Durchführung häufiger Scans für IBM

IT-Asset-Management (Cloud)

Mit den Steuerelementen im Bereich Berichts- und Archivierungseinstellungen für IBM können Sie FlexNet-Inventar möglicherweise für Sub-Capacity-Lizenzierungsberechnungen verwenden, anstatt dies über das ILMT zu tun.

Hinweis: Der Bereich Berichts- und Archivierungseinstellungen für IBM der Seite Inventarisierungseinstellungen steht nur zur Verfügung, wenn Sie das Produkt FlexNet Manager for Datacenters lizenziert haben.

So konfigurieren Sie eine häufigere Verarbeitung für PVU- oder VPC-Lizenzen von IBM:

  1. Markieren Sie das Kontrollkästchen Häufige Hardwarescans für IBM Sub-Capacity-Lizenzberechnungen durchführen.
    Wenn dieses Kontrollkästchen markiert ist, wird eine Reihe zusätzlicher Steuerelemente eingeblendet (vorausgesetzt die unter Sub-Capacity-Lizenzierung mithilfe von IBM PVU oder IBM VPC beschriebenen Voraussetzungen sind erfüllt).
    Tipp: Wenn Sie dieses Kontrollkästchen dagegen abwählen (deaktivieren), müssen Sie entweder Full-Capacity-Berechnungen für Ihre IBM PVU-Lizenzen durchführen, oder Sie müssen sich auf die mit ILMT, TAD4D, SUA oder IBM BigFix erfassten Punkteberechnungen verlassen. Das Kontrollkästchen muss aktiviert sein, damit IBM die Sub-Capacity-Berechnungen auf Basis des FlexNet-Inventarisierungstools akzeptiert.
    Wenn Sie die Seite mit dem aktivierten Kontrollkästchen speichern, hat das folgende Auswirkungen:
    • Die Darstellung der Registerkarte Verbrauch ändert sich für alle Lizenzen des Typs „IBM PVU“ und „IBM VPC“, sodass dort der Spitzenverbrauch an Sub-Capacity-Punkten (und das Datum, an dem dieser erreicht wurde) für jede IBM-Region angezeigt werden kann, zusammen mit dem Gesamtverbrauch für alle Geräte, für die keine Sub-Capacity-Berechnungen zulässig sind (siehe Registrierkarte „Compliance“).
    • Die Zuordnung von Unternehmensgruppenstandorten zu den drei Pflichtregionen von IBM wird möglich, sodass Sie die Zuständigkeit für Geräte auf die entsprechenden Standorte übertragen können, damit die von ihnen verbrauchten Punkte der richtigen IBM-Region zugeordnet werden (siehe Standorte).
    • In den entsprechenden Suchen und Listen wird die Spalte IBM-Region angezeigt, etwa in den Eigenschaften des Geräts auf der Registerkarte Zuständigkeit, auf der Seite Standorte und in den Lizenzeigenschaften auf der Registerkarte Verbrauch.
    • Das Ziel Bekannte vCenter- oder OVM Manager-Server wird zur Liste der Ziele hinzugefügt, die für die Inventarisierung von VMware vCenter- und Oracle VM Manager-Servern verfügbar sind. Die Liste kann auf der Seite Ermittlungs- und Inventarisierungsregeln eingesehen werden.
    • Das Ziel Alle IBM PVU-Punkte verbrauchenden Geräte wird zur Liste der Ziele hinzugefügt, die für IBM Sub-Capacity-bezogene Hardware-Scans verfügbar sind und auf der Seite Ermittlungs- und Inventarisierungsregeln eingesehen werden können.
    • Scans per Fernzugriff durch entsprechende Inventarisierungsstationen aller bekannten VMware vCenter- und Oracle VM Manager-(OVM-)Server werden aktiviert.
    • Häufiges Scannen der Hardware wird wie von IBM verlangt auf allen inventarisierten Zielgeräten, auf denen der FlexNet-Inventarisierungsagent lokal installiert ist, aktiviert (diese Einstellung wird in der Richtlinie durch die Inventarisierungsstationen an alle installierten FlexNet-Inventarisierungsagenten weitergeleitet, wobei die Inventarisierungsstationen diesen Wert wiederum durch die Einstellung BIBMPVUEnableScanning=true in der Datei BeaconSettings.xml erhalten).
    • Die Neuberechnung (die rückwirkend den Datenaufbewahrungszeitraum einschließlich des aktuellen Berichtszeitraums für Berichte an IBM abdeckt) des Spitzenverbrauchs an Punkten in jeder der IBM-Pflichtregionen wird ermöglicht (diese erfolgt im Rahmen des vollständigen Lizenzabgleichs, der standardmäßig über Nacht stattfindet).
    • Es wird unterbunden, dass IBM PVU-Lizenzen Punkte hinzugerechnet werden, die vom ILMT importiert wurden, wobei das ILMT als sekundäre Inventardatenquelle erhalten bleibt.
      Tipp: Wenn Importe vom ILMT weiterhin zur Verfügung stehen und häufige Scans aktiviert sind, wird ein Bericht bereitgestellt, um die aktuellen, vom ILMT importierten Sub-Capacity-Berichte mit denen zu vergleichen, die von IT-Asset-Management berechnet wurden.
  2. Wählen Sie in der Dropdownliste Intervall für zusätzliche Inventarscans: Zeitintervall eines der verfügbaren Intervalle (zwischen 30 Minuten und 4 Stunden) aus.
    Der Standardwert (30 Minuten) muss angegeben werden, wenn Sie für Sub-Capacity-Lizenzberechnungen das FlexNet-Inventarisierungstool anstelle eines IBM-Tools wie ILMT (das alle 30 Minuten Snapshots des Lizenzierungsverlaufs erfasst) verwenden möchten. Wenn Sie einen anderen Wert als die Standardeinstellung von 30 Minuten wählen, müssen Sie in einer Warnmeldung bestätigen, dass Ihre Auswahl begründet und beabsichtigt ist.

    Beachten Sie, dass dieses Zeitintervall nicht nur für das Erfassen von Inventardaten vom Hostserver, sondern auch für den Upload von Inventaränderungen und den Import in die Inventardatenbank gilt. Die Neuberechnung des höchsten Verbrauchs pro Region, bei der alle Hardware- oder VM-Änderungen berücksichtigt werden, die seit der letzten Berechnung importiert wurden, erfolgt im Rahmen der vollständigen Compliance-Berechnungen, die per Voreinstellung während der Nacht stattfinden.

  3. Abgesehen von außergewöhnlichen Umständen werden Sie das Kontrollkästchen Inventar von VMware vCenter- oder Oracle VM Manager-Server erfassen in aller Regel markieren.
    Diese Server, die automatisch aus der Liste der ermittelten Geräte identifiziert wurden, werden durch die entsprechende Inventarisierungsstation, die remote auf deren Verwaltungs-APIs zugreift, um die Bewegung virtueller Computer zu verfolgen, automatisch inventarisiert.
    Hinweis: Diese Funktion erfordert, dass sich der virtuelle Host und die Inventarisierungsstation über ein IPv4-Netzwerk verbinden können. (IT-Asset-Management unterstützt derzeit keine Remote-Ausführung unter Verwendung von IPv6-Adressfamilien, daher bleibt ein virtueller Host in einer IPv6-Zone für diese Funktion verborgen.)
    Das Aktivieren/Deaktivieren des Kontrollkästchens wirkt sich wie folgt aus:
    • Wenn dieses Kontrollkästchen markiert ist, wird eine Dropdownliste eingeblendet, die das vordefinierte Ziel Bekannte vCenter- oder OVM Manager-Server zusammen mit allen benutzerdefinierten Zielen enthält, die Sie angelegt haben (Details zur Auswahl finden Sie im nächsten Schritt). Das automatisierte Standardziel wird täglich aktualisiert, um alle Server (in IPv4-Netzwerken) zu enthalten, auf denen entweder VMware vCenter oder Oracle VM Manager ermittelt wurde. Solange das Ziel aktiv ist (solange also das Kontrollkästchen markiert und die entsprechende Auswahl in der Dropdownliste hinterlegt ist), werden diese Server mittels direkter Inventarisierung durch die entsprechende Inventarisierungsstation auf grobkörnige Hardware-Informationen gescannt, darunter, welche virtuellen Computer auf welchen Host-Servern ausgeführt werden.
      Hinweis: Während virtuelle Computer auf VMware vCenter Kandidaten für Sub-Capacity-Berechnungen beim Lizenzverbrauch sind, wird bei VMs auf Oracle VM Manager immer der volle Verbrauch gerechnet. Das liegt daran, dass IBM Sub-Capacity-Verbrauch bei Oracle VM-Servern derzeit nur in SPARC- und UltraSPARC-Architekturen akzeptiert (und nicht auf x86-Plattformen). IT-Asset-Management unterstützt Oracle VM-Server jedoch nur auf x86-Plattformen.
    • Ist das Kontrollkästchen deaktiviert, werden häufige Scans von Servern mit VMware vCenter oder Oracle VM Manager nicht durchgeführt. Grundsätzlich sollten Sie dieses Kontrollkästchen in der Produktion nicht deaktivieren und die Option nur unter außergewöhnlichen Umständen verwenden (etwa wenn Sie auf die Genehmigung Ihres Oracle-Teams zum Durchführen der Inventarscans warten). Im Produktivbetrieb können Sie dieses Kontrollkästchen deaktivieren, wenn Ihr Unternehmen keines dieser Virtualisierungsprodukte verwendet, oder wenn Sie wissen, dass keine IBM PVU-Lizenzen für die virtuellen Computer verwendet werden, die von diesen Servern verwaltet werden. (Wenn Sie dieses Kontrollkästchen deaktivieren, überspringen Sie den Rest und fahren Sie mit dem nächsten Schritt 6 fort.) Anderenfalls bringt eine Deaktivierung dieses Kontrollkästchens Sie laut den Bedingungen von IBM in die Gefahr, den Compliance-Status zu verlieren, weil diese Bedingungen normalerweise die Nachverfolgung der Bewegung von virtuellen Computern verlangen, auf denen die entsprechende Software ausgeführt werden könnte.
  4. Wählen Sie in der Dropdownliste unter Inventar von VMware vCenter- oder Oracle VM Manager-Server erfassen Ihr erstes Ziel für die häufigeren Scans.
    Normalerweise wählen Sie das vorinstallierte Ziel für Bekannte vCenter- oder OVM Manager-Server. Dieses Ziel, das nach jedem Ermittlungsimport automatisch aktualisiert wird, listet alle Server mit der virtuellen Verwaltung vCenter oder OVM auf. Unabhängig von dieser Einstellung können Sie ein eigenes, benutzerdefiniertes Ziel anlegen, um eine Untergruppe der VMware vCenter- oder Oracle VM Manager-Server anzupeilen, die Sie scannen möchten.
    Tipp: Wenn das ausgewählte Ziel in der geschlossenen Liste vorhanden ist, gehört es auch zu den Daten, die beim Klicken auf Speichern auf der gesamten Seite gespeichert werden.
  5. Wenn Sie ein anderes von Ihnen definiertes Ziel einbeziehen möchten, klicken Sie rechts neben der Liste auf die Schaltfläche +.
    Eine neue Zeile wird unter Ihrer vorherigen Auswahl eingeblendet, und Sie können den Auswahlvorgang für andere von Ihnen definierte Ziele wiederholen (wie oben beschrieben).
  6. Wählen Sie in der Dropdownliste Auf folgenden Zielen häufige Hardwarescans durch installierte Inventarisierungsagenten durchführen das erste Ihrer vorhandenen Ziele für die häufigeren Scans.
    Normalerweise wählen Sie das vorinstallierte Ziel für Alle IBM PVU-Punkte verbrauchenden Geräte (das erst verfügbar ist, nachdem Sie das Kontrollkästchen Häufige Hardwarescans für IBM Sub-Capacity-Lizenzberechnungen durchführenmarkiert haben).
    Tipp: Trotz des Namens dieses integrierten Ziels enthält es tatsächlich alle Geräte, die Verbrauch für beide Lizenztypen, IBM PVU und IBM VPC, generieren und wird nach jedem vollständigen Inventarimport (per Voreinstellung täglich) automatisch aktualisiert. Auf diesen Computern muss der FlexNet-Inventarisierungsagent installiert sein.
    Unabhängig von dieser Einstellung können Sie entweder:
    • die Installation und Konfiguration des FlexNet-Inventarisierungsagenten mithilfe der von Ihnen bevorzugten Bereitstellungstechnologie verwalten (diese Bereitstellung durch Fremdanbieter ist in Netzwerken, in denen die IPv6-Adressfamilie verwendet wird, obligatorisch), oder
    • eine eigene Regel für Ermittlung und Übernahme erstellen, für die Sie das Ziel so definieren, das es den Computern entspricht, auf denen der FlexNet-Inventarisierungsagent installiert werden soll (dies gilt nur in Netzwerken, in denen die IPv4-Adressfamilie verwendet wird). In diesem Fall sucht die Inventarisierungsstation nach einer vorhandenen Installation auf jedem Zielcomputer, und, ist keine vorhanden, installiert den FlexNet-Inventarisierungsagenten automatisch entsprechend Ihren Vorgaben.
    Tipp: Wenn das ausgewählte Ziel in der geschlossenen Liste vorhanden ist, gehört es auch zu den Daten, die beim Klicken auf Speichern auf der gesamten Seite gespeichert werden.
  7. Wenn Sie ein anderes von Ihnen definiertes Ziel einbeziehen möchten, klicken Sie rechts neben der Liste auf die Schaltfläche +.
    Eine neue Zeile wird unter Ihrer vorherigen Auswahl eingeblendet, und Sie können den Auswahlvorgang für andere von Ihnen definierte Ziele wiederholen (wie oben beschrieben).
  8. Klicken Sie (rechts unten auf der Seite) auf Speichern.

Ihr System ist nun für die häufigeren Inventarprüfungen konfiguriert, die für Sub-Capacity-Lizenzberechnungen benötigt werden, für die der FlexNet-Inventarisierungsagent verwendet wird.

Wenn Sie über mehrere Inventarquellen verfügen, stellen Sie sicher, dass Daten von anderen Quellen Daten aus den häufigen Inventarisierungen, die Sie soeben aktiviert haben, nicht überschreiben können. Gehen Sie dazu wie folgt vor:
  1. Wechseln Sie auf die Seite Datenimporte.
  2. Wählen Sie die Registerkarte Inventardaten aus.
  3. Prüfen Sie, ob unter IT-Asset-Management – Flexera die Quelle als Primär angezeigt wird (auf der rechten Seite). Ist dies nicht der Fall, klicken Sie auf Als primären Feed festlegen.

Es ist unter Umständen ratsam, die „IBM PVU“- und „IBM VPC“-Lizenzen bezüglich der Rechte auf virtuellen Computern und Hosts zu prüfen. Diese werden in den jeweiligen Lizenzeigenschaften auf der Registerkarte Nutzungsrechte und Regeln festgelegt (siehe Rechte auf virtuellen Computern und Hosts). Sie sind bereits richtig konfiguriert, sofern Sie diese Lizenzen mithilfe der Bibliothek für Produktnutzungsrechte eingerichtet haben, die durch die Lizenzbedingung für FlexNet Manager for Datacenters aktiviert wird.

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