Regeln für den Lizenzverbrauch

IT-Asset-Management (Cloud)
Der Bereich Regeln für den Lizenzverbrauch der Registerkarte Nutzungsrechte und Regeln wird von den Lizenzbedingungen (entsprechend den Änderungen durch Wartungs- und Kaufverträge) abgeleitet und legt fest, wie der Verbrauch von Berechtigungen dieser Lizenz berechnet wird.
Tipp: Dieser Bereich wird nur bei Lizenztypen eingeblendet, für die mindestens eines der eingeschlossenen Steuerelemente angezeigt wird. Siehe auch den Abschnitt Einschränkungen weiter unten in diesem Hilfethema.

Hintergrund

Diese Berechnung wird von vier Hauptfaktoren beeinflusst, die sich je nach Lizenztyp unterscheiden:
  • Im importierten Software-Inventar angezeigte Installationen von Software verursachen bei gerätebasierten Lizenzen immer einen Verbrauch. Dieses Verhalten kann bedingt verändert werden, etwa durch Ausmustern des Hardware-Assets, auf dem die Software installiert ist. Bei einigen gerätebasierten Lizenzen (z. B. Processor-Limited) werden aufgrund der Hardwarekonfiguration unter Umständen keine Berechtigungen dieser Lizenz verbraucht (oder davon abgedeckt). In der Regel muss eine Installation jedoch von einer Lizenz abgedeckt sein.
    Tipp: Bei virtuellen Computern kann die Möglichkeit, Berechtigungen einer bestimmten Lizenz zu verbrauchen, durch die Einstellung für Gehostet in/von für das inventarisierte Gerät (siehe Registerkarte „Allgemein“) im Vergleich zu der Auswahl für den Clouddienstanbieter (siehe unten) eingeschränkt sein. Wenn für diese Lizenz zum Beispiel nur Standortgebundene Implementierung ausgewählt ist, kann diese Lizenz nicht durch ein inventarisiertes Gerät, das als „in einer Cloudumgebung gehostet“ gekennzeichnet ist, verbraucht werden.
  • Bei individuellen Zuordnungen von dieser Lizenz zu Computern oder Benutzern ergibt sich eine von zwei Folgen:
    • Im „Wettbewerb“ um begrenzte Lizenzberechtigungen verleiht eine Zuordnung einem Installationsdatensatz (oder einem Nutzungsdatensatz) standardmäßig die höchste Priorität. Wenn beispielsweise eine einzige Berechtigung zwei Installationen gegenübersteht, von denen eine über eine Zuordnung verfügt, erhält die zugeordnete Installation die Berechtigung, und die andere bleibt unlizenziert. Dies ist dann sinnvoll, wenn Computer auf herkömmlichem Weg inventarisiert werden können.
      Hinweis: Bei Microsoft Client Access-Lizenzen (CALs) verbraucht jede Zuordnung zu einem Benutzer (für eine Microsoft User CAL) oder einem Gerät (für eine Microsoft Device CAL) standardmäßig eine Berechtigung.
    • Sie können festlegen, dass alle Zuordnungen (für eine Lizenz) immer als Verbrauch zählen, selbst bei Computern, die nicht inventarisiert werden können. Wenn etwa das Notebook eines Außendienstmitarbeiters nicht erreicht werden kann, können Sie dem Gerät eine Lizenz zuordnen und die Zuordnungen als Verbrauch zählen lassen. Da Zuordnungen nur manuell vorgenommen und aufgehoben werden können, laufen Sie hierbei jedoch Gefahr, dass Sie vergessen, die Zuordnung aufzuheben, wenn dies nötig wird. (Wenn ein Computer-Asset ausgemustert wird, werden vorhandene Zuordnungen aufgehoben. Beachten Sie jedoch, dass weiterhin Zuordnungen zu Geräten mit als ausgemustert markierten Asset-Datensätzen erstellt werden können, bis das Gerät aus dem Inventar gelöscht wird.) Beachten Sie auch die Notwendigkeit, den Wert für Angepasster Verbrauch bei punktebasierten Lizenzen manuell einzustellen.
  • Die bloße Möglichkeit des Zugriffs auf eine Anwendung (mit den entsprechenden Netzwerkberechtigungen) genügt bei manchen Lizenzen, damit ein Verbrauch gezählt wird, besonders bei schwer zu messenden Lizenzen (z. B. CAL-Lizenzen oder solchen, die per Streaming von einem Anwendungsserver oder über einen virtuellen Desktop bereitgestellt werden).
  • In anderen Fällen (und teils nach harten Verhandlungen mit dem Herausgeber!) findet nur ein Verbrauch dieser „komplizierten“ Lizenzen statt, wenn ein Nachweis existiert, dass die Anwendung tatsächlich verwendet wurde (in IT-Asset-Management Nutzung genannt).
Mit den Steuerelementen in diesem Bereich der Strukturansicht werden diese Verhaltensweisen festgelegt. Die Steuerelemente werden möglicherweise je nach Lizenztyp leicht unterschiedlich angezeigt. Bei vielen Lizenzen werden diese Einstellungen von den Bibliotheken für Produktnutzungsrechte konfiguriert, in manchen Fällen müssen Sie die gesetzlichen Bedingungen jedoch selbst herauslesen und die entsprechenden Einstellungen manuell vornehmen.
Ob für eine Lizenz ein Verbrauch gezählt wird, aus welchem Grund oder was genau gezählt wird, wird über verschiedene Steuerelemente festgelegt, die nachstehend aufgeführt sind.
Wichtig: Informationen zu Multi-Produkt-Lizenzen und ihrer Handhabung in IT-Asset-Management finden Sie unter Multi-Produkt-Lizenz.

Einschränkungen

Das Steuerelement Zuordnungen verbrauchen Lizenzberechtigungen ist für folgende Lizenztypen nicht verfügbar:
  • CAL Legacy
  • Microsoft User CAL
  • Microsoft Device CAL
  • Oracle Application User
  • Oracle Legacy
  • Oracle Named User Plus
  • Oracle Processor
Für folgende Lizenztypen werden Steuerelemente zur Handhabung der Anwendungs- und Desktopvirtualisierung angezeigt:
  • Appliance
  • Client Server
  • Device
  • Device (Core-Limited)
  • Device (Processor-Limited)
  • Evaluation
  • IBM Authorized User
  • Named User
  • Run-Time
  • User
Der Bereich Clouddienstanbieter wird für folgende Lizenztypen nicht angezeigt:
  • CAL Legacy
  • IBM Authorized User
  • IBM Concurrent User
  • IBM Floating User
  • Microsoft Device CAL
  • Microsoft SCCM Client Device
  • Microsoft SCCM Client User
  • Microsoft User CAL
  • Named User
  • Oracle Application User
  • SAP Named User
  • SAP Package
  • Users (Benutzer)

Regeln für den Paketverbrauch (Bundle)

Dieser Bereich wird ausschließlich für den Lizenztyp „IBM VPC“ angezeigt und ändert das Verbrauchsverhalten dieser Lizenzen. Wählen Sie eine der folgenden Optionen:
Steuerelement Details
Verbrauch für jedes Produkt auf einem Gerät

Verwenden Sie diese Option, wenn die Lizenz Sie dazu berechtigt, mehrere Hauptprodukte (primäre Produkte) aus einen Cloud-Pak-Bundle auf demselben Gerät auszuführen. Der Verbrauch wird für jedes Hauptprodukt abhängig von der Anzahl der für seine Ausführung auf dem Gerät zugewiesenen Kerne einzeln berechnet (und dann mit dem Produktkonvertierungsverhältnis multipliziert), wobei sich der Gesamtverbrauch für die Lizenz aus der Summe der Verbrauchswerte ergibt, die für jedes Hauptprodukt berechnet werden.

Da diese Option die Anzahl der auf jedem Gerät ausgeführten Produkte berücksichtigt, beginnt die Anzeigehierarchie auf der Registerkarte Verbrauch der Lizenzeigenschaften beim lizenzierten Produkt. Um dem Rechenschaft zu tragen, wurde die entsprechende Spalte in Produkt/Gerät umbenannt, wobei die Zeile für das Produkt den Pseudo-Gerätetyp Produkt erhalten hat. Die untergeordneten Zeilen für jedes Produkt geben dann an, wo das Produkt ausgeführt wird, typischerweise den virtuellen Host, optional einige Ressourcen-Pools und die tatsächliche VM. Natürlich kann ein Produkt auch auf einem eigenständigen physischen Server ausgeführt werden, weshalb für die Identifizierung dann weniger Zeilen erforderlich sind.

Der Verbrauch kann nur für Hauptprodukte auf diese Art erfolgen. Wenn Sie diese Option ausgewählt haben, gibt es keine Möglichkeit, Verbrauch für ein Zusatzprodukt für diese Lizenz zu generieren. Das liegt daran, dass bei „IBM VPC“-Lizenzen Zusatzprodukte normalerweise kostenlose Dreingaben sind, die keine Lizenzberechtigungen verbrauchen, sondern durch die korrekte Lizenzierung ihres Hauptprodukte gedeckt sind.

Jedes Hauptprodukt kann sein eigenes unabhängiges Produktkonvertierungsverhältnis haben, mit welchem die Gesamtanzahl der VPCs, die das Produkt auf einem bestimmten Host ausführen (bei Bedarf durch die Gesamtkapazität des Hosts gedeckelt, sodass die VM-übergreifende Zuordnung von Zeitscheiben nicht zu einem übermäßigen Verbrauch der Lizenz führt), in die Anzahl der verbrauchten Lizenzberechtigungen umgerechnet wird.

Ein Verbrauch für jedes Gerät
Diese Option ist für Lizenzvereinbarungen gedacht, die zulassen, dass mehrere Produkte auf demselben Gerät installiert werden, die dann durch diese eine Lizenz gedeckt sind. Bei solchen Lizenzen ergibt sich der Berechtigungsumfang in der Regel nicht durch die Bestimmung der Produktanzahl, sondern durch die Leistungsfähigkeit des Geräts, weshalb bei virtuellen Computern umso mehr Lizenzberechtigungen erforderlich sind, desto mehr Kerne zugewiesen sind. Daher führt die Auswahl dieses Steuerelements zur Anzeige eines weiteren, über das Sie die für jede VPC erforderliche Lizenzierung festlegen.
Tipp: Denken Sie daran, dass „VPC“ ein Überbegriff ist, der in verschiedenen Kontexten verschiedene Dinge bedeuten kann:
  • Einem virtuellen Computer zugewiesene Kerne, bei Bedarf durch die Kapazität des Hosts gedeckelt
  • Threads (oder vCPUs) für eine Instanz, die von einem Clouddienstanbieter gehostet wird (wobei das Gerät die Eigenschaft Gehostet in/von des Clouddienstanbieters identifiziert)
  • Physische Kerne in den Prozessoren eines eigenständigen Computers, der nicht zur Virtualisierung verwendet wird, sondern die Software direkt ausführt.
Da sich diese Option nach der Leistungsfähigkeit des inventarisierten Geräts richtet und nicht nach der Anzahl der ausgeführten Produkte, beginnt in den Lizenzeigenschaften auf der Registerkarte Verbrauch die Anzeigehierarchie beim logischen Gerät, meistens der virtuelle Host, auf dem die Gast-VMs ausgeführt werden.
Verhältnis VPC zu Lizenz

Dieses Steuerelement wird nur angezeigt, wenn Sie die Option Ein Verbrauch für jedes Gerät auswählen. Verwenden Sie die beiden Drehfelder, um ein Verhältnis zwischen der Anzahl der virtuellen Prozessorkerne und der Anzahl der Lizenzberechtigungen festzulegen, die von dieser Anzahl der VPCs verbraucht werden. Dieses Verhältnis variiert von Produkt zu Produkt, prüfen Sie daher sorgfältig Ihre Lizenzbedingungen. Beispiel: Angenommen die Lizenzvereinbarung für ein bestimmtes Produkt besagt, dass die Lizenz (gleichbedeutend mit einer Lizenzberechtigung) Ihnen gestattet, 2 VPCs auszuführen, lautet die korrekte Einstellung für Sie 2 : 1. Für die Einstellung sind ganze Zahlen erforderlich, daher muss eine Vereinbarung, die besagt, dass „jede VPC 1/3 einer Lizenz(berechtigung) verbraucht“ mit dem Verhältnis 3 : 1 angegeben werden. Wenn die Lizenz automatisch mithilfe der entsprechenden heruntergeladenen Bibliothek für Produktnutzungsrechte (Product Use Rights Library, PURL) und SKU-Bibliothek erstellt wurde, wird dieses Verhältnis von den Bibliotheken eingerichtet. Die beste Vorgehensweise ist es dann, diese Einstellung beizubehalten, wenn nicht außergewöhnliche Umstände (wie etwa eine Sondervereinbarung mit IBM) dagegen sprechen.

Verbrauch pro Gerät, Benutzer oder Zugriff

Folgende Steuerelemente sind verfügbar:

Steuerelement Details
Zu dieser Lizenz gehören keine Verträge mit Regeln für den Lizenzverbrauch Dieser Schriftzug weist darauf hin, dass mit dieser Lizenz kein Vertrag verknüpft ist, in dem geltende Regeln für den Lizenzverbrauch enthalten sind. Regeln für den Lizenzverbrauch können von einem Vertrag geerbt oder in diesem Abschnitt festgelegt werden. Dieser Schriftzug wird angezeigt, wenn der mit der Lizenz verbundene Vertrag keine Regeln für den Lizenzverbrauch enthält. Siehe Registerkarte „Verträge“.
Verbrauchsregeln für Anwendungslizenzen aus Vertrag erben
Zeigt den Namen des verknüpften Vertrags an, von dem diese Lizenz Regeln und Berechtigungen für den Lizenzverbrauch erben kann. Durch Aktivieren dieses Kontrollkästchens legen Sie fest,IT-Asset-Management dass Lizenznutzungsrechte und -regeln dynamisch von einem automatisch ausgewählten verknüpften Vertrag geerbt werden. Wenn eine Lizenz mit mehreren Verträgen verknüpft ist, erbt die Lizenz gemäß den folgenden Bedingungen Nutzungsrechte und -regeln von einem der verknüpften Verträge:
  • Wenn bei einem der verknüpften Verträge im Feld Permanent der Wert Ja angegeben ist, werden seine Nutzungsrechte und Regeln von der Lizenz geerbt.
  • Wenn bei keinem der verknüpften Verträge im Feld Permanent der Wert Ja angegeben ist, erbt die Lizenz die Nutzungsrechte und -regeln vom Vertrag, der im Feld Ablaufdatumden höheren Wert aufweist.
  • Wenn bei keinem der verknüpften Verträge im Feld Permanent der Wert Ja angegeben ist und alle verknüpften Verträge denselben Wert im Feld Ablaufdatum aufweisen, erbt die Lizenz die Nutzungsrechte und -regeln von dem Vertrag, der in der Datenbankreihenfolge an erster Stelle steht (in der Regel, der Vertrag, der zuerst angelegt wurde).
  • Wenn bei allen verknüpften Verträgen im Feld Permanent der Wert Ja angegeben ist oder alle verknüpften Verträge das gleiche Ablaufdatum aufweisen, erbt die Lizenz die Nutzungsrechte und -regeln von dem Vertrag, der in der Reihenfolge der Datenbank an erster Stelle steht.
    Hinweis: Sie können keine anderen Optionen für Rechte verwenden, wenn Sie dieses Kontrollkästchen aktivieren.
Zuordnungen verbrauchen Lizenzberechtigungen
  • Deaktivieren Sie dieses Kontrollkästchen, um das Standardverhalten festzulegen. In diesem Fall reicht eine Zuordnung alleine noch nicht aus, damit eine Lizenzberechtigung direkt verbraucht wird. Vielmehr erhält das Ziel (Benutzer oder Gerät), für das die Zuordnung vorgenommen wurde, die höchste Priorität. Wenn jetzt ein Installationsdatensatz im Inventar angezeigt wird, wird dieser der ersten Gruppe der Ziele zugeordnet (die Gruppe sämtlicher Zuordnungen), die die verfügbaren Berechtigungen verbrauchen. Dies ist nützlich, wenn nicht genügend Berechtigungen gekauft wurden, damit eine Lizenz alle Installationen abdeckt, und Sie gewährleisten möchten, dass bestimmte Personen/Geräte von dieser Lizenz abgedeckt werden.
  • Aktivieren Sie dieses Kontrollkästchen, damit alle Zuordnungen dieser Lizenz als Verbrauch zählen. Dies ist nützlich, wenn nicht alle Geräte (oder Benutzer) automatisch durch Ihre Software-Inventarisierungsprozesse abgedeckt werden. Sie können mithilfe einer Zuordnung unabhängig vom Vorhandensein entsprechenden Inventars sicherstellen, dass sowohl das Ziel (Benutzer oder Gerät) lizenziert ist, als auch, dass sein Verbrauch richtig erfasst wird. Geräte- und benutzerbasierte Lizenzen sowie Client-Access-Lizenzen verbrauchen normalerweise eine Berechtigung für jede Zuordnung. Punktebasierte Lizenzen werden standardmäßig auf null Punkte für jedes Gerät gesetzt, und Sie müssen den Wert für Angepasster Verbrauch pro Gerät auf der Registerkarte Verbrauch der Lizenzeigenschaften manuell festlegen.
    Wichtig: Eine Zuordnung wird nur dann bei den Berechnungen des Lizenzverbrauchs nach dem nächsten Inventarimport bzw. der nächsten Berechnung berücksichtigt, wenn dieses Kontrollkästchen aktiviert und die Zuordnung in den Lizenzeigenschaften auf der Registerkarte Verbrauch angelegt ist.

Diese Option steht nicht für Microsoft User CALs und Microsoft Device CALs zur Verfügung, da sie für diese Lizenztypen automatisch ausgewählt ist.

Lizenzberechtigungen verbrauchen, wenn die Anwendung genutzt wird oder Benutzer Zugriff auf die Anwendung haben.
  • Für die meisten Lizenzen ist die Standardeinstellung (Kontrollkästchen deaktiviert) die richtige.
  • Bei Lizenzen, die virtualisierte Anwendungen abdecken, werden nach Aktivieren des Kontrollkästchens weitere Steuerelemente angezeigt. (In diesem Fall schließen virtualisierte Anwendungen von einem Anwendungsserver gestreamte oder zur lokalen Installation verteilte sowie durch eine virtuelle Desktoplösung bereitgestellte Anwendungen mit ein.) Aktivieren Sie also dieses Kontrollkästchen, um den Lizenzverbrauch für App-V-, Citrix Virtual Apps- und Citrix Virtual Desktops-Anwendungen zu aktivieren (die „Ja oder Nein“-Einstellung für den Verbrauch bei virtualisierten Anwendungen).
    Tipp: Die Wahl zwischen Zugriff und Verwendung erfolgt über die letzten der neu angezeigten und nachstehend beschriebenen Steuerelemente.
Pro Benutzer eine Berechtigung verbrauchen oder Für jedes Gerät, das einem Benutzer gehört, jeweils eine Berechtigung verbrauchen Ist der Verbrauch ausgelöst, legt diese Gruppe von Optionsfeldern genau fest, welche Menge verbraucht wird (das „Was“).
  • Eine Berechtigung pro Benutzer: Manche Lizenzen (üblicherweise bei der Anwendungsvirtualisierung) erfordern gerätebasierte Berechnungen, ermöglichen aber das Gruppieren aller Geräte eines Benutzers zu einem einzigen (gezählten) Gerät. Dies wirkt wie eine benutzerbasierte Lizenzierung, erfüllt aber die Anforderung der Herausgeber für gerätebasierte Lizenzen, die eine solche Gruppierung von Geräten zulassen können.
    Tipp: Manche Lizenzen (z. B. in VDI-Umgebungen) gewähren das Recht zur „Roaming-Nutzung“, bei der ein Benutzer über beliebig viele Endpunkte (Geräte) auf die Anwendung zugreifen darf. Wählen Sie hierfür Pro Benutzer eine Berechtigung verbrauchen.
  • Eine Berechtigung pro Benutzer: Manche Lizenzen erfordern die getrennte Lizenzierung für jedes Gerät. Ferner wird vorausgesetzt, dass bei einem Benutzer, der über ein beliebiges Gerät auf die virtualisierte Anwendung zugreifen kann, davon auszugehen ist, dass der Benutzer über jedes seiner Geräte darauf zugreifen kann, die daher alle entsprechend lizenziert sein müssen. In diesem Fall ist ein Gerät „Eigentum“ eines Benutzers, wenn dieser entweder:
    • der zugewiesene Benutzer eines Geräts oder
    • der berechnete Benutzer eines Geräts ist (diese werden in den Eigenschaften des Inventargeräts in der Registerkarte Zuständigkeit angezeigt).

Einschränkungen: Diese Optionsfelder werden nur für die oberhalb dieser Tabelle aufgelisteten Lizenztypen angezeigt.

Berechtigungen auf folgender Grundlage verbrauchen

Wird dies angezeigt (das heißt, wenn Lizenzberechtigungen verbrauchen, wenn eine Anwendung genutzt wird oder Benutzer Zugriff auf die Anwendung haben aktiviert ist), wird über dieses Steuerelement exakt bestimmt, wodurch ein Verbrauch ausgelöst wird („Grund“ des Verbrauchs) Wählen Sie einen der folgenden Werte:

  • Zugriff: Wenn der Computer des Benutzers (über den Zugriffsnachweis oder den entsprechenden Adapter für App-V, XenApp oder XenDesktop) in einem vom Inventar zurückgegebenen Datensatz als zugriffsberechtigt aufgelistet ist, wird der Verbrauch ausgelöst. Bei Client-Access-Lizenzen funktioniert die Steuerung wie folgt:
    • Bei Microsoft User CALs wird eine Client-Access-Lizenz für jeden Benutzer verbraucht, der auf der Seite Alle Benutzer aufgeführt ist, es sei denn, es gelten Einschränkungen. (Siehe Registerkarte „Einschränkungen“.) Wenn Sie den Umfang dieser Lizenz auf eine bestimmte Unternehmensgruppe beschränken, wird für jeden Benutzer in dieser Unternehmensgruppe eine Client-Access-Lizenz verbraucht.
    • Bei Microsoft Device CALs wird eine Client-Access-Lizenz für jedes inventarisierte Gerät verbraucht, das auf der Seite Gesamtes Inventar aufgeführt ist, es sei denn, es gelten Einschränkungen. (Siehe Registerkarte „Einschränkungen“.) Wenn Sie den Umfang dieser Lizenz auf eine bestimmte Unternehmensgruppe beschränken, wird für jedes dieser Unternehmensgruppe zugewiesene inventarisierte Gerät eine Client-Access-Lizenz verbraucht.
  • Nutzung innerhalb des festgelegten Zeitraums: Ein Verbrauch wird nur ausgelöst, wenn innerhalb des Zeitraums, der mit dem nächsten Steuerelement festgelegt wird, (über dieselben Adapter) ein Nutzungsdatensatz erfasst wird. Das Steuerelement wird angezeigt, wenn Sie diese Option auswählen. Wird innerhalb dieses Zeitraums keine Nutzung erfasst, wird für das Gerät bzw. den Benutzer kein Verbrauch berechnet. Genauer gesagt: Selbst wenn das Gerät bzw. der Benutzer laut Inventar Zugriff hat, wird nur dann ein Verbrauch ausgelöst, wenn auch eine Nutzung erfasst wird. Ebenso gilt eine Nutzung außerhalb des Zeitraums nicht als Verbrauch. Der Zeitraum ist die angegebene Spanne unmittelbar vor der letzten Compliance-Berechnung (ein gleitendes Zeitfenster). Bei Client-Access-Lizenzen werden die erfassten Zugriffsnachweise folgendermaßen gesteuert:
    • Bei Microsoft User CALs wird eine Client-Access-Lizenz für jeden zugreifenden Benutzer (der auf die Serveranwendung zugegriffen hat, für die eine Client-Access-Lizenz erforderlich ist) verbraucht. Die Nutzungsverfolgung muss für die Anwendung aktiviert sein, auf die zugegriffen wird.
    • Bei Microsoft Device CALs wird nur dann eine Client-Access-Lizenz für jedes zugreifende Gerät (über das auf die Serveranwendung zugegriffen wurde, für die eine Client-Access-Lizenz erforderlich ist) verbraucht, wenn der Datensatz für das zugreifende Gerät mit einem der Datensätze für inventarisiertes Gerät übereinstimmt. IT-Asset-Management verwendet Eigenschaften wie IP-Adresse, Gerätename und Domäne, um die Datensätze abzugleichen. Die Nutzungsverfolgung muss für die Anwendung aktiviert sein, auf die zugegriffen wird.

Angenommen, für Christofs Computer wurde am 1. Mai eine Nutzung erfasst, und der Zeitraum ist auf 90 Tage eingestellt. Wenn Sie den Status am 29. Juli prüfen, verbraucht Christofs Computer eine Berechtigung. Wenn Sie allerdings am 1. August erneut nachsehen, verbraucht er keine, da die Nutzung außerhalb des gleitenden 90-Tage-Zeitraums stattfand. Dies gilt, selbst wenn Christof laut den App-V-Daten über Zugriff verfügt.

Zeitraum für Nutzung in Tagen

Dieses Steuerelement wird angezeigt, wenn Sie Berechtigungen auf folgender Grundlage verbrauchen:Nutzung innerhalb des festgelegten Zeitraums.

Geben Sie die Anzahl von Tagen (unmittelbar vor der aktuellen Compliance-Berechnung) manuell oder im Drehfeld ein, um die erfasste Nutzung zu prüfen. Der Standardwert (90 Tage) ist für derartige Lizenzen ein typischer Wert, prüfen Sie jedoch sicherheitshalber Ihre Lizenzvereinbarung.

Hinweis: Bei Client-Access-Lizenzen verbraucht der Nutzungsdatensatz nur dann eine Lizenz, wenn der Datensatz für das zugreifende Gerät (das Gerät, über das auf die Serveranwendung zugegriffen wurde) mit dem Datensatz eines inventarisierten Geräts übereinstimmt.
Clients, die auf Server zugreifen, die diese Lizenz verbrauchen, sind von CALS freigestellt (keine CALs erforcerlich). Ist nur für die folgende Lizenztypen verfügbar: Bei Aktivierung befreit diese Option Benutzer vom Verbrauch einer CAL-Berechtigung für den Zugriff auf die mit dieser Lizenz verknüpfte Serveranwendung.
Hinweis: Damit diese Freistellung funktioniert, müssen Produkt und Version in der verbrauchten Serverlizenz und in der Client-Access-Lizenz übereinstimmen.

Anbieter von Cloud-Diensten

Die folgenden Kontrollkästchen sind verfügbar. Mindestens eines dieser Kontrollkästchen muss markiert sein. Sie können auch mehrere Kontrollkästchen markieren, die dann gleichzeitig gelten. Wenn Sie beispielsweise Standortgebundene Implementierung und Beliebiger Clouddienstanbieter beide markieren, kann diese Lizenz durch jedes inventarisierte Gerät, unabhängig vom Ort seines Hostings, verbraucht werden, da Sie beide Alternativen gleichzeitig zugelassen haben. Standardwerte variieren je nach Lizenztyp und sind unten aufgeführt.

Wenn Sie eines oder mehrere der folgenden Kontrollkästchen markieren, sehen die Ergebnisse folgendermaßen aus:
Steuerelement Details
Standortgebundene Implementierung
Diese Lizenz kann unter einem der folgenden Umstände durch inventarisierte Geräte verbraucht werden:
  • Es handelt sich um physische Geräte (für physische Geräte wird keine Einstellung angezeigt, die angibt, wo sie gehostet werden), oder genauer gesagt: als Typ des inventarisierten Geräts wurde für sie ein beliebiger Wert außer Virtueller Computer festgelegt; ODER
  • sie weisen auf der Registerkarte Allgemeine Angaben ihrer Eigenschaftenseite die beiden folgenden Einstellungen auf:
    • Typ des inventarisierten Geräts = Virtueller Computer
    • Gehostet in/von = Standortgebundene Implementierung
Beliebiger Clouddienstanbieter
Diese Lizenz kann durch inventarisierte Geräte (bei denen es sich um virtuelle Computer handeln muss) verbraucht werden, wenn für diese Geräte der Wert für Gehostet in/von auf den Namen eines beliebigen einzelnen Clouddienstanbieters gesetzt wurde.
Tipp: Nachdem diese Einstellung für die Lizenz gewählt wurde, gilt dies sogar für Clouddienstanbieter, die in Zukunft hinzugefügt werden.
Ausgewählte Clouddienstanbieter

Diese Auswahl aktiviert die Liste aller verfügbaren Clouddienstanbieter, die in IT-Asset-Management registriert sind (manche Namen sind werkseitig vorgegeben und andere können durch Ihr Unternehmen definiert worden sein, wie unter Systemeinstellungen: Registerkarte „Clouddienstanbieter“ beschrieben). Sie können so viele Anbieter auswählen wie nötig. Für auf Punkten basierende Lizenzen können Sie für jeden Clouddienstanbieter eine Punkteregel erstellen, sodass diese eine Lizenz für mehrere Clouddienstanbieter Gültigkeit haben kann, auf die der jeweils passende Punktewert angewendet wird (vorausgesetzt, dass auch alle anderen Lizenzeigenschaften zutreffend eingerichtet sind).

Um Verbrauch für diese Lizenz zu verursachen, muss für inventarisierte Geräte ein übereinstimmender Clouddienstanbieter im Feld Gehostet in/von ausgewählt sein. Wenn Sie beispielsweise Google und Microsoft Azure aus dieser Liste ausgewählt haben, können Geräte mit einem dieser beiden Namen als Wert für Gehostet in/von Verbrauch für diese Lizenz verursachen, während Geräte mit dem Wert Oracle Cloud für Gehostet in/von keinen Verbrauch verursachen können.

Verbrauchseinstellungen für Clouddienstanbieter
Dieser Abschnitt wird nur für die folgenden Lizenztypen angezeigt, für die jeweils spezielle (nachfolgend beschriebene) Steuerelemente angezeigt werden können:
  • Oracle Named User Plus (NUP)
  • Oracle Processor
  • Microsoft Server Core
Hinweis: Wenn die folgenden Steuerelemente auf null gesetzt sind, sind die speziellen Verbrauchsberechnungen für Cloud-Instanzen deaktiviert und der Verbrauch wird wie für standortgebundene Geräte berechnet. Das kann hilfreich sein, wenn Sie Geräte in einer privaten Cloud hosten, für die Oracle-Lizenzen keine Rolle spielen (Oracle wendet seine Cloud-Lizenzbedingungen nur auf „zugelassene“ Clouddienstanbieter an). Wenn Sie für die Lizenzierung eine gemischte Umgebung, private Cloud und ein von Oracle zugelassener Clouddienstanbieter, haben, verwenden Sie jeweils eigene Lizenzen und steuern Sie die Gültigkeit für die verschiedenen Umgebungen über die Steuerelemente fürAusgewählte Clouddienstanbieter.
Die für Oracle-Lizenzen verfügbaren Steuerelemente sind:
  • Anzahl der vCPUs pro Server für NUP-Minima (für Oracle-NUP-Lizenzen): die Abdeckung der vCPUs (auf einem Server), die durch die Mindestanzahl der NUP-Lizenzberechtigungen gestellt wird. Für Oracle Database Standard Edition 2 beträgt die Mindestanzahl der erforderlichen NUP-Berechtigungen 10 und diese 10 Berechtigungen autorisieren die Verwendung von 8 vCPUs bei einem zugelassenen Clouddienstanbieter. Geben Sie hier nicht die Mindestanzahl der NUP-Berechtigungen an (dieser Wert ist auf der Registerkarte Identifizierung im Feld Mindestanzahl der Benutzer zu finden). Geben Sie stattdessen die Anzahl der vCPUs ein, die durch diese Mindestanzahl der NUP-Berechtigungen autorisiert werden, oder in diesem Beispiel 8.
  • Anzahl der vCPUs pro Sockel (für Lizenzen der Typen Oracle NUP und Oracle Processor): Diese Einstellung ist nur relevant, wenn in den Lizenzeigenschaften auf der Registerkarte Identifizierung der Wert Messgröße auf Anzahl der Sockel gesetzt ist, was für Oracle Database Standard Edition 2 gilt (und für jede andere Messgröße wird dieses Steuerelement ignoriert). Im Falle der Gültigkeit wird dadurch der Wert für Max. Anzahl der Sockel (ebenfalls auf der Registerkarte Identifizierung) für Instanzen, die von einem zugelassenen Clouddienstanbieter gehostet werden, korrekt interpretiert. Er ist das in der Oracle-Lizenz definierte Verhältnis zwischen vCPUs in der Cloud und nominellen, lizenzierbaren „Sockeln“. Beispiel:
    • Für Oracle Database Standard Edition 2 zählen jeweils 4 vCPUs (aufgerundet) als ein Sockel, der einer Lizenzberechtigung des Typs „Oracle Processor“ entspricht (siehe https://www.oracle.com/assets/cloud-licensing-070579.pdf, wo dasselbe Produkt auch darauf beschränkt ist, auf Instanzen mit nicht mehr als 16 vCPUs ausgeführt zu werden). Setzen Sie in diesem Fall die Anzahl vCPUs pro Sockel auf 4.
      Zur Erinnerung: Wenn Sie Inventar von einer Cloud-Instanz erfasst haben, wird die Anzahl der vCPUs in der Eigenschaft Threads auf der Registerkarte Hardware der jeweiligen Eigenschaften angezeigt.
Für eine Lizenz des Typs Microsoft Server Core ist folgendes Steuerelement verfügbar:
  • Azure-Hybridvorteil/Lizenzmobilität: ist nur für Installationen von Microsoft SQL Server relevant und wird für Installationen aller anderen, mit dieser Lizenz verbundenen Produkte ignoriert. Für SQL Server ermöglicht Ihnen der Azure-Hybridvorteil (oder die Regeln zur Lizenzmobilität für andere zugelassene Clouddienstanbieter), Lizenzen für standortgebundene Implementierungen, die entsprechende Editionen dieses Produkts autorisieren (wenn sie durch aktive Software Assurance gedeckt sind), gegen Installationen von SQL Server in der Cloud zu tauschen. Sehen Sie in den Bedingungen Ihrer Lizenzvereinbarung die Details nach.
Verbrauchseinstellungen für Microsoft Azure
Dieser Abschnitt wird nur für die folgenden Lizenztypen angezeigt:
  • Microsoft Server/Management Core
Dieser Abschnitt enthält anfänglich nur ein einziges Kontrollkästchen: Azure-Hybridvorteil/Lizenzmobilität. Wenn dieses Kontrollkästchen markiert ist (und in dem Maße, in dem die Lizenz durch eine aktive Software Assurance gedeckt ist), ist eine gemeinsame Nutzung der Lizenzberechtigungen bei einem Produkt, das sowohl standortgebunden als auch auf einer Instanz installiert ist, die von einem zugelassenen Clouddienstanbieter gehostet wird, zulässig, auch wenn die genaue Ausgestaltung dieser gemeinsamen Nutzung von allen folgenden Faktoren abhängt:
  • Welcher Clouddienstanbieter die Instanz hostet, auf der das Produkt installiert ist
  • Welches Produkt lizenziert ist
  • Welche Edition des Produkts lizenziert ist
Beispiel:
  • Für alle Clouddienstanbieter außer Microsoft Azure können Lizenzberechtigungen, die ursprünglich für standortgebundene Installationen erworben wurden, ausgetauscht werden, um stattdessen Installationen auf gehosteten Cloud-Instanzen abzudecken. Dies wird als Lizenzmobilität bezeichnet und ist für Kunden gedacht, die ihre Rechenzentren von internen, standortgebundenen Servern auf gehostete Cloud-Server umstellen.
  • Für Microsoft Azure sind Produkt und Edition von kritischer Bedeutung:
    • Windows Server Standard Edition lässt zu, dass für standortgebundene Implementierungen (mit Software Assurance) vorhandene Lizenzberechtigungen verschoben werden, um die gleiche Software stattdessen auf einer Azure-Instanz zu autorisieren.
    • Windows Server Datacenter Edition lässt zu, dass dieselben Lizenzberechtigungen (mit Software Assurance), die ursprünglich für standortgebundenen Verbrauch erworben wurden, jetzt gleichzeitig den Betrieb des Produkts standortgebunden und auf einer Azure-Instanz autorisieren.
    • Für Microsoft SQL Server können Sie für standortgebundene Implementierungen vorhandene Lizenzberechtigungen gegen rabattierte Abonnements für Azure SQL Database und Azure SQL Managed Instance tauschen. Generell wechselt jetzt eine Lizenzberechtigung, die einen standortgebundenen CPU-Kern abdeckt, zur Abdeckung eines Kerns in einer gehosteten Instanz; ausnahmsweise deckt diese standortgebundene Einzelkernberechtigung, wenn die Lizenz die Enterprise-Edition von Microsoft SQL Server abdeckt und der Kauf unter der Artikelnummer (SKU) für Allgemeine Zwecke getätigt wurde, jetzt vier Kerne in Ihrer Azure-Instanz ab.
Aufgrund der Komplexität dieser Lizenzbedingungen hat es sich bewährt, Lizenzen durch die Verarbeitung von Kaufdatensätzen, die auf bekannte Artikelnummern verweisen, automatisch erstellen (und aktualisieren) zu lassen. In diesem Fall tragen die regelmäßig aktualisierten Content-Bibliotheken die entsprechenden Werte auf der Registerkarte Nutzungsrechte und Regeln ein. Wenn Sie eine Lizenz jedoch manuell erstellen oder aktualisieren, können Sie dazu die folgenden Steuerelemente verwenden. Diese werden erst angezeigt, nachdem Sie das Kontrollkästchen Azure-Hybridvorteil/Lizenzmobilität markiert haben und gelten nur für Lizenzen des Typs „Microsoft Server/Management Core“:
  • Maximale Anzahl Kerne für jede Berechtigung: Geben Sie die Anzahl der Kerne, die von jeder Lizenzberechtigung für von Azure gehostete Instanzen autorisiert werden, (manuell oder über das Drehfeld) ein. Prüfen Sie diesen Wert in Ihrem „Microsoft Server/Management Core“-Lizenzvertrag.
  • Maximale Anzahl VMs für jede Berechtigung: Geben Sie die maximale Anzahl an gehosteten Instanzen (oder virtuellen Computern) ein, die gemäß Ihres Lizenzvertrags von jeder Lizenzberechtigung autorisiert werden. Diese Zahl wird zusammen mit der vorherigen gelesen. Beispiel: Wenn jede Lizenzberechtigung 16 Kerne und 2 Cloud-Instanzen (oder VMs) autorisiert, dann kann jede dieser Instanzen maximal 8 Kerne unterstützen.
  • Berechtigungen können gleichzeitig in der Cloud und standortgebunden verwendet werden: Wie oben erwähnt gilt dieses Recht für Windows Server Datacenter Edition. Auch wenn das Kontrollkästchen, unabhängig vom verknüpften Produkt, für die Lizenz eingeblendet ist (und markiert werden kann), wird diese Einstellung während der Berechnungen zum Lizenzabgleich nur berücksichtigt, wenn es sich bei der lizenzierten Anwendung um Microsoft Windows Server Datacenter Edition handelt. Wenn ein beliebiges anderes Produkt (oder eine Edition) mit der Lizenz verknüpft ist, wird diese Einstellung ignoriert.
    Tipp: Bei der Datacenter-Edition von Windows Server, die mit einer „Microsoft Server/Management Core“-Lizenz lizenziert ist (sodass dieses Kontrollkästchen den Lizenzabgleich beeinflussen könnte), für die das Kontrollkästchen jedoch nicht markiert ist, zählt ein Paar aus standortgebundener und Cloud-Installation als zwei. Es ist daher sehr viel kostengünstiger, dieses Kontrollkästchen, wenn erlaubt, markiert zu lassen.
Hinweis: Virtuelle Computer können nur Verbrauch für eine „Microsoft Server/Management Core“-Lizenz unter einem der beiden folgenden Umstände generieren:
  • Wenn die VMs mit einem Hostserver verknüpft sind; dies ist der Normalfall. der in (beinahe) allen Umgebungen gilt, ob in Ihrem internen Rechenzentrum vor Ort oder in der Cloud. In der Cloud gehostete, virtuelle Computer melden jedoch keinen Host, es sei denn, sie werden auf einem dedizierten Server gehostet. Beispiele für solche Ausnahmeumgebungen sind virtuelle Computer, die auf einem dedizierten AWS-Host oder einem dedizierten Azure-Host ausgeführt werden.
  • Wenn die Lizenz den Microsoft-Azure-Hybridvorteil (AHB) nutzt und zusätzliche Daten vom neuesten Azure-Connector gesammelt werden. Dieser Connector stellt ausreichend zusätzliche Informationen bereit, um VMs den Verbrauch dieser Lizenz zu ermöglichen, auch wenn wir keine Inventardaten vom virtuellen Host erhalten. Er bildet somit eine weitere Ausnahme zur allgemeinen Regel im ersten Fall.

Pro Lizenztyp vorgegebene Clouddienstanbieter

Lizenzen, die vor der Verfügbarkeit der Einstellungen für den Clouddienstanbieter erstellt wurden, und solche, die in der Liste unten nicht enthalten sind, erhalten die Standardeinstellungen Standortgebundene Implementierung und Beliebiger Clouddienstanbieter. Sie brauchen diesen Wert bei bestehenden Datensätzen nicht nachträglich zu vergeben. Wenn es keine weiteren Angaben gibt, wird er automatisch zugewiesen.

Die folgende Tabelle führt die Standardeinstellungen für neue Lizenzen auf, die für alle folgenden Typen erstellt wurden. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Lizenz manuell, durch die Verarbeitung von Käufen oder die Verwendung des Business Importer angelegt wurde. Diese Standardwerte werden angewendet, wenn es keine weiteren Angaben gibt.
Tipp: Die Standardauswahl wird durch die Lizenzvorlagen festgelegt, die mit der ARL und PURL heruntergeladen werden. Sie kann daher von Zeit zu Zeit aktualisiert werden.
Vorsicht:
Wenn Sie den Lizenztyp im Nachhinein ändern, werden die Standardeinstellungen nicht aktualisiert und Sie müssen alle Anpassungen manuell vornehmen.
Lizenztyp(en) Standardauswahl
IBM PVU
Tipp: Punkteregel bereitgestellt.
IBM VPC
  • Standortgebundene Implementierung
  • Ausgewählte Clouddienstanbieter
    • Amazon Web Services
    • Google
    • IBM SoftLayer
    • Microsoft Azure.
  • Oracle Application User
  • Oracle Legacy
  • Oracle Named User Plus
  • Oracle Processor
  • Standortgebundene Implementierung
  • Ausgewählte Clouddienstanbieter
    • Amazon Web Services
    • Microsoft Azure.

Alle sonstigen Lizenztypen

  • Standortgebundene Implementierung
  • Beliebiger Clouddienstanbieter.

IT-Asset-Management (Cloud)

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