SQL Server 2008 Datacenter Edition ist es beispielsweise zulässig, die Software in einer physischen und mehreren virtuellen Betriebssystemumgebungen (OSE) auszuführen, ohne dass die Anzahl der verwendeten virtuellen Prozessoren berücksichtigt wird.
  • Andere Vereinbarungen können besagen, dass durch eine einzige Lizenzberechtigung eine bestimmte Anzahl an Prozessoren auf dem Host und dazu eine bestimmte Anzahl an VMs gedeckt ist. Beispiel: Sie benötigen eine Lizenzberechtigung, um zwei Prozessoren auf dem Host abzudecken. Durch dieselbe Berechtigung sind zwei virtuelle Computer abgedeckt, die auf dem Host die gleiche Software ausführen. Das ist zum Beispiel bei Windows Server 2012 Standard Edition der Fall. Hier ist es nicht der Host, der als Grundeinheit betrachtet wird, sondern die einzelne Lizenzberechtigung (die manchmal einfach nur als Lizenz bezeichnet wird). Durch eine Erhöhung entweder der Prozessoranzahl für den Host oder der Anzahl der gehosteten VMs, die die Software ausführen, kann die Anzahl der Lizenzberechtigungen steigen, die Sie erwerben müssen. Voraussetzung ist jedoch nicht die „Summe der Teile“, sondern der „größere Anteil“ der Teile. Betrachten wir als Beispiel die Anforderungen für Windows Server 2012 Standard Edition auf einem bestimmten Host, wobei jede Lizenzberechtigung zwei Hostprozessoren und bis zu zwei VMs abdeckt:
    Prozessoren auf dem Host VMs auf demselben Host Insgesamt erforderliche Lizenzberechtigungen
    2 (erfordert 1 Berechtigung) 1 oder 2 (erfordert 1 Berechtigung)

    1

    2 (erfordert 1 Berechtigung) 3 oder 4 (erfordert 2 Berechtigungen) 2
    4 (erfordert 2 Berechtigung) 1 oder 2 (erfordert 1 Berechtigung) 2
    4 (erfordert 2 Berechtigung) 3 oder 4 (erfordert 2 Berechtigungen) 2
    Hinweis: Diese auf Berechtigungen basierende Deckung von VMs gilt (bisher) nur für Lizenzen des Typs „Microsoft Server Processor“.
Der Unterschied ist gering und möglicherweise verwirrend, aber wichtig. Im ersten Fall wird die Anzahl der VMs pro Host festgelegt und im zweiten Fall die Anzahl der VMs pro Lizenzberechtigung. Um diesem Unterschied Rechnung zu tragen, bietet der Abschnitt Rechte auf virtuellen Computern und Hosts zwei unterschiedliche Möglichkeiten, Lizenzabdeckung für virtuelle Computer festzulegen:
  • Zum Festlegen von VMs pro Host wählen Sie entweder:
    • die dritte Option, Eine Lizenz lässt unbegrenzte Anzahl an VM-Installationen pro Host zu, wenn die Lizenz eine beliebige Anzahl VMs auf demselben Host ohne Einschränkungen zulässt,
    • die vierte Option, Ein lizenzierter Host deckt mehrere VMs ab, wenn Sie die Anzahl der zulässigen VMs festlegen müssen. Es wird ein zusätzliches Steuerelement angezeigt, über das Sie den Wert für Max. Anzahl an VMs pro Host festlegen können. Dies gilt in der Regel für frühere Versionen von SQL Server und kann auch für andere Produkte und Lizenztypen gelten.
  • Um die Anzahl an VMs pro Lizenzberechtigung festzulegen, wählen Sie die zweite Option: Zur Lizenzberechnung wird die Host-Kapazität verwendet. Bei Lizenzen des Typs „Microsoft Server Processor“ wird ein zusätzliches Steuerelement angezeigt (1 Berechtigung deckt nn VM(s)), das abhängig von der Edition der lizenzierten Software auf bestimmte Art eingestellt werden muss:
    • Markieren Sie das Kontrollkästchen für dieses Steuerelement nicht (deaktiviert) für Produkte wie Windows Server 2012 Datacenter Edition, denn diese Edition lässt eine unbegrenzte Anzahl an VMs zu, nachdem die volle Kapazität des Hostservers lizenziert wurde. Diese Einstellung bedeutet, dass Sie die volle Kapazität des Hosts lizenzieren, wodurch eine beliebige Anzahl an VMs abgedeckt ist, die auf diesem Host ausgeführt werden.
    • Für Windows Server 2012 Standard Edition markieren Sie das Kontrollkästchen und legen (standardmäßig) 2 VMs pro Lizenzberechtigung fest. (Dies ist die normale Lizenzbedingung für Windows Server 2012 Standard Edition, es sei denn, Sie haben mit Microsoft Sonderrechte vereinbart.)
    Tipp: Verwenden Sie für Windows Server 2012 Essentials Edition oder Foundation Edition keine Lizenz des Typs „Microsoft Server Processor“, da es sich dabei um einfache Serverlizenzen handelt, bei denen keine Prozessoren gezählt werden. Für diese Editionen sind einfache „Device“-Lizenzen geeigneter.

Steuerelemente

Wenn die Lizenz während der Kaufverarbeitung automatisch angelegt wurde, sind bereits die Einstellungen aus der Bibliothek für Produktnutzungsrechte berücksichtigt worden. Wenn Sie eine Lizenz manuell anlegen, lesen Sie sich Ihre Lizenzvereinbarung sorgfältig durch.

Die Steuerelemente werden in der Reihenfolge dokumentiert, in der Sie auf der Maske angezeigt werden.

Steuerelement Details
Zu dieser Lizenz gehören keine Verträge mit geltenden Rechten zu virtuellen Computern und Hosts Die Lizenz erbt keine Virtualisierungsrechte, weil entweder:
  • kein Vertrag mit dieser Lizenz verbunden ist oder weil
  • der verbundene Vertrag keine Rechte auf virtuellen Computern und Hosts festlegt.
Rechte auf virtuellen Computern und Hosts können von einem Vertrag geerbt (siehe Registerkarte „Verträge“) oder in diesem Abschnitt der Lizenzeigenschaften festgelegt werden.
Aus Vertrag geerbte Rechte zu virtuellen Computern und Hosts
Zeigt den Namen des verknüpften Vertrags an, von dem diese Lizenz Regeln und Berechtigungen für den Lizenzverbrauch erben kann. Durch Aktivieren dieses Kontrollkästchens legen Sie fest,IT-Asset-Management dass Lizenznutzungsrechte und -regeln dynamisch von einem automatisch ausgewählten verknüpften Vertrag geerbt werden. Wenn eine Lizenz mit mehreren Verträgen verknüpft ist, erbt die Lizenz gemäß den folgenden Bedingungen Nutzungsrechte und -regeln von einem der verknüpften Verträge:
  • Wenn bei einem der verknüpften Verträge im Feld Permanent der Wert Ja angegeben ist, werden seine Nutzungsrechte und Regeln von der Lizenz geerbt.
  • Wenn bei keinem der verknüpften Verträge im Feld Permanent der Wert Ja angegeben ist, erbt die Lizenz die Nutzungsrechte und -regeln vom Vertrag, der im Feld Ablaufdatumden höheren Wert aufweist.
  • Wenn bei keinem der verknüpften Verträge im Feld Permanent der Wert Ja angegeben ist und alle verknüpften Verträge denselben Wert im Feld Ablaufdatum aufweisen, erbt die Lizenz die Nutzungsrechte und -regeln von dem Vertrag, der in der Datenbankreihenfolge an erster Stelle steht (in der Regel, der Vertrag, der zuerst angelegt wurde).
  • Wenn bei allen verknüpften Verträgen im Feld Permanent der Wert Ja angegeben ist oder alle verknüpften Verträge das gleiche Ablaufdatum aufweisen, erbt die Lizenz die Nutzungsrechte und -regeln von dem Vertrag, der in der Reihenfolge der Datenbank an erster Stelle steht.
    Hinweis: Sie können keine anderen Optionen für Rechte verwenden, wenn Sie dieses Kontrollkästchen aktivieren.

Wenn mit der Lizenz kein geeigneter Vertrag verknüpft ist, wird das Kontrollkästchen durch eine Texterklärung (Zu dieser Lizenz gehören keine Verträge mit geltenden Rechten zu virtuellen Computern und Hosts) ersetzt .

Keine besonderen Virtualisierungsrechte

Wählen Sie diese Option, wenn die Lizenz keine Vorgaben für Installationen auf virtuellen Computern enthält.

Tipp: Beim Verbrauch einer „Device (Core-Limited)“-Lizenz auf einem virtuellen Computer wird bei dieser Einstellung die Anzahl der dem virtuellen Computer zugeordneten Kerne beim Lizenzabgleich nicht berücksichtigt. Stattdessen wird nur die Gesamtanzahl der Kerne auf dem physischen Host in die Berechnungen einbezogen. Das hat zur Folge, dass ein virtueller Computer keine Berechtigungen einer solchen Lizenz verbrauchen kann, wenn sein physischer Host mehr Kerne hat, als es in der Lizenz als Obergrenze festgelegt wurde.

Diese Option ist für Lizenzen der Typen „IBM PVU“ und „IBM VPC“ nicht verfügbar.

Zur Lizenzberechnung wird die Host-Kapazität verwendet

Diese Option wird für folgende Lizenztypen angezeigt:

  • Core Points
  • Custom Metric
  • Device
  • Device (Core-Limited)
  • Device (Processor-Limited)
  • Microsoft Server Core
  • Microsoft Server/Management Core (read-only text value)
  • Microsoft Server Processor
  • OEM
  • Processor
  • Processor Points.

Wenn dieses Optionsfeld ausgewählt ist (oder bei Lizenzen des Typs „Microsoft Server/Management Core“, bei denen es immer aktiv ist und nicht geändert werden kann), werden nur die entsprechenden Eigenschaften des virtuellen Host-Servers verwendet, um Verbrauch für die Lizenz zu berechnen, und alle „Eigenschaften des inventarisierten Geräts“ von Gast-VMs werden als für diese Lizenz irrelevant ignoriert.

Wenn für die Verbrauchsberechnungen ausschließlich Hardwarebestand des virtuellen Hosts verwendet wird, kann die Hostlizenz für diese Lizenzen auch eine Reihe von VMs (virtualisierte Betriebssystemumgebungen bzw. OSE) auf dem Hostserver autorisieren. Dazu sind zwei Möglichkeiten gegeben (die oben unter Gemeinsame Deckung von Hosts und VMs vorgestellt wurden):
  • Lizenzen können eine Reihe von VMs pro Host zulassen, wofür Sie stattdessen entweder Auf einem lizenzierten Host ist eine unbegrenzte Anzahl an VM-Installationen zulässig oder Ein lizenzierter Host deckt mehrere VMs ab verwenden sollten (siehe unten).
  • Lizenzen des Typs „Microsoft Server Processor“ können eine Reihe von VMs Pro Lizenzberechtigung zulassen, die für den Hostserver gekauft werden. Nur für diesen Lizenztyp wird ein weiteres Steuerelement angezeigt, um die Anzahl der WMs pro Lizenzberechtigung festzulegen (siehe nächsten Punkt).

1 Berechtigung deckt nn VM(s)

Dieses Steuerelement ist nur für Lizenzen des Typs Microsoft Server Processor verfügbar.

Der Lizenztyp „Microsoft Server Processor“ (der auf den Eigenschaften des Hosts basiert) kann auch die Ausführung derselben Software auf einigen Gast-VMs auf dem Host autorisieren (die Deckung kann sich auch auf Downgrades der aktuellen Version beziehen, daher ist es wichtig, die Lizenzbestimmungen genau zu studieren). Da diese Lizenz während der Bestellbearbeitung aus einer Microsoft-Artikelnummer erstellt wird, werden wie üblich die Standardeinstellungen für Produktnutzungsrechte als Voreinstellung übernommen.

Wenn Sie eine Lizenz manuell bearbeiten, bedenken Sie Folgendes. Bei Windows Server wird die „Microsoft Server Processor“-Lizenz immer auf den physischen Server angewendet, die Standardeinstellungen variieren jedoch je nach Produktversion und Edition:
  • Ab Windows Server 2016 stellte Microsoft auf eine kernbasierte Lizenzierung um. Daher ist es unwahrscheinlich, dass Sie bei dieser oder nachfolgenden Versionen eine Lizenz des Typs „Microsoft Server Processor“ benötigen. (Denken Sie stattdessen eher an eine „Microsoft Server/Management Core“-Lizenz.)
  • Für Windows Server 2012
    • deckt die Standard Edition normalerweise zwei VMs für jede Lizenzberechtigung ab. Alle weiteren ein oder zwei VMs erfordern daher eine weitere Lizenzberechtigung. Achten Sie für diese Anwendung darauf, dass Kontrollkästchen zu markIeren und geben Sie als Wert 2 ein: 1 Berechtigung deckt 2 VM(s) ab.
    • Die Lizenz für die Datacenter Edition lässt eine unbegrenzte Anzahl an Gast-VMs pro Host zu, auf denen dieselbe Software ausgeführt wird. Lassen Sie für diese Edition „Zur Lizenzberechnung wird die Host-Kapazität verwendet“ markiert, achten Sie aber darauf, dass das Kontrollkästchen für dieses zusätzliche Steuerelement (1 Berechtigung deckt nn VM(s)) nicht markiert ist (deaktiviert). Dies lizenziert die volle Kapazität des Hosts und schließt virtuelle Computer ohne Begrenzung mit ein.
    • Zu den Editionen Essentials und Foundation gehören „Ganzserver“-Lizenzen, die sich nicht um die Prozessoren im Host kümmern. Verwenden Sie für diese daher keine Lizenz des Typs „Microsoft Server Processor“. Für diese Editionen sind einfache „Device“-Lizenzen vermutlich einfacher zu handhaben.
  • Für Windows Server 2008 R2:
    • deckt die Standard-Edition-Lizenz eine VM ab
    • deckt die Enterprise-Edition-Lizenz vier VMs ab
    • lässt die Datacenter-Edition-Lizenz eine unbegrenzte Anzahl an Gast-VMs zu

Weitere Informationen finden Sie in den Lizenzierungsrichtlinien von Microsoft.

Immer Full-Capacity-Lizenzberechnung verwenden

Diese Option ist nur für „IBM PVU“ und „IBM VPC“-Lizenzen verfügbar.

Auch wenn IT-Asset-Management für die Sub-Capacity-Berechnung von „IBM VPC“- oder „IBM PVU“-Punkten konfiguriert werden kann (siehe Durchführung häufiger Scans für IBM), kann eine einzelne Lizenz davon ausgenommen werden und Full-Capacity-Berechnungen verwenden, wenn Sie diese Option auswählen. Full-Capacity-Berechnungen lizenzieren den Host-Server auf Basis der Anzahl seiner eigenen Kerne und ignorieren die zugewiesenen Kapazitäten seiner Gast-VMs, die die gleiche Software auf dem Host ausführen. Wenn Sie diese Option auswählen, werden daher die Felder auf der Registerkarte Compliance entsprechend geändert (siehe Registrierkarte „Compliance“).
Tipp: Wenn IT-Asset-Management das ILMT ersetzt und für die Sub-Capacity-Berechnungen von Punkten zuständig ist, macht eine Änderung dieser Einstellung die aktuellen Ergebnisse für die PVU-Punkte oder den VPC-Verbrauch ungültig. Beim nächsten vollständigen Abgleich wird der Verbrauch dann neu berechnet, wobei Ihre neuen Einstellungen berücksichtigt werden. Beachten Sie, dass die Änderung in allen Berichten, die Sie (neu) generieren, rückwirkend für den gesamten Datenaufbewahrungszeitraum gilt. Mit anderen Worten wird eine Änderung mitten im Berichtszeitraum als Korrektur der Daten angesehen, die für den gesamten Berichtszeitraum Gültigkeit hat.
Sub-Capacity-Lizenzberechnung verwenden, wenn verfügbar
Diese Option ist nur für „IBM PVU“ und „IBM VPC“-Lizenzen verfügbar. Wenn Sie diese Option auswählen, werden die Felder auf der Registerkarte Compliance entsprechend geändert (siehe Registrierkarte „Compliance“).
Hinweis: Für das Sub-Capacity-Reporting lässt IBM zu, dass der Status von „IBM PVU“- oder „IBM VPC“-Lizenzen für IBM-Software anhand der Daten von IT-Asset-Management (ab Version 2015) statt der Daten vom IBM License Metric Tool (ILMT), von Tivoli Asset Discovery for Distributed (TAD4D), von IBM Software Usage Analysis (SUA) oder von IBM BigFix Inventory ermittelt wird. In der folgenden Beschreibung bedeutet „ein von IBM genehmigtes Inventarisierungstool“ entweder ILMT oder den IT-Asset-Management-Stack.
Wichtig: Die genehmigte Verwendung von Sub-Capacity-Berechnungen aus dem FlexNet-Inventar erfordert eine häufigere Hardware-Inventarerfassung von den betroffenen IBM-Servern (konkret eine halbstündliche Prüfung). Wenn Sie die Sub-Capacity-Lizenzierung aus dem FlexNet-Inventar verwenden möchten, aktivieren Sie auf der Seite Inventarisierungseinstellungen im Bereich Berichts- und Archivierungseinstellungen für IBM das Kontrollkästchen für Häufige Hardwarescans für IBM Sub-Capacity-Lizenzberechnungen durchführen (Ermittlung und Inventarisierung > Einstellungen). Weitere Informationen zu diesen Einstellungen finden Sie unter Durchführung häufiger Scans für IBM.
Durch Auswählen der Option Sub-Capacity-Lizenzberechnung verwenden, wenn verfügbar wird die Sub-Capacity-Lizenzierung im zulässigen Umfang gewährt. Dieser Umfang kann durch zwei weitere Faktoren eingeschränkt werden:
  1. Die Arten der verwendeten Kapazitätspartitionierung. WPAR und SRP etwa sind Partitionen, die möglicherweise keine lizenzierungsbezogenen Grenzen herstellen (bei ihren übergeordneten Partitionen ist dies jedoch in der Regel der Fall). Diese Unterscheidung wird automatisch von IT-Asset-Management berücksichtigt, daher wird sie hier nicht weiter behandelt.
  2. Das verwendete Inventarisierungstool. Im Fall von IBM können diese Tools in drei Klassen unterteilt werden:
    • ILMT-Berechnungen des Lizenzverbrauchs in Sub-Capacity-Umgebungen. Berechnungen können hier immer Sub-Capacity-Berechnungen sein.
    • Verbrauch, der von IT-Asset-Management auf Basis des vom FlexNet-Inventarisierungsagenten gesammelten Inventars berechnet wird. In diesem Fall können die Berechnungen Sub-Capacity-Berechnungen sein, sofern zusätzliche Inventarscans (wie oben angemerkt unter Verwendung von Häufige Hardwarescans für IBM Sub-Capacity-Lizenzberechnungen durchführen auf der Seite Inventarisierungseinstellungen im Bereich Berichts- und Archivierungseinstellungen für IBM) aktiviert wurden. Ohne zusätzliche Inventarscans werden FlexNet-Inventardaten wie Daten von anderen Dritthersteller-Tools (nächster Punkt) behandelt.
    • Berechnungen auf Basis von anderen Inventarisierungstools (von Drittherstellern). Normalerweise erfordern diese Tools Full-Capacity-Berechnungen (mit besonderer Berücksichtigung von Clustern, wie unten angemerkt). Es gibt in seltenen Fällen jedoch Ausnahmen, die dann mit dem zusätzlich angezeigten Kontrollkästchen gehandhabt werden: Sub-Capacity-Lizenzierung für andere Quellen zulassen als ... (siehe unten).
Hinweis: Besonders sind Fälle zu berücksichtigen, in denen der virtuelle Host Teil eines Clusters ist und zusätzliche Inventarscans nicht aktiviert wurden. (In diesem Fall ist das Kontrollkästchen Häufige Hardwarescans für IBM Sub-Capacity-Lizenzberechnungen durchführen in den Inventarisierungseinstellungen deaktiviert.) Der Cluster wird dann im Ganzen betrachtet. Daher gilt:
  • Wenn zumindest einer der virtuellen Hosts im Cluster den Verbrauch über ILMT meldet, muss ILMT für jeden virtuellen Host desselben Clusters verwendet werden. Jedem virtuellen Host im Cluster, der keinen Verbrauch über ILMT meldet, wird ein Verbrauch von null zugeordnet.
  • Meldet keiner der Hosts im Cluster einen Verbrauch über ILMT, berechnet IT-Asset-Management basierend auf dem erfassten Inventar den Verbrauch für alle virtuellen Hosts im Cluster als Ganzes. Diese Berechnung kann je nach Einstellung des Kontrollkästchens Sub-Capacity-Lizenzierung für andere Quellen zulassen als ... eine Full-Capacity- oder eine Sub-Capacity-Berechnung sein.
Tipp: Wenn IT-Asset-Management das ILMT ersetzt und für die Sub-Capacity-Berechnungen von Punkten zuständig ist, macht eine Änderung dieser Einstellung die aktuellen Ergebnisse für die PVU-Punkte oder den VPC-Verbrauch ungültig. Beim nächsten vollständigen Abgleich wird der Verbrauch dann neu berechnet, wobei Ihre neuen Einstellungen berücksichtigt werden. Beachten Sie, dass die Änderung in allen Berichten, die Sie (neu) generieren, rückwirkend für den gesamten Datenaufbewahrungszeitraum gilt. Mit anderen Worten wird eine Änderung mitten im Berichtszeitraum als Korrektur der Daten angesehen, die für den gesamten Berichtszeitraum Gültigkeit hat.

Sub-Capacity-Lizenzierung für andere Quellen zulassen als ...

Diese Option ist nur für „IBM PVU“- und „IBM VPC“-Lizenzen verfügbar und wird nur bei Auswahl der Option Sub-Capacity-Lizenzberechnung verwenden, wenn verfügbar angezeigt.
Wenn dieses Kontrollkästchen deaktiviert ist (Standardeinstellung), werden folgende IBM-Lizenzierungsregeln angewendet:
  • Sofern verfügbar werden Sub-Capacity-Berechnungen von ILMT verwendet.
  • Wenn die Inventardaten durch den FlexNet-Inventarisierungsagenten erfasst werden und Häufige Hardwarescans für IBM Sub-Capacity-Lizenzberechnungen durchführen in den Inventarisierungseinstellungen aktiviert ist, werden die Sub-Capacity-Berechnungen von IT-Asset-Management verwendet.
  • Wenn Inventardaten durch ein Drittanbieter-Tool erfasst oder zusätzliche Inventarscans für den FlexNet-Inventarisierungsagenten nicht aktiviert wurden, werden für den Hostcomputer Full-Capacity-Berechnungen des Verbrauchs durchgeführt.
  • Wenn die virtuellen Hosts außerdem Teil eines Clusters sind und zusätzliche Inventarscans nicht aktiviert wurden, führt IT-Asset-Management Worst-Case-Full-Capacity-Berechnungen für alle virtuellen Hosts im Cluster unter der Annahme maximaler Migration virtueller Computer auf den Hosts im Cluster durch.
Für manche IBM-Kunden, deren Vereinbarung keine Notwendigkeit zur Verwendung von ILMT enthält und die den ordnungsgemäß konfigurierten FlexNet-Inventarisierungsagenten nicht verwenden möchten, gilt jedoch möglicherweise eine Ausnahme bei der Berechnung. Aktivieren Sie dieses Kontrollkästchen nur in einem solchen Ausnahmefall. Es gilt dann Folgendes:
  • Sofern verfügbar werden Sub-Capacity-Berechnungen von ILMT verwendet.
  • Für zusätzlichen Verbrauch, der durch alle anderen Inventarquellen gemeldet wird, verwendet IT-Asset-Management Sub-Capacity-Berechnungen.
  • Wenn außerdem die virtuellen Hosts Teil eines Clusters sind und zusätzliche Inventarscans nicht aktiviert wurden, führt IT-Asset-Management Worst-Case-Full-Capacity-Berechnungen durch, in denen die maximale Migration virtueller Computer auf den virtuellen Hosts im Cluster berücksichtigt wird.
Immer, wenn dieses Kontrollkästchen angezeigt wird (und ILMT-Daten verfügbar sind), wird außerdem der Report Lizenzstatus von FlexNet Manager und ILMT generiert. Darin werden die Ergebnisse der von ILMT berechneten Sub-Capacity-Lizenzierung mit den aktuellen Berechnungen von IT-Asset-Management verglichen.
Tipp: Wenn IT-Asset-Management das ILMT ersetzt und für die Sub-Capacity-Berechnungen von Punkten zuständig ist, macht eine Änderung dieser Einstellung die aktuellen Ergebnisse für die PVU-Punkte oder den VPC-Verbrauch ungültig. Beim nächsten vollständigen Abgleich wird der Verbrauch dann neu berechnet, wobei Ihre neuen Einstellungen berücksichtigt werden. Beachten Sie, dass die Änderung in allen Berichten, die Sie (neu) generieren, rückwirkend für den gesamten Datenaufbewahrungszeitraum gilt. Mit anderen Worten wird eine Änderung mitten im Berichtszeitraum als Korrektur der Daten angesehen, die für den gesamten Berichtszeitraum Gültigkeit hat.
Eine Lizenz lässt unbegrenzte Anzahl an VM-Installationen pro Host zu
Wählen Sie diese Option aus, wenn bei der Lizenz nicht berücksichtigt wird, wie viele auf dem Server gehosteten virtuellen Computer die Software ausführen.
Tipp: Wählen Sie diese Option für die Datacenter-Editionen entweder des Lizenztyps „Microsoft Server/Management Core“ oder des Typs „Microsoft Server Processor“.
Ein lizenzierter Host deckt mehrere VMs ab
Wählen Sie diese Option für Lizenzen, die eine Höchstzahl an VMs abdecken (häufig ist auch die Lizenzierung von Hosts gedeckt oder die Anzahl der VMs kann in der Lizenzierung des virtuellen Hosts enthalten sein).
Tipp: Wählen Sie beim Lizenztyp „Microsoft Server/Management Core“ diese Option für die Standard Edition.

Wenn Sie diese Option auswählen, werden zusätzliche Steuerelemente angezeigt, mit denen Sie Beschränkungen festlegen können. Diese werden nachfolgend beschrieben.

Beispiel: Für Microsoft SQL Server 2008 Enterprise Edition war die Aktivierung des Kontrollkästchens und die Einstellung von vier Betriebssystemumgebungen pro Prozessorlizenz erforderlich. (Seit der Veröffentlichung von SQL Server 2012 führt Microsoft einen Wechsel zur Core-Lizenzierung durch.)
Max. Anzahl an VMs Geben Sie manuell oder über das Drehfeld die maximale Anzahl an VMs ein, die aufgrund einer Lizenz zulässig ist, die sowohl den Hostserver als auch eine bestimmte Höchstzahl an Gast-VM-Betriebssystemumgebungen (OSE) abdecken kann.
Tipp: Die Standardanzahl für eine „Microsoft Server/Management Core“-Lizenz für Windows Server 2016 Standard Edition beträgt 2 virtuelle OSE oder Hyper-V-Container (und eine unbegrenzte Anzahl Windows-Server-Container). Ob Sie den auf dem physischen Server ausgeführten Windows Server separat lizenzieren müssen, hängt von Folgendem ab:
  • Wenn die OSE auf dem physischen Server ausschließlich dazu verwendet wird, die virtuellen OSE zu hosten und zu verwalten, ist sie durch die vorhandenen Lizenzen für die virtuellen Computer gedeckt und braucht nicht separat gezählt zu werden.
  • Wenn die physische OSE neben dem Hypervisor noch andere Software ausführt, ist für jeden Kern auf dem physischen Server eine Lizenz erforderlich (mit mindestens 8 Kernen für jeden physischen Prozessor und mindestens 16 für jeden Server). Weitere Informationen finden Sie unter http://download.microsoft.com/download/3/D/4/3D42BDC2-6725-4B29-B75A-A5B04179958B/PerCoreLicensing_Definitions_VLBrief.pdf.
Anzahl beinhaltet Installation(en) auf dem Hostbetriebssystem

Wenn eine Lizenz zur Ausführung von Software auf virtuellen Computern berechtigt, wird ggf.für eine Installation derselben Software auf dem Hostserver eine der folgenden Vorgehensweisen gewählt.

  • Die Installation auf dem Host kann ignoriert werden (d. h. sie wird bereits von den durch die lizenzierten virtuellen OSE gewährten Rechte abgedeckt). Deaktivieren Sie für solche Lizenzen das Kontrollkästchen. Beispiele: Betriebssystemlizenzen, CIS-Suiten mit Volumenlizenzen, Microsoft Windows Server 2016 Standard Edition bei ausschließlicher Verwendung zum Hosten und Verwalten der virtuellen OSE etwa durch Hyper-V.
  • Die Installation auf dem Host kann als eine der in den zusätzlichen Rechten für Installationen auf „Computern“ angegebenen Betriebssystemumgebungen gezählt werden. Aktivieren Sie für solche Lizenzen das Kontrollkästchen. Beispiele: Microsoft SQL Server 2008 Enterprise Edition, Microsoft Windows Server 2016 Standard Edition bei Ausführung anderer Software als Hyper-V oder sonstige Virtualisierungstechnik.
Mindestanzahl Kerne pro VM Dieses Steuerelement wird nur für Microsoft Server Core-Lizenzen angezeigt.

Bei der Lizenzierung von virtuellen Host-Servern gibt dieses Feld die Mindestanzahl der Prozessorkerne vor, die diese Lizenz für jede VM, die auf dem Host ausgeführt wird, als verbraucht zählt (wobei die Anzahl größer sein kann als die Anzahl der Kerne, die einem virtuellen Computer tatsächlich zugewiesen ist und im Inventar für das Gastgerät angezeigt wird). Da dies ein Mindestwert ist, wird natürlich die größere Zahl berücksichtigt, wenn im Inventar für die Gast-VM eine größere Anzahl zugewiesener Kerne angezeigt wird.

IT-Asset-Management (Cloud)

Current